Rundblick-Unna » Anti-Merkel-Senioren gegen junges „Kunterbunt“: Wo geht´s rechts, wo links – und wo bitte geradeaus?

Anti-Merkel-Senioren gegen junges „Kunterbunt“: Wo geht´s rechts, wo links – und wo bitte geradeaus?

Drei Senioren halten stumm drei Plakate in die Höhe, ihnen gegenüber stehen ca. 20 Jugendliche, die altersmäßig ihre Enkel sein könnten und sich fröstelnd im kalten Nieselregen irgendwie zu langweilen scheinen.

Viele sind in Schwarz gekleidet, einige tragen Piercings im Gesicht und sehr viele Rucksäcke auf den Schultern. Dann und wann schreit ein Mädchen eine Kampfparole in Richtung Senioren. Ansonsten stehen sie eben einfach dort alle herum am Eingang der Schwerter Fußgängerzone, auf der einen Ladenseite das plakattragende Seniorentrio, gegenüber die Jugendgruppe, und garniert ist das Ganze mit einem blauweißen Polizeiauto nebst dazugehöriger Polizei.

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Deutlich mehr Polizei als demonstrierende Senioren sind zugegen, doch das Ehepaar Dinse mit diesmal nur einem einzigen Mitstreiter „demonstriert“ ja streng genommen gar nicht richtig. Es äußert lediglich stumm seine Kritik an der Politik der Bundeskanzlerin. An ihrer Asyl- und sonstigen Politik. Auf einem Plakat steht logischerweise „Nie wieder Frau Merkel!“

Als unbeschlagener Zuschauer, der weder rechts noch links geortet ist, fragt man sich, was daran rassistisch oder fremdenhetzerisch sein soll, wenn jemand kundtut, dass ihm Merkels Politik nicht passt. Diesem Vorwurf sieht sich die Senioren-Mini-Demo nämlich ausgesetzt, seit sie hier steht (sie steht hier jetzt in der 7. Woche, immer mittwochs). Man – bzw. die jungen Kunterbunten – wirft/werfen ihnen vor, sie betrieben Fremdenhetze. Hmh.

Unser Fragezeichen geben wir an einen jungen Mann weiter, der sich zu uns gesellt und sich als „großer Sympathisiant der Kunterbunt-Jugendarbeit“ vorstellt. Also als Unterstützer des Vereins „Kunterbunt e.V.“ Schwerte, der diese Gegendemo zur Mini-Anti-Merkel-Demo nun in der dritten Woche organisiert hat.

Seniorendemo2

Seniorendemo 6

Ronny (Name geändert), der junge Mann mit der grauen Wollmütze, bittet uns um Verständnis, dass er weder seinen wirklichen Namen preisgeben noch aufs Foto möchte. „Nicht, weil ich feige bin. Aus Selbstschutz.“ Aus Furcht vor aggressiven Rechten, die überzeugten Linken wie ihm gefährlich werden könnten. Deswegen dreht uns auch die Jugendgruppe auf Ronnys Zuruf hin den Rücken zu, als wir den Fotoapparat in ihre Richtung schwenken. „Einfach sicherheitshalber. Bitte nicht sauer sein.“ Nö, wieso sollten wir.

Hans-Otto Dinse und seine Frau Brigitte geben als Demo-Organisator offen ihre Namen preis, lassen sich ohne Wimpernzucken auch fotografieren. „Finden Sie das nicht mutig?“, fragen wir Ronny. Er nickt. „Ja“, sagt er ehrlich, „das finde ich sehr mutig.“ Dinses werden uns später dazu erklären, dass Öffentlichkeit für sie der beste Schutz sei.

