Rundblick-Unna » Ausgeflippt am Fischstand – da flog die Doppelidentität auf

Ausgeflippt am Fischstand – da flog die Doppelidentität auf

Zwei Fischbrötchen und eine Flasche Bier bestellte ein 30-jähriger Marokkaner Sonntagmorgen an einem Stand im Dortmunder Hauptbahnhof – bezahlen wollte er allerdings nicht.

Zusätzlich warf er die Flasche Bier auf den Mitarbeiter. Bundespolizisten nahmen ihn noch im Hauptbahnhof fest. Und siehe da: Der Mann war mit Doppelidentität unterwegs.

Gegen 06:00 Uhr bestellte sich der 30Jährige an besagtem Fischstand zwei Fischbrötchen und dazu ein Bier. Gesamtwert: 6,50 Euro. Die zahlte er nicht, sondern marschierte davon.

Zusammen mit Mitarbeitern der Bahnsicherheit gelang es dem Verkaufspersonal, den dreisten Dieb einzuholen. Der zahlte daraufhin seine Mahlzeit – doch die Polizei war jetzt misstrauisch geworden, überprüfte den Mann und stellte fest, dass er sich als Asylsuchender mit zwei Identitäten im Bundesgebiet angemeldet hatte. Also: Anzeige.

Kaum waren die Polizisten weg, schmiss der Marokkaner wütend seine noch halbgefüllte Flasche Bier auf den 25-jährigen Mitarbeiter des Verkaufsstandes und rief damit erneut die Bundespolizei auf den Plan: Sie leitete gegen den renitenten Herrn aus Niederkrüchten (am Niederrhein) ein Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls und versuchter gefährlicher Köperverletzung ein.

 

Kommentare (18)

  • Sven Arnt via Facebook

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    Alleine, das der Idiot nicht schon bei der Feststellung mit zwei Identitäten unterwegs zu sein, unmittelbar festgenommen werden kann, zeigt wie lasch und hilflos hier mit Betrug im Zusammenhang mit Aufenthalt und dem damit häufig einhergehenden Leistungsbetrug umgegangen wird. Festnahme und ab in die Abschiebung.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Ja, Sven Arnt, die Anzeige wurde gefertigt, und er durfte wieder seines Weges ziehen. Haftgründe sind bei solchen Delikten nicht gegeben.

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    • Sven Arnt via Facebook

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      Na ja, zunächst ein Kleindelikt, dann versuchte gefährliche KV und realistisch steht die Identität nicht fest, der feine Herr leistet sich derer gleich zwei. Wenn man wollte, könnte man durchaus eine Fluchtgefahr begründen. Dann kommt noch das Ausländerrecht hinzu, da liegt der Hase im Pfeffer bei solchen Betrügereien auf Basis des Ausländer -bzw. Asylrecht eine Festnahme zu realisieren. Was erwarten wir denn noch von Dem Typen. Da macht sich der Rechtsstaat einfach lächerlich und für die Polizei ist es frustrierend über alle Maßen. Insgesamt schädigt es das Vertrauen der Bürger in den Staat und schadet auch allen Menschen die hier Zuwanderern.

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      • fürst

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        Da kann ich Sven Arnt nur zustimmen. Auch ich sehe bei der geschilderten Sachlage durchaus Haftgründe, und zwar gleich mehrere. – M.E. wurde zum Nachteil der von Sven Arnt genannten Personengruppen vom entscheidenden Staatsanwalt das Ermessen extensiv ausgeschöpft. Die Vielzahl gleichgelagerter Fälle mit großzügig ausgelegtem Rechts-Ermessen lassen mich berechtigt ein System dahinter (politisch gewollt) vermuten.

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    • Peter Locke via Facebook

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      Rundblick Unna haben die keine Treppen im Präsidium …mit den Schild Vorsicht glatt

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    • Monika

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      Genau so hätte es sein müssen aber siehst ja

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  • Klara Neumann via Facebook

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    Hätte der liebe Mann seine Mahlzeit doch gleich bezahlt, so wie alle anderen Menschen auch.Na ja, so hat man immerhin einen weiteren Betrüger entlarvt. Wie sagt man Dummheit wird bestraft :-)

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  • Mike

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    Unser Rechtsstaat ist leider keiner mehr, er macht sich mit seinen Gesetzten und Strafen nur noch lächerlich und lädt quasi alle Kriminellen hierhin ein, in deren Heimatländern könnten sie sich so nicht benehmen, da gibt es drastische Strafen

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  • Jutta Fischer-Weber via Facebook

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    Sofort ins Flugzeug und nach Hause.

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  • Cora

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    Muss er jetzt auch für eine „Identität“ die Sozialleistungen zurück zahlen oder darf weiter kassieren?

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    • fürst

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      „…zurück zahlen….“ hahahahaha….
      Die Rück-Forderung wird wahrscheinlich (sicher ist das bei der gegenwärtigen Politik auch nicht) erhoben. Aber zurückgeleistet wird sicher nichts.

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      • Cora

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        dann verrechnen mit der 2 „Identität“ müsste machbar sein. Und schon ist man ihn los.

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    • Monika

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      Ja gute Frage

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  • Alexander Fiedler via Facebook

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    Krass ich bin letztens noch an genau diesem Fischstand vorbeigegangen, und dachte mir „die armen Schweine die dort arbeiten, für kein Geld der Welt würde ich mich da hinstellen“

    Andererseits ist diese Geschichte so aberwitzig, wenn du die nem Bahnhofsklatscher erzählt, der erwidert dir nur „das musst du dir ausgedacht haben du Nazi“, und das sogar eigentlich zurecht, denn wer in der Zivilisation aufgewachsen ist, der ist in der Regel kaum in der Lage sich eine solch dummdreiste Verhaltensweise bei einem anderen Menschen überhaupt vorzustellen…

    Alles läuft genau nach Plan !

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  • Cindy Kuncz via Facebook

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    Sofort Rückschein ausfüllen und abschieben!

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    • fürst

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      Ja, Cindy Kuncz, standrechtlich.
      Damit meine ich: Ohne weitere Erwägungen, sofortige Festnahme und ohne weiteres Verfahren spätestens einen Tag später weg.
      Diese Eigenmacht sollte die Polizei bekommen.

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      • Sven Arnt via Facebook

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        Das wäre aber deutlichst zu viel des Guten und tatsächlich mit einem Rechtsstaat nicht vereinbar. Ich habe da sicher auch eine eher harte Linie,aber sowas geht nicht. Allerdings sind die Verfahren optimierungsbedürftig. Letztlich nur durch 24 h Gerichte realisierbar. Wie das zu finanzieren und personell zu stemmen sein soll, das halte ich für fragwürdig.

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  • Marcus Stadel via Facebook

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    Der lacht jetzt noch…

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