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Aufmarsch Rechts- und Linksradikaler Anfang Juni im Dortmund – Antifa will „hitzige Faust zeigen“

„Zeigen wir Deutschland und seinen Nazis mehr denn je die hitzige Faust und den kühlen Kopf!“ Am ersten Juniwochenende prallten in Dortmund Rechts- und Linksradikale aufeinander, die Polizei bereitet sich für einen Großeinsatz vor.

Für den Samstag (4. 6.) ist unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ ein Aufmarsch Rechtsnationaler angekündigt; dagegen hat sich bereits ein „antifaschistisches Bündnis“ gegründet, schreibt die „Antifaschistische Union Dortmund“ auf ihrem Blog. „Wir wollen jedoch schon am Vorabend demonstrieren, um unsere Kritik an den aktuellen Verhältnissen auf die Straße zu bringen.“

Damit gehen also am Freitagabend ab 18 Uhr am Dortmunder Hauptbahnhof die Linken auf die Straße und am Samstag die Rechten. Die Antifa-Union schließt gewalttätige Aktionen offenbar nicht aus: Man wolle „Deutschland und seinen Nazis“ die „hitzige Faust“ zeigen, kündigen die Linken in ihrem Aufruf auf. Diesen hat die Antifa UNited (Kreis Unna) über Facebook geteilt und ruft ihrerseits zur Teilnahme auf.

Den Antifaschisten geht es nach eigener Aussage „um mehr, als nur Nazis zu verjagen. So bestärkend ein antifaschistischer Erfolg auch sein mag, er bleibt letzlich nur eine lästige Aufgabe, die uns die Verhältnisse aufzwingen. Es geht um eine Gesellschaft, die erst gar keine Nazis und andere autoritäre Charaktere hervorbringt. Eine Gesellschaft, in der frei nach der Marxschen Definition von Gerechtigkeit jeder nach seinen Fähigkeiten und jeder nach seinen Bedürfnissen zu leben vermag. So unerreichbar uns das aktuell auch immer scheinen mag.“

Der „Aufruf zur linksradikalen Demonstration“ am 3. 6. in Dortmund steht unter der Parole: „Kampf der deutschen Zukunft – für ein besseres Morgen!“

Wie der WDR am heutigen Morgen berichtet, hat die Dortmunder Polizei die Protestaufrufe der Antifaschisten scharf im Auge. Protest gegen Neonazis sei gut und wichtig, so ein Sprecher. Aber Aufrufe zur Gewalt – auch gegen Polizisten – seien strikt abzulehnen. Das habe mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung nichts mehr zu tun.

Kommentare (16)

  • Sven Arnt via Facebook

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    Das wird insbesondere für die Polizei eine ganz bittere Zeit, die wir auch in der Vergangenheit schon erleben mussten, wo diese angebliche Antifa und vermummten Radikalen mit erheblicher Gewalt gegen die Polizei vorgegangen sind. Jetzt steht auch auf rechter Seite zu befürchten, dass wir neben radikalen Parolen auch Gewalt erleben werden. Und im Nachgang wird es wieder große Einigkeit darüber geben, dass es unerträglich ist, wenn wieder Rechte aufmarschieren, was natürlich außer Diskussion steht, aber ebenso groß wird wieder das Schweigen zur Gewalt der Linken sein. Es werden sich auch wieder zahlreich Leute aus der linken Szene und Politik finden, die wie immer der Polizei die Verantwortung für die Gewalt zusprechen und die Gewalt der linken Radikalen klein reden oder noch als legitim darstellen. Es wird das immer gleiche Schauspiel sein. Und am Ende sind Demokratie, friedliche Demonstranten, Bürger einer Stadt und die Polizei die Verlierer.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Vor allem dem Abschlusssatz bleibt – leider – nichts hinzuzufügen.

