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Armer schwarzer Kater… für bewusstes Überfahren droht hohe Strafe

Offenbar bewusst auf die querende Katze auf dem Beethovenring draufgehalten und sie überfahren: Was in unserer Community gestern einen Sturm der Entrüstung auslöste, kann – immerhin – mit empfindlichen Strafen geahndet werden.

Wie berichtet, hatte eine Zeugin morgens um 7 Uhr entsetzt mit angesehen, wie ein Autofahrer – bzw. soll eine Frau am Steuer gesessen haben – auf eine schwarze Katze „draufhielt“, die gerade die Fahrbahn überquerte. Der Pkw-Fahrer/die Fahrerin soll sogar noch Gas gegeben haben.

(http://rundblick-unna.de/mit-vollgas-auf-katze-draufgehalten-weitergefahren/)

Das verletzte Tier schleppte sich zum Westfriedhof, wo eine andere Unnaerin es wenig später fand, tot. Sollte die unbekannte Autofahrerin noch gefunden werden, wäre der Fall rein rechtlich nicht nur mit „Sachbeschädigung“ abgetan:

Zwar definiert das Strafgesetzbuch (§ 3) ein Tier als „Sache“ (Tierschützer haben erfolglos gegen diese Begrifflichkeit protestiert), aber zugleich gilt in Deutschland das Tierschutzgesetz.  Tierquälerei ist danach laut § 17 eine Straftat. Geldstrafe und sogar Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren drohen, wenn jemand ein Wirbeltier „ohne vernünftigen Grund tötet oder einem Wirbeltier …. aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt“. Im bayrischen Zittau wurde im Januar 2011 ein Autofahrer zu 2400 Euro Geldstrafe wegen des Überfahrens einer Katze verurteilt. Im Gegensatz zu den vorherigen Autofahrern bremste er nicht für die spielende Miez, sondern gab Gas und tötete das Tier. Das brachte den Eigentümern zwar nicht das geliebte Tier zurück, kam aber wenigstens den rohen Tierquäler teuer zu stehen.

Ein Leser wies gestern freilich auch auf die Konsequenzen plötzlichen Abbremsens hin. „Einfach so Bremsen darf man nicht, das kann man nur riskieren, wenn man die Chance und Zeit hat, vorher zu prüfen ob wirklich niemand hinter einem ist und niemand durch ein Bremsmanöver geschädigt werden kann“, mahnte er und gab folgenden Link mit: http://www.refrago.de/Abbremsen_fuer_Tiere_Darf_man_als_Autofahrer_fuer_Katze_Fuchs_Hase_Taube_oder_Wildente_auf_der_Strasse_bremsen.frage200.html

Das gestern auf dem Ring überfahrene Tier war ein stattlicher Kater, pechschwarz, sehr groß, mindestens 6 Kilo schwer, mit leuchtend grünen Augen und unkastriert. Leider auch weder tätowiert noch gechipt, wie sich bei Tierarzt Dr. Neuhaus herausstellte. Die Tierarztpraxis überfürwortete den toten Kater an den Kreis Unna.

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Maik Wolff Strafe ich glaub ich lese falsch sind da nicht 50 km/h erlaubt. Da zeigt sich Tiere gehören nicht in die Stadt…

Rundblick Unna Ja, am Ring gilt Tempo 50. In den Nebenstraßen laufen viele Katzen herum.

Isabell Wiese Das hat damit doch nichts zu tun! Wenn ich sehe das eine querende Katze die Straße betritt und ich noch die Möglichkeit habe langsam zu bremsen, dann sagt mir mein gesunder Menschenverstand auch, dass ich das tun sollte.
Zudem steht in dem Bericht, dass diese Katze anscheinend BEWUSST überfahren wurde und sowas ist einfach herzlos. Es gibt einfach viel zu viele widerliche Menschen.

Rundblick Unna Die Zeugin, die es gestern mit ansah, hatte in der Tat den Eindruck, dass es bewusst geschah, was sie ja so fassungslos machte. Zudem hielt die Fahrerin/der Fahrer danach nicht an. Das tat ein anderer Autofahrer, der sich bisher aber nicht gemeldet hat.

