Rundblick-Unna » „Auch ländlicher Raum wird sicherer“: 2 neue Tarifkräfte sollen Polizei Unna entlasten

„Auch ländlicher Raum wird sicherer“: 2 neue Tarifkräfte sollen Polizei Unna entlasten

Der ländliche Raum bleibt bei der Aufstockung der Polizeipräsenz außen vor? Das stimmt nicht, widerspricht der Massener SPD-Landtagsabgeordnete Hartmut Ganzke den Vorwürfen der Polizeigewerkschaft (wir berichteten). „Die Kreispolizeibehörde Unna bekommt zusätzlich zwei Tarifbeschäftigte“, so Ganzke. Also keine zusätzlichen Polizeibeamten, sondern Verwaltungsleute, die die Polizisten entlasten, so dass diese sich mehr ihrer eigentlichen Polizeitätigkeit widmen können.

Insgesamt 500 Polizisten will Innenminister Jäger  zur Stärkung der Inneren Sicherheit zusätzlich einsetzen. 400 sind freilich für acht Großstädte mit besonderen Kriminalitätsbrennpunkten vorgesehen, darunter Dortmund.

Hartmut Ganzke, Abgeordneter für den Wahlkreis Unna I.

Hartmut Ganzke, MdL SPD.

„Dafür wurde einerseits die Möglichkeit geschaffen, dass Polizeibeamte, die kurz vor der Pensionierung stehen, ihren Dienst freiwillig um bis zu drei Jahre verlängern“, skizziert Ganzke das Vorhaben seines  Ministers noch einmal. „In den Schwerpunktbehörden – Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen und Köln – werden außerdem 250 zusätzliche Verwaltungsstellen geschaffen. Diese sollen die Polizisten bei Verwaltungstätigkeiten entlasten, so können sie verstärkt ihre operativen Aufgaben auf der Straße wahrnehmen.“

Dabei soll die polizeiliche Präsenz und ebenso die Ermittlungsarbeit der Kripo gestärkt werden. Schwerpunkte sind Straßen- und Eigentumskriminalität inklusive Sexualdelikten und Wohnungseinbruchsdiebstahl, so Ganzke.Die Polizei bleibt in der Fläche stark“, verteidigt der SPD-Abgeordnete das Konzept seines Innenministers. „Es gibt keine Umverteilung zu Lasten des ländlichen Raumes.“

Die zunächst befristete Zuweisung der zusätzlichen Stellen erfolgt nach Verabschiedung des 1. Nachtrags zum Haushalt 2016.

Kommentare (19)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Für mich Unverständlich. Es muss Polizei her, die vor Ort handelt und die kriminalität zurückdringt.

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  • Oskar B.

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    Also, was sind das für Beruhigungspillen für die Bevölkerung ?!? Zwei neue Angestellte und in der selbem Zeit gehen 10 in Pension/Rente…. Solche „Erfolge“ sollen die Bürger jetzt in Sicherheit wiegen ?!
    Sagen Sie doch mal die ganze Wahrheit. Und genau das ist es, was die Gewerkschaft doch immer sagen will. Da helfen nicht zwei Angestellte !!!!! auf 500 Beschäftigte. Die zwei dürfen sich jetzt aussuchen, in welcher der 9 kommunen im kreis sie unterstützen wollen ?!?
    Ich denke, die Polizei unna weiß nicht, ob sie bei der Aussage des SPD Politikers lachen oder weinen soll. Nur gut, dass die Gewerkschaftler oft ein rotes parteibuch besitzen und so eine Unterstützung im personalbereich erfahren ;-)))

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  • Mike

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    Ich weiß jetzt nicht ob ich lachen oder weinen soll, glauben die Politiker eigentlich noch selber was sie sagen. 2 Verwaltungskräfte aka Schreibtischkräfte. Wieviele sind das pro Schicht ??? Tropfen auf den heißen Stein, vorallem befristet !
    Erst Recht daß länger gearbeitet werden soll anstelle Rente.
    Und die Polizei ist in der Fläche stark ??? Ja warum haben wir dann bitte diese massive Einbruchswelle ???
    Es wird Personal gebraucht und das kommt nicht in ausreichender Zahl, ergo kaum bis keine Besserung.

