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Aufregung um herrenlosen Koffer: Bahnhof Hamm 3 Stunden gesperrt

Große Aufregung heute Mittag am Hauptbahnhof Hamm – zum Glück ohne Grund. Ein herrenloser Koffer sorgte in den Mittagsstunden für eine kurzfristige Sperrung des Bahnhofs.

 Der Koffer stand auf einem Bahnsteig herum, kein Besitzer war weit und breit in Sicht. Deswegen schritt die Bundespolizei zu Sicherheitsmaßnahmen. Sie sperrte alle umliegenden Gleise sofort ab. Züge wurden über andere Gleise umgeleitet.

Bombenspezialisten der Polizei nahmen sich danach des verdächtigen Behältnisses an. Als sie den Koffer schließlich geöffnet hatten, fanden sie darin ganz normales Gepäck wie für eine Silvester- und Neujahrsreise: Kleidungsstücke, Silvesterfeuerwerk und ein paar Wunderkerzen.

Die ganze Aktion dauerte ca. drei Stunden. Am Nachmittag konnten die Züge wieder plangemäß fahren.

Der Eigentümer des verwaisten Koffers war bis zum Abend jedoch noch nicht ermittelt. Sollte es der Polizei noch gelingen, ihn ausfindig zu machen, könnte er für die Kosten des Einsatzes zur Rechenschaft gezogen werden.

Nach den Terroranschlägen von Paris am 13. November hatte es wiederholte Bombenalarme gegeben, die sich allesamt als unbegründet herausstellten. So drohte einmal ein verwirrter Mann an der TU Dortmund, ein Paket in die Luft zu sprengen (sein Inhalt war harmlos), ein anderes Mal wurde der Schwerter Bahnhof kurzzeitig gesperrt, weil an einen Radständer eine verdächtige Reisetasche angekettet war. Sie war leer. Vor Weihnachten sorgte außerdem ein verdächtiger Brief für Unruhe, der im SPD-Büro Hamm einging – eine Mitarbeiterin fühlte durch den Umschlag verdächtiges Pulver, so dass der Umschlag ungeöffnet ans Landeskriminalamt ging. Doch er enthielt lediglich eine Weihnachtskarte mit Glitzerstaub.

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