Isabell Wiese Unfassbar sowas.. Aber anhand mancher Kommentare hier gäbe es ja wohl einige Autofahrer, die das Tier eiskalt überfahren hätten, weil Tiere ja angeblich nichts in der Stadt zu suchen haben.. Um dies zu verhindern müsste man die Städte komplett umzäunen. Und das wird niemals passieren.
Ich hoffe die Zeugin hat sich das Kennzeichen von dem Fahrer merken können, denn so könnte er oder sie ja ziemlich schnell identifiziert werden.

Rundblick Unna Isabell Wiese, leider hat sie sich das Kennzeichen in der Hektik nicht merken können.

Re Gina solange Tiere nur als „Sache“ betrachtet werden, wird es wohl kaum eine hohe Strafe geben. Eine Sache kaputt zu machen ist eben nur eine Sachbeschädigung…..Würden aber Tiere endlich mal als Lebewesen anerkannt , könnte die Strafe, in diesem Fall, wohl als versuchten Mord oder Totschlag ausgelegt werden. Ich hoffe, dieser/m widerliche/n Autofahrer/in wird irgendwann die gerechte Strafe bekommen 😡 😡 😡

Rundblick Unna Es ist im Bericht ein Fall aufgeführt, in dem immerhin eine 4stellige Geldstrafe verhängt wurde.

Re Gina 4 stellige Geldstrafe ist n.m.M. noch viel zu wenig. Führerscheinentzug für 1 Jahr plus 100 Sozialstunden in einem Tierheim ableisten müssen ! Dann wird dem Fahrer / der Fahrerin vielleicht mal bewusst, was er/sie getan hat.

Rundblick Unna Persönlich absolut deiner Meinung, Re Gina. Aber man muss ja schon froh sein, dass solche Fälle überhaupt Konsequenzen haben, wenn es „nur um ein Tier“ geht (immer wieder Kopfschüttel).
Maik Wolff Haltet Eure Tier da wo Sie hin gehören. @ Re Gina Realitätverlust im Großen Still
Rundblick Unna Maik Wolff, Re Gina – Schluss bitte, keine privaten Scharmützel! Danke euch beiden.

Rundblick Unna Danke schön.

Arndt Schulte Was für eine Schweinerei solche Menschen haben definitiv keine Daseins Berechtigung. Das schlimmste ist das das bei weitem kein Einzelfall ist und bleiben wird. Mir persönlich ist es auch völlig unerklärlich was es diesen Menschen bringt ein Tier zu töten.

Maik Wolff Isabell kein ordentlicher Mensch macht das mit Absicht und deine Unterstellung ist fehl am Platz. Die Tierheime sind voll mit jungen Katzen von Katzen von liebenden Katzenbesitzern die es nicht schaffen sie zu kastrieren oder stilleriersen. Es sind aber immer die Anderen. P.s. Gott hab Sie selig.

Joachim Jürgens Tiere gehören nicht in die Stadt? Ich muss mich sehr zusammen reisen, wenn ich solch eine unschlagbar dumme Aussage (sorry) zu lesen bekomme.
Weitere Ausführungen erspare ich mir an dieser Stelle lieber…

Rundblick UnnaMaik Wolff: kein ordentlicher Mensch, da hast du Recht. Es gibt aber leider auch – nicht wenige – andere. Zu deiner Schlussbemerkung: Zustimmung. Auch dieser stattliche Katermann war nicht kastriert, nicht gechipt und nicht tätowiert. Doch alles ist keine Rechtfertigung dafür, nicht achtsam auf jedes ! Lebewesen auf den Straßen zu schauen.
Isabell Wiese Maik, ich habe auch nicht von ordentlichen Menschen gesprochen, denn ein ordentlicher Mensch würde so etwas nicht tun.
Dein Kommentar hat mit dem eigentlichen Problem gar nichts zu tun. Vielmehr stört mich die Aussage, dass du behauptest, dass Tiere nicht in die Stadt gehören. Soll man alle Tiere außerhalb von Städten halten? Sprich auf dem Lande? Dafür wäre gar kein Platz. Und ich bleibe bei der Ansicht, dass ein Mensch, der sowas absichtlich macht einen widerlichen Charakter hat.