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  • Sibylle Weber via Facebook

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    Nur mal so zum Nachrechnen: Die Kreispolizeibehörde Unna ist für alle Kommunen im Kreisgebiet außer Lünen zuständig. Das ergibt pro Stadt 2/9 Beamte mehr und wird demnach zu exorbitant steigender Sicherheit beitragen. ???

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Gut gerechnet, Sibylle Weber… mit einem kleinen Rechenfehlerchen 😉 – es werden der KPB Unna ja gerade NICHT zwei neue BEAMTE zugewiesen, sondern Tarifbeschäftigte für Verwaltungsaufgaben.

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    • Sibylle Weber via Facebook

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      Richtig, aber durch die Einstellung von zwei Verwaltungsmitarbeitern sollen doch zwei Beamte mehr „auf die Straße“. Oder habe ich das falsch verstanden!?

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      • Mike

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        Das wird nicht funktionieren, 2 Leute für den ganzen Kreis, die Polizei fährt mehrere Schichten, Polizisten sind immer zur zweit auf Streife, letztendlich wird dadurch wohl 0,1 Mannstärke mehr auf der Straße zur Verfügung stehen, denn letztendlich müssen die Beamten ihre Berichte selber schreiben etc.
        Die zwei Kräfte können sicherlich etwas entlasten, das dürfte aber wohl höchstens nur dazu führen, daß evtl. minimal weniger Überstunden anfallen, im Endeffekt werden die Beamten etwas entlastet, auf der Straße wird davon leider wohl nicht viel ankommen, 2 Personen sind einfach viel zu wenig, es gleicht ja nichtmal den Verlust durch Rente usw. aus.

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      • Flo

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        Eigentlich schon. Aber diese zwei Beamte für den Außendienst gehen früher oder später ebenfalls in Pension und dann haben wir das Problem, daß es wieder 2 Beamte zu wenig gibt. Also besser und intelligenter ist diese Idee bestimmt nicht.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Sibylle Weber – das würde ja voraussetzen, das momentan zwei Beamte der KPB Unna den lieben langen Arbeitstag nur mit Verwaltungsaufgaben beschäftigt sind. So ist es aber – dem Vernehmen nach – nicht. Ob diese beiden zusätzlichen Bürokräfte komplett die Tätigkeit für zwei Polizeibeamte freischaufeln, verrät uns der Innenminister nicht – er spricht nur von „Entlastung“ der Beamten.

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    • Sibylle Weber via Facebook

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      Wenn das dann NOCH weniger als 2/9 pro Kommune sind, bleibt der Sinn der Übung fraglich.

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      • Flo

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        Was genau ist mit dem sagenhaften 2/9 gemeint?????????

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    • Rundblick Unna via Facebook

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  • Tanja Nolte via Facebook

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    Wenn die 2 Neuen Batman und Robin heißen, vielleicht. (Ich hätte ja Batman und Superman geschrieben, aber die zwei liegen sich offensichtlich in den Haaren und Zickenkrieg brauchen wir nu auch nicht.)