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    • Sven Arnt via Facebook

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      Ich sag es mal frei raus, die Blagen und möchtegern Linken, die sich auf Marx berufen und vermutlich noch nicht mal in das Kapital reingeschaut oder, falls doch, es nicht kapiert haben, denen sollte der Rechtsstaat mal ganz unmißverständlich die eiserne Faust zeigen. Ich frage mich woher die ihre Arroganz nehmen, stellvertretend für die deutsche Bevölkerung hier einen auf Revolution zu machen. Alles nur hohle Phrasen, irgendwie zusammengeschwurbelt. Selbst oftmals noch nie oder noch nicht gearbeitet, aber für das Proletariat sprechen wollen. Ist schon klar. Selbst mal malochen gehen, außer Gewalt, Zerstörung und dummen Sprüchen einen sinnvollen Beitrag zur Gesellschaft beisteuern. Nicht selten verwöhnte Wohlstandskinder, die nach Aufmerksamkeit schreien und das Echo nicht vertragen, wenn sie es mit Gewalt tun. Es tut mir leid, aber ich finde keinen positiven Ansatz mehr nach den Jahrzehnten mit denen. Dialog ist mit Menschen, die ein derart geschlossenes Weltbild haben auch sinnlos. Ist komischerweise bei den Rechten Fanatikern nicht anders. Schade eigentlich, dass da so viel Energie und Enthusiasmus für einen solchen Bullshit verpulvert wird. Dabei könnte man auf anderen Wegen auch mal ernsthaft was verändern…. Aber darum geht es vielleicht nicht, sondern nur um das Abenteuer mal auf Revolution zu machen.

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      • fürst

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        Den Kommentaren von Sven Arnt, Stefanus Maxus und Dagobert voll zustimmend, möchte ich nur noch anmerken, daß das Denken und Handeln der von Sven Arnt genannten „Blagen“ m.E. die Ergebnisse extrem links orientierter Schulen/Pädagogen sind, die ich bekanntlich als „Brutstätten“ der Linksextremen erachte.

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    • Stefanus Maxus via Facebook

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      Sven Arnt: Dem ist nichts hinzuzufügen. Nur soviel, als klassenbewusster Proletarier kann man auf die „Befreiungsversuche“ besoffener, arbeitsscheuer Wohlstandsblagen gut verzichten. Aber das wird der „runde Tisch zur Organisation linker Gewalt in Unna“ wohl anders sehen…

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      • fürst

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        SDtefanusMaxus: Meine Bewunderung für diese Formulierung: „… „runde Tisch zur Organisation linker Gewalt in Unna“ ….“

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    • Sven Arnt via Facebook

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      Auf die Rechten, die vermeintlich unser Land retten wollen, kann ich als Deutscher allerdings auch super verzichten, aber ich denke auch das versteht sich von selbst.

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  • Dagobert

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    Eine vollkommen unnötige Aktion, von beiden Seiten. Mir tun in erster Linie die Polizisten leid, die hierfür Ihren Kopf hinhalten müssen und ihr Leben zwischen den Fronten riskieren. Ich bin dankbar, dass es noch jungen Menschen gibt, die bereit sind, diesen harten und undankbaren Beruf auszuüben.

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    • fürst

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      Sehr richtig, Dagobert, wieder einmal.
      Angeblich soll jetzt die Polizei verstärkt werden, wollen die etablierten Parteien „für mehr Sicherheit und weniger Steuern“ sorgen.
      Damit will man nun Einfluß auf die nächsten Wahlen nehmen. „Bauernfängerei“.

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  • wierumer

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    Auch zu diesem Kommentar meine volle Zustimmung

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Das sind doch Leute, denen es nicht um linke- oder rechte Prinzipien geht, die wollen nur Randale machen. Sowas bringt nur Leid und Ärger. Davon hat wirklich niemand einen Vorteil.

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  • Marcus Stadel via Facebook

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    Warum immer in Dortmund ? Berlin, da macht man sowas !

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  • luenne

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    das wäre doch die erste möglichkeit die bodycams einzusetzen und mit den videos hinterher mal zeigen wer wie was passiert ist.
    alternativ gar keine polizei schicken sollen sich doch die bekloppten prügeln.
    dann sind sie eventuell hinterher zufrieden oder von ihrem denken „geheilt“ …
    wäre sowieso das beste die treffen sich irgendwo auf einem acker anstatt in der stadt.

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