Isabell Wiese Rundblick Unna genauso sehe ich das auch. Das ist das was ich damit ebenfalls meinte.

Rundblick Unna Das war auch eigentlich nicht misszuverstehen, Isabell Wiese.
Thomas GragenErst sind es die Tiere die nicht in die Stadt gehören und dann?
Vielleicht unsere Kinder? Die machen ja nur Lärm! Oder die alten? Die Unsere Rente verballern! Erst nachdenken dann schreiben! Ohne diese Tiere hätten wir eine Ratten und Mäuseplage vom feinsten.
Marvin BennaMaik Wolff, du scheinst ja echt nen ganz schönen Schaden zu haben

Kommentare (8)

  • Mike

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    Wenn es Absicht war, warum hat die Zeugin dann nicht die Polizei eingeschaltet ???

    Letztendlich wird hier ein Autofahrer auf Grund der Aussage an den Pranger gestellt und gandenlos in den sozialen Verdummungsmedien an den Pranger gestellt, das Ganze wurde aber in keinster Weise durch die Polizei verifiziert ob es Absicht war oder ein Unfall.

    Auch dies an den Pranger stellen ist strafrechtlich relevant !

    Wenn es denn so war wie beschrieben, Katze rennt über die Straße und der Autofahrer bremst nicht, hat sich der Autofahrer vollkommen korrekt verhalten, lernt man so auch in der Fahrschule, hat er extra noch Gas gegeben, macht er sich strafbar. Was da nun genau passiert ist muss die Polizei klären und dann weiss man ob der Autofahrer falsch oder richtig gehandelt hat.
    solange das nicht geklärt ist, halte ich es für falsch Leute zu verurteilen, dafür gibt es Gerichte !

    Und wenn man es schon so genau nimmt, der Halter der Katze haftet überigens für den Schaden am Auto wenn es ein Unfall war.

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    • Silvia Rinke

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      😉 Die „sozialen Verdummungsmedien“ haben immerhin erreicht, dass das Tier schon am Vormittag gefunden und heute nach einem Chip oder einer Tätowierung geschaut werden konnte. Die Zeugin hat beschrieben, was sie gesehen hat. Offensichtliches (klar, immer subjektiv) nicht versehentliches Überfahren und anschließendes Weiterfahren, als wäre nichts gewesen. Dass sich mitfühlende Menschen darüber aufregen, kann ich persönlich gut nachvollziehen. VG.

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      • Mike

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        Es ist ein Unterschied ob man in dem Medien nach dem verletzen Tier sucht was vollkommen ok ist, aber hier einen Autofahrer an den Pranger zu stellen ohne Rücksprache mit der Polizei finde ich nicht ok, wenn der Zeuge es jetzt subjektiv falsch wahrgenommen hat, steht der Autofahrer am Pranger. Auch ist ja in keinster Weise gesichert, ob sich der Autofahrer überhaupt vom Unfallort entfernt hat, er kann ja z.B. auf die Tankstelle gefahren sein oder in eine Seitenstraße und von dort aus die Polizei informiert haben, denn es gilt § 34 Abs. 2, wegen soetwas darf man keine Straße blockieren noch nachfolgenden Verkehr gefährden, ergo ohne Rücksprache mit der Polizei steht die Aussage der Fahrerflucht auf sehr dünnen Beinen.

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        • Silvia Rinke

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          Ja, das müssten dann im Zweifel die Gerichte klären, Mike.

