Rundblick-Unna » Auf Wall und B1: Großkontrolle gegen Raser, Tuner und „Klappstuhlsitzer“

Auf Wall und B1: Großkontrolle gegen Raser, Tuner und „Klappstuhlsitzer“

Und auch die Klappstuhlsitzer wurden wieder sanktioniert – mit 100 Euro Strafe pro Sit-In: Mit einem großen Aufgebot hat die Dortmunder Polizei gestern Abend und heute Nacht Raser und Tuner auf dem Wall und auf der B1 kontrolliert.

Verstärkt waren die Polizeibeamten durch Einsatzkräfte der Stadt Dortmund und einen Kfz-Sachverständigen. Auf der B1 (im Innenstadtbereich) zogen sie direkt einen Raser mit 131 Sachen aus dem Verkehr, der seinen Führerschein gar nicht mehr abliefern musste – er hatte keinen.

Streifenwagen, Motorräder und zivile Einsatzfahrzeuge durchkämmten den Verkehr, um „rennwillige“ Fahrer und Fahrerinnen rechtzeitig aus dem Verkehr zur Kontrollstelle zu lotsen, meldet die Polizei in einer heutigen ersten Zusammenfassung des Einsatzes. Raser bekamen in den Kontrollstellen eine direkte Ansprache durch die Einsatzkräfte und wurden entsprechend sanktioniert.

Auch Tuner und Fahrer mit offensichtlich schnellen und lauten Fahrzeugen wurden an den Ostwall gelotst. Dort nahmen die Polizeibeamten die Fahrzeuge, Papiere und auch die Fahrer näher in Augenschein. Mitarbeiter der Stadt Dortmund kümmerten sich derweil um Zuschauer, die es sich mit mitgebrachten Klappstühlen Stühlen nahe dem Wall bereits bequem gemacht hatten. Ein ähnlicher Einsatz wegen der Zweckentfremdung öffentlicher Verkehrsflächen neulich auf Phoenix-West hatte für Hohn, Spott und weithin Unverständnis gesorgt (wir berichteten).

Die Polizei stellt zu ihrer Großaktion fest: „Hintergrund der breit angelegten kooperativen Kontrolle sind permanente Regelverstöße, eine steigende Rücksichtslosigkeit von Verkehrsteilnehmern und die sogenannten Begleiterscheinungen wie z. B. die Vermüllung öffentlicher Plätze und Ruhestörungen. Wir wollen gezielt diejenigen treffen, die bewusst und regelmäßig zu hohe Geschwindigkeiten wählen und rücksichtslos die Gesundheit anderer damit gefährden. Wir fordern den Respekt vor dem Leben – zur Not auch über den Geldbeutel der Raser!“

Eine exakte Auflistung der festgestellten Verstöße gibt´s im Verlauf des Wochenendes.

Kommentare (7)

Kommentieren