Rundblick-Unna » Auf gepackten Koffern: Neues Förderschulkonzept startet im August – Kreis wirbt dafür

Auf gepackten Koffern: Neues Förderschulkonzept startet im August – Kreis wirbt dafür

„Die Umzugsvorbereitungen laufen auf Hochtouren“, verkündet der Kreis. Das neue Förderschulkonzept werde wie geplant nach den Sommerferien greifen. „Die Kinder und Jugendlichen können ab August in ihre neuen Schulen gehen.“ Aufgelöst werden damit allerdings zum 31. Juli:

die Harkortschule in Königsborn und die Sodenkampschule Fröndenberg, außerdem fünf weitere Schulen im Nord- und eine im Südkreis: Barbaraschule Werne, Albert-Schweitzer-Schule Bergkamen, Friedrich-Ebert-Schule Lünen, Pestalozzischule Selm, Käthe-Kollwitz-Schule Kamen-Heeren, Schule an der Ruhr Schwerte.

Der Kreis wirbt anlässlich der jetzt nahen Umsetzung nochmals für sein neues Konzept, dass künftig Förderschulzentren im Süd- und Nordkreis vorsieht. „Trotz sinkender Schülerzahlen sollen Eltern von Kindern mit Förderbedarf auf lange Sicht ihr Wahlrecht behalten und mit weiterhin relativ kurzen Wegen zu Förderschulen eine Alternative zur Regelschule haben“, argumentiert die Kreisverwaltung. „Das ist der Hintergrund für den aktiven Umbau der Förderschullandschaft, den der Kreis Unna gemeinsam mit den Städten und Gemeinden in den vergangenen Monaten vorangetrieben hat.“

Harkortschule

Wie berichtet, gehen damit im August zwei Schulstandorte für die jüngeren Schüler im Primarbereich an den Start – und zwar in Fröndenberg und Bergkamen.

Für die älteren Schüler in der Sekundarstufe I nehmen zur selben Zeit zwei Förderschul-Zentren den Betrieb auf: eines in Unna und eines im Norden des Kreises mit zwei Teilstandorten in Lünen und Selm. Die Trägerschaft übernimmt jeweils der Kreis.

Die Besetzung der Schulleiter-Stellen, bei der die Bezirksregierung Arnsberg federführend sei, stehe kurz vor dem Abschluss, teilte die zuständige Sachgebietsleiterin Anja Seeber jetzt im Ausschuss für Bildung und Kultur mit.

Weil sich mit den neuen Standorten auch Schulwege ändern, seien die Eltern inzwischen angeschrieben.


Parallel mit der Umstrukturierung der Förderschullandschaft melden zunehmend Eltern ihre Kinder wieder an regulären Förderschulen an, weil sie mit der Umsetzung der Inklusion nicht zufrieden sind: Hier die Link zu unseren letzten beiden Berichten dazu:

http://rundblick-unna.de/elternprotest-in-duesseldorf-lernbehinderte-kinder-durch-inklusion-systematisch-benachteiligt/

http://rundblick-unna.de/inklusions-ernuechterung-immer-mehr-kinder-mit-behinderungen-wechseln-an-foerderschulen/

 

 

Kommentare (5)

  • Katja Mette via Facebook

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    Das immer mehr Eltern doch wieder zum herkömmlichen Konzept zurück schwenken wundert mich keinesfalls.

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  • Chrissy Westh via Facebook

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    auf der einen Seite ist das OK – allerdings auf der Basis der Inklusion find ich es Schade. Somit werden genrell die Kids gesellschaftlich „unter sich sein“. Wäre meines Erachtens nicht so doll. :(

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  • Re Gina via Facebook

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    mein Sohn war bereits auf 2 Förderschulen, die ihm nicht wirklich viel gebracht haben. Seit 2014 ist er zur dritten Förderschule gewechselt und das ist das Beste gewesen, was ihm/uns passieren konnte und dort bleibt er auch mindestens noch bis 2018. Er und wir Eltern fühlen uns dort richtig wohl und sehr gut betreut . Inklusion käme für meinen Sohn nicht in Frage.

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  • Melina Mroncz via Facebook

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    Nicole Höhling

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