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Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive lernen Deutsch bei der Werkstatt

Verständigung soll Türen öffnen. Ab Montag lernen bis zu 40 Asylbewerber aus Syrien, Irak, Iran und Eritrea in zwei Gruppen Deutsch. Die Werkstatt im Kreis Unna macht dieses Angebot in Bönen. 320 Unterrichtsstunden sind vorgesehen. „Die Menschen sollen lernen, sich im Alltag zu verständigen, Zugänge zum Leben in Deutschland zu finden. Das ist die Basis für Integration“, sagt Marion Velikonja,
Abteilungsleiterin bei der Werkstatt.

Der Bildungsträger hat für den Sprachkurs zwei Lehrkräfte eingestellt: Sprachwissenschaftlerin Anna Ortmann und Integrationsberater Ismail Akyol. „Beide haben selbst Migrationshintergrund und sind daher nicht nur fachlich bestens geeignet, sondern können sich auch gut in die Situation der Menschen hineinversetzen“, erklärt die Werkstatt.

Von den etwa 230 Asylbewerbern in Bönen erfüllen rund 50 die Voraussetzungen: Sie müssen aus Ländern mit guter Bleibeperspektive kommen (Syrien, Irak, Iran, Eritrea), eine Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender vorweisen, und sie dürfen keine „verwertbaren“ deutschen Sprachkenntnisse haben. „Wir werden zwei Gruppen unterrichten: Jene, die das Alphabet und Englisch können und jene, die diese Kenntnisse nicht haben“, erklärt Ismail Akyol. Und Anna Ortmann ergänzt: „Weil für uns ebenfalls Deutsch eine Fremdsprache ist, unterrichten wir nicht nur im Frontalunterricht, sondern mit Spielen, Erlebnispädagogik und in alltäglichen Situationen.“

Einige der Asylbewerber waren bereits kurzzeitig in Sprachkursen, die Ehrenamtliche oder die VHS anboten. An diesem Sprachunterricht können Menschen aller Herkunftsländer teilnehmen. Weil dort jetzt Plätze
frei werden, haben wieder andere die Chance, Deutsch zu lernen.

Den Einstiegskurs „Deutsch für Asylbewerber“ bezahlt die Arbeitsagentur. Die Räumlichkeiten stellt die Gemeinde Bönen zur Verfügung.

Werkstatt Sprachkurse

Sprachwissenschaftlerin Anna Ortmann und Integrationsberater Ismail Akyol geben ab Montag Asylbewerbern aus Syrien, Eritrea, Iran und Irak an fünf Tagen in der Woche Sprachunterricht.

Kommentare (3)

  • Wutbürger Fürst

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    „…Den Einstiegskurs „Deutsch für Asylbewerber“ bezahlt die Arbeitsagentur….“ bzw. der Beitrags- und Steuerzahler u.a. durch sich voraussichtlich erhöhende Abgaben zur Arbeitslosenversicherung pp.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Ja, genau das tut er, damit diese Kursabsolventen die Möglichkeit bekommen, zeitnah selbst in die Arbeitslosenversicherung einzuzahlen.

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      • Cora

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        das ist so OK, ohne Sprachkenntnis können Die sich nicht selbst „versorgen“ und viele möchten das. Gibt den ehrlichen eine Gelegenheit hier zu leben.

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