Rundblick-Unna » Auch Tanke in Weddinghofen überfallen: Räuberischer „Kobold“ für 9 Jahre in den Bau

Auch Tanke in Weddinghofen überfallen: Räuberischer „Kobold“ für 9 Jahre in den Bau

Bizarr mit einer grünen Koboldmaske vor dem Gesicht überfiel ein 22jähriger Duisburger im Frühjahr serienweise Tankstellen im Ruhrgebiet, darunter auch eine in Bergkamen-Weddinghofen. Heute wurde der „Kobold“ verurteilt. Das Landgericht Duisburg schickt den jungen Kriminellen für 9 Jahre hinter Gitter. Für sechsfache räuberische Erpressung, durchgeführt in 6 Wochen.

Bei seinen Überfällen auf Tanken in Weddinghofen, Duisburg, Sonsbeck und Mühlheim war der 22Jährige jedes Mal wie ein grüner Kobold maskiert. Er erbeutete rund 5000 Euro plus Zigaretten.


Rückblick:

Der grüne Kobold schlug am 25. März abends in Bergkamen zu, überfiel die Tankstelle an der Schulstraße. 3 Monate später nahm die Polizei in Duisburg einen 22-jährigen Tatverdächtigen und zwei Komplizen fest. Die zwei gestanden sofort die Beteiligung an insgesamt sechs Überfällen, der Haupttäter schwieg sich zunächst aus.

Der modus operandi war bei allen Überfällen identisch: Mit einem schwarzen Schreckschussrevolver bewaffnet betrat der Täter die Tankstellen und schoss ohne Vorwarnung in die Luft. Daraufhin forderte der ‚Kobold‘ Bargeld und Tabakwaren von den Tankstellenmitarbeitern. Nachdem das Bargeld und die Tabakwaren in eine Plastiktüte verstaut wurden, verließ der Täter den Laden und stieg in ein „schmiere“ stehendes Fahrzeug mit gestohlenen Kennzeichen. Im Rahmen der Ermittlungen des Kriminalkommissariats 31 konnte festgestellt werden, dass die entwendeten Kennzeichen ebenfalls bei zwei Tankbetrügen in Mülheim an der Ruhr benutzt wurden und das der Täter die gleiche Oberbekleidung trug.

Dadurch erhärtete sich der Verdacht gegen zwei polizeibekannte Tatverdächtige. (22/19) Der 22-jährige Haupttäter wurde daraufhin an seiner Wohnanschrift in Duisburg / Meiderich durch Polizeibeamte festgenommen werden. Bei ihm konnte die grüne Koboldmaske aufgefunden und sichergestellt werden.

Nachdem der 19-jährige Mittäter, der Fahrer des Fluchtfahrzeugs, festgenommen wurde, ergaben sich Hinweise auf einen dritten Tatverdächtigen (22), der ebenfalls festgenommen werden konnte. Der Hauptverdächtige wanderte in Untersuchungshaft.

EK Kobold

Kommentare (1)

  • Helmut Brune

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    Dann kann er sich im Knast jetzt ja selbst erschrecken, wenn er an einem Spiegel vorbei geht.

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