Rundblick-Unna » Apfelbaum gesprengt – „… um neuen Böller zu testen“

Apfelbaum gesprengt – „… um neuen Böller zu testen“

Diese Meldung sorgte für den Knalleffekt der vorigen Woche: Ein 23Jähriger sprengt in einem Wohngebiet an der Hammer Straße am Abend kurzerhand einen Apfelbaum in die Luft. Die Holzteile (und Äpfel…) wirbelten im 70-Meter-Radius durch die Luft und landeten sogar noch im Kreisverkehr an der Hammer Straße/Viktoriastraße.

Der Rekordzugriff auf unseren Bericht ging mit Dutzenden Kommentaren einher, in denen Leser fassungslos bis höchst amüsiert (man schwankt immer noch…) über der Frage rätselten: Wieso machte der das…?! Wollte er auf die Schnelle seine Äpfel ernten, schob er gerade Heißhunger auf Apfelmus? Hatte er vielleicht einen Hass auf dieses Apfelbäumchen? Oder saß bei ihm einfach eine kleine Schraube locker?

Des Rätsels Lösung glaubt die BILD-Zeitung zu kennen, denn mit ihr sprach der junge Mann, derweil er sich der Polizei gegenüber eisern ausschwieg. Also: Der junge Hobbyfeuerwerker, ein Student, wollte eigentlich nur einen neuen Böller testen. Er hat – oder eher: hatte – sogar eine Händlerlizenz.

Damit dieser enorme Silvesterkracher aber beim Explodieren so am Abend (es war 20.15 Uhr am vorigen Dienstag) nicht so einen Krawall verursachte, hätte er ihn, so gab der 23 Jährige der BILD gegenüber an, aus Rücksicht seinen Nachbarn gegenüber in einen hohlen Baum gesteckt. Mit den beschriebenen verheerenden Folgen.

Polizeisprecherin Ute Hellmann bestätigte unserer Redaktion heute auf Nachfrage noch einmal, dass der junge Mann sich gegenüber der Polizei mit keinem Wort über seine Gründe ausgelassen hatte, diesen Baum in die Luft zu jagen. „Vermutlich hat er sich einen Anwalt genommen“, sagt sie, denn gegen den unglückselige Apfelbaum-Terminator wird wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion ermittelt. Die bei ihm gefundenen Feuerwerkskörper seien allesamt frei verkäuflich.

Apfelbaum gesprengt 3

Kommentare (23)

Kommentieren