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        • Silvia Rinke

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          Mike, drei Leser haben dir auf Facebook geantwortet – ich kopiere die Kommentare eben hierher:
          Heiko Blitz
          Heiko Blitz Fragt sich warum Mike sich auf Seiten der „Verdummungsmedien“ herumtreibt und sich dermassen aufregt. Ich glaub ja auch schon lange nicht mehr alles, aber zum einen ist es hier doch ok und zum anderen jetzt selbst in einer Katzengeschichte eine Verschwörungstheorie sehen zu wollen, kommt sehr komisch rüber.
          Gefällt mir · Antworten · Nachricht senden · 1 · 1 Std
          Joerg Zamorrki
          Joerg Zamorrki Wenn das absicht war sollte ihn das gleiche passieren
          Gefällt mir · Antworten · Nachricht senden · 2 · 58 Min
          Tinchen Jucka
          Tinchen Jucka Gut das uch da war und niemand gekommen ist um das Tier zu suchen.

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          • Mike

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            Ich habe kein Facebook 😉

            Und genau hier passiert das was strafrelevant ist:
            „Wenn das absicht war sollte ihn das gleiche passieren“

            Hier wird der Autofahrer bedroht und öffentlich an den Pranger gestellt obwohl die Faktenlage doch garnicht geklärt ist durch die Polizei. Sowas nennt sich Hetze und ist strafbar.
            In Deutschland gilt die Unschuldsvermutung bis das Gegenteil bewiesen ist. Ganz viele Kommentatoren stellen ohne jegliche Fakten zu kennen den Fahrer als Täter dar und spielen selber Justiz und bedrohen den Fahrer, soetwas ist nicht hinnehmbar, das ist Aufgabe der Justiz.

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            • Silvia Rinke

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              Mike, hier nochmal zwei Antworten aus unserer Facebook-Community:

              Heiko Blitz schreibt: Liest sich eher als persönliche Meinung und Ausdruck des Unverständnisses und keinesfalls wie eine Drohung oder ein Aufruf. Kann es sein, dass Du Dich gern ärgerst?
              Gefällt mir · Antworten · Nachricht senden · 1 · 1 Std

              Tinchen Jucka schreibt:
              Tinchen Jucka Gut das Herr „Mike“ alles mitbekommen hat. Er hat den Aufschrei der Mieze und das knacken der Knochen nicht gehört bzw. das Verhalten der Katze oder der Autofahrer kann er nicht beurteilen. Mag sein das es schlichtweg ein Unfall war, aber wieso gibt man Gas? Wieso kommt man nicht zurück? Wieso bremst man nicht kurz ab wenn kein Verkehr hinter einem ist? Wieso hält man stur drauf? Das sind so fragen, die gegen einen Unfall sprechen. Schaden am Auto wird es vermutlich nicht geben, da der Kater vom hinteren linken Reifen überfahren und umgerissen wurde. So etwas regt mich auf. Der Fahrer hätte sich ja auch hier melden können, das er vermutet die Katze überfahren zu haben, es aber schlichtweg nicht mitbekommen hat.

              Momentan ist es nunmal der Fall das der Kater vorher da rum gelaufen ist. Man ihn gesehen hat. Der Audi Fahrer, hat doch auch abgebremst und ist vorsichtiger gefahren. Es war kein anderes Auto mehr da. Die nächste Ampelphase war noch nicht bei grün.

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              • Alex S.

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                Genauso sieht’s aus. Unschuldsvermutung bei absichtlichem Überfahren. Hier spricht nix für den Täter (oh pardon Mike, ich meinte natürlich für das Opfer, also denjenigen det das Tier überfahren hat). Da die Polizei tgl. Katz und Maus mit den traumatisierten spielt wird die gar nix klären, so dass dieser so unschuldige Autofahrer das auch wieder als Freifahrtschein für das nächste Tier ansieht und es überfahrt, mit voller Absicht gasgebend. Dann kommt aber Mile wieder und erzählt einem etwas vin selbst schuld, wenn die Tiere sich in den Städten befinden und dem armen Katzenmörder Unrecht getan wird. Die Polizei und vor allem unsere zuverlässige Justiz muss über gut und böse entscheiden. Tze….

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