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  • Axel Ehwald

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    2/9 Tarifbeschäftigte für Verwaltungsaufgaben für die Polizeiwache in Schwerte, die die dortigen Polizeibeamten entlasten sollen. Ich war im März 2014 bei einem Vortrag von Herrn Volkmer ( damaliger Leiter der Polizeiwache in Schwerte ) und lernte, in Schwerte gibt es 3 Dienstgruppen mit jeweils 10 uniformierten Beamtinnen/Beamten, den Verkehrsdienst und die Kriminalpolizei. Ich konzentriere mich mal auf die 3 uniformierten Dienstgruppen. Die Beamtinnen und Beamten haben pro Woche ihre 2 freien Tage, selbstverständlich ihren Jahresurlaub, fahren bestimmt auch mal zur Fortbildung und werden eventuell auch mal krank. Bis zum letzten Quartal 2014 gab es in Schwerte 3 städtische Unterkünfte für Flüchtlinge/Asylbewerber. Aktuell soll es ca. 15 städtische Unterkünfte geben. Wie personell aufwendig für die Polizei z. B. eine Abschiebung ist, war am 25.11.2014 zu beobachten, als gegen ca. 06.00 Uhr 3 Streifenwagen vor eine städtische Unterkunft rollten und 3 Personen abgeholt wurden und ca. 30 Minuten später mit Gepäck in die 3 Streifenwagen stiegen. Wenn ich alleine bei diesem Thema die zusätzliche Arbeit für die Polizei berücksichtige, dann sind 2/9 Tarifbeschäftigte wirklich nicht viel. Es gibt leider kaum Pressemitteilungen der KPB Unna zu Einsätzen in städtischen Unterkünften. Die Informationen die ich habe, deuten aber auch auf Einsätze in den städtischen Unterkünften hin. – “ Beerdigen “ – muss ich wohl meine Hoffnung auf eine Fahrradstaffel bei der KPB Unna ( die Polizei Dortmund hat kürzlich noch die Anzahl der Beamten bei der Fahrradstaffel auf 10 verdoppelt ) Eine Fahrradstaffel der KPB Unna könnte z. B. auf dem RuhrtalRadweg ( wird jährlich von ca. 1 Million Fahrradfahrern zwischen Winterberg und Duisburg benutzt ) in Fröndenberg und Schwerte mal für Ordnung sorgen. Schade. Verbessert hat sich, MdL Hartmut Ganzke – “ likt “ – in der jüngeren Vergangenheit häufiger die Facebook – Seite der SPD in Schwerte, als in den Jahren davor. Ich fahre in der nächsten Zeit mal besser nicht nach Haus Opherdicke und Unna. :-)

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  • Axel ehwald

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    Hätte ich ja fast vergessen, vielleicht muss ich wegen Personalmangel auch meine Hoffnung – “ beerdigen “ – , das die KPB Unna eine eigene Facebook – Seite bekommt. Ich bin von der Facebook – Seite nicht nur der Polizei in Dortmund so begeistert. Direkter Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern und kostenlos gibt es für die Polizei auch ein Feedback. MdB Oliver Kaczmarek ( SPD ), MdB Hubert Hüppe ( CDU ) , MdL Susanne Schneider ( FDP ) , MdL Herbert Goldmann ( B90/Di e /Grünen ) usw. aus dem Kreis Unna haben eine eigene Facebook – Seite und der Kreis Unna selbst auch. Vielleicht klappt das ja doch noch mit der KPB Unna. :-)

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    • Axel Ehwald

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      Sorry, wie konnte ich bloß die Facebook – Seite von MdL Hartmut Ganzke vergessen ?

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  • Markus Antonius

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    Rote Volksverdummung: Beamte kurz vor der Rente und Schreibtischhengste stellen für durchtrainierte jugendliche Intensivstraftäter keine Bedrofhung dar. Die lachen sich doch angesichts dieses „Volkssturms“ kaputt und fühlen sich zusätzlich motiviert, plündernd durch NRW zu ziehen. Gut, dass Ganzkes Partei gerade ihr all time low in der Wählergunst erfährt.

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Kurze Erinnerung: Wir waren – bei der Erstmeldung von Minister Jägers Personaloffensive – offensichtlich zu optimistisch: http://rundblick-unna.de/von-500-zusatzpolizisten-fuer-nrw-gehen-400-in-grossstaedte-rechnerisch-3-fuer-kreisbehoerde-unna/

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  • Flo

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    Ja immer diese Besser Menschen. Natürlich wird es in Zukunft viele Polizei Streifen geben und natürlich werden deutlich mehr Polizisten eingestellt und alles wird super.Ja Leute mal aufwachen. Nichts wird besser. Da ist doch wohl klar. Kein Geld ist da und kein Wille etwas zu ändern.

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