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Antrag auf 1,20 breiten „Behindertenpfad“ durch gesamte Fußgängerzone

Damit Rollstuhl- und Rollatorfahrer in der Fußgängerzone „nicht mehr durchgeschüttelt werden“, fordert  der Parkinson Treff Unna einen Behindertenpfad durch die komplette Fußgängerzone, vom ZiB bis zum Rathausplatz – 1,20 Meter breit, schön glatt und eben und per Sofortmaßnahme zu realisieren.

Sprich nicht erst dann, wenn ab 2016 die marode Bummelzone saniert wird, saniert werden soll: Nein, schon vorher. Damit dieses Gerüttel und Geholper auf dem streckenweise arg maroden Pflaster für ohnehin bewegungseingeschränkte Menschen ein Ende findet.

Fußgängerzone Waren

Zusätzlicher Wunsch – und zusätzliches Erschwernis bei der Umsetzung des Antrags: Von Warenständern, wie sie viele Geschäfte vor ihren Läden platzieren, müsste der Behindertenpfad komplett freibleiben.

Der gewünschte Pfad  soll deswegen eine glatte Oberfläche zum ebenen Drüberwegrollen bekommen; und er soll zudem so angelegt sein, dass er nicht von Warenständern und Auslagen der Geschäfte blockiert werden kann. Dieser 1,20 Meter breite,  glatte „Rollweg“ soll dann auf Massener- und Wasserstraße vom ZiB bis zum Ring hinunter verlaufen, auf der Bahnhofstraße vom Rathaus durchgehend bis zum Seniorentreff „Fässchen“.

Ob solche dezidierten Wünsche praktisch umsetzbar und politisch gewollt sind, wird am Mittwoch (30. 9.) der Stadtentwicklungsausschuss diskutieren, auf dessen Tagesordnung der Antrag platziert ist. Beginn ist um 17 Uhr im Ratssaal.

 

Kommentare (8)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Meine Frau würde es der Stadt danken.

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  • Jessica Belsak via Facebook

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    Sehr praktisch für die Leute die drauf angewiesen sind, keine Frage. Kann mir aber nicht vorstellen wo dieser weg hin kommen soll. Rechts und links stehen die ganzen Sachen aus den Läden und in der Mitte ist der gepflasterte weg. Soll man dann genau über die gepflasterten Steine einen weg aus Teer bauen ? Sieht in meiner vorstellen auf jeden Fall nicht mehr hübsch aus irgendwie. Aber mal abwarten was für Baustellen wieder gezaubert werden wenn das durch geht.

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  • Annegret H.

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    Einen 1,20 m breiten Behindertenpfad zu haben wäre ja ganz schön, nur sehe ich dann schon wieder das Problem des „Gegenverkehrs“. Also wäre es doch viel besser, wenn man den Pfad in der BReite des Kopfsteinpflasters anlegen würde. Denn so könnten Rollatoren, Rollstühle und Säuglinge im Kinderwagen Rüttel- und Schüttelfrei durch die Stadt kommen.

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  • Yvonne Baumgardt via Facebook

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    Die Idee ist ja gut, aber dann würden eben die ignoranten Behindertenparkplatzbenutzer, die da nichts zu suchen haben, wieder alles für sich in Anspruch nehmen.

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  • Christoph Tetzner

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    Nach Rüchsprache mit dem Behinderten Beirat brauchen wir keinen „Behindertenpfad“ sondern eine FuZo die die Bedürfnisse der Bevölkerung wiederspiegelt: senioren mit Rollatoren, eingeschränkte Menschen mit Rollstühlen, taube- oder blinde Menschen, Frauen mit hohen Absätzen und Otto Normalo…. Also eine FuZo die Allen gerecht wird. Gerade nur auf die Bedürfnisse von einzelnen abzustellen, greift zu kurz. Eine Neubau oder Umbaumaßnahme muss gemäß Vorgabe eh barrierefrei sein. Ich stehe, mit viele im Rat für diese FuZo ein; morgen wird wohl der AK FuZo installiert, unter Beteiligung der Beiräte (Senioren, Menschen mit Handycap, architekten, etc.). Meine Vorstellung ist, die erste Sitzung zu nutzen und mal die Bürger zu hören und deren Interessen und Ideen mit einfließen zu lassen.

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