Was ist nun „hetzerisch“ an der Verkündigung, dass man genug von Frau Merkel hat oder dass abgelehnte Asylbewerber zügig abgeschoben werden sollen? Die Antwort interessiert auch den Einsatzleiter der Schwerter Polizei, der sich zu uns gesellt. Ronny sagt, es gehe ihm („ich spreche jetzt nur für mich ganz persönlich) generell um Abschiebungen. „Die sind für mich ein Unding.“ Alle? „Alle.“

Seniorendemo 4

Der uniformierte Einsatzleiter zieht kaum merklich die Augenbrauen hoch. „Alle sollen also kommen und hierbleiben, egal wo sie herkommen und aus welchem Grund sie kommen“, haken wir nach, wollen diesem überzeugt linken Weltbild auf den Grund gehen. Ja, genau so, nickt der junge Wollmützenträger. Und wiederholt, dass Abschiebungen für ihn einfach schlicht ein Unding sind.  „Jeder Mensch auf der Welt sollte frei wählen können, wo er leben will. Ohne Einschränkung und Willkür.“

Was ist denn mit denen, die hierher kommen, um kriminell zu werden? „Die kommen hier in den Knast.“ Auf deutsche Steuerzahlerkosten? Ronny gerät ein wenig ins Straucheln. Ein weiterer Gegendemonstrant springt ihm bei. Angriff ist die beste Verteidigung: „Sie tun ja direkt wieder so, als ob alle Ausländer hier kriminell werden!“ Tun wir das? Nö. „Wir haben von kriminellen Zuwanderern gesprochen und die Frage gestellt, ob sie abgeschoben werden dürfen. Das hat Ihr Kollege hier gerade verneint.“ Der Polizist nickt bekräftigend dazu. Ja, das hat er so auch gehört und genau so verstanden.

Okay, lenkt der zweite junge Mann ein, „das ist Ronnys Meinung. Ich habe da schon eine etwas andere.“ Der junge Mann stellt sich uns als Jannik Buschhaus vor, er ist Mitglied im Schwerter Jugendhilfeausschuss für die Linkspartei. Die hat hier im Rat zwei Mandate. Kann er als Linker ernsthaft die Politik von Frau Merkel unterstützen? Buschhaus lacht. „Nein, sicher nicht.“ Was tut er dann aber hier?

Dem Abiturienten „ist es egal, ob jemand rechts, links oder geradeaus ist“, es geht ihm und vielen weiteren hier um eine vernünftige und humane Flüchtlingspolitik. Dass in dieser Hinsicht gerade unter der jetzigen Kanzlerin vieles haarsträubend fehlgelaufen ist, auf diesem Nenner trifft man sich sogar mit den demonstrierenden Senioren. Wieso denn dann aber dieser Widerstand gegen deren Widerstand? Es geht, versuchen uns Jannik und Ronny zu erklären, eher um den Hintergrund dieser Demo. „Das, was Herr Dinse auf Facebook verbreitet, ist schon anders gelagert als das, was er hier auf seinen Demos kundtut.“ Das sei schon sehr rechts und fremdenfeindlich. „Von Seiten wie Netzplanet z. B. wird viel geteilt.“

Seniorendemo 5

Letztlich ist es ein freundliches Treffen an diesem trübkalten Mittwochnachmittag mit freundlichen und aufschlussreichen Gesprächen auf beiden Seiten: mit den Kritikern der Merkel-Asylpolitik wie auch mit den Befürwortern. Man muss keine dieser Meinungen teilen, man kann sie aber wohlwollend akzeptieren. Eigentlich gar kein Problem.

Wohl aber für diese beiden Gruppen, die sich gegenseitig noch ein paar höhnische (Kunterbunt) und aufgebrachte (Dinses) Bemerkungen über die Fußgängerzone hinweg an den Kopf knallen und dann ihre jeweiligen Sachen packen.

Für die „Kunterbunten“ steht die Frage an, ob man in der nächsten Zeit „nicht andere Aktionsformen des Protests wählt“, meint Jannik Buschmann, „wir müssen das mal überlegen.“ Ronny liegt derweil noch zweierlei am Herzen: „Wir möchten hier nicht die Meinungsfreiheit verhindern. Wir nehmen uns ja selbst das Recht auf Meinungsfreiheit. Und ich finde es ganz schlimm, dass es zu Bedrohungen und Sachbeschädigungen gegen Herrn Dinse gekommen ist und dass einige ganz vereinzelte Idioten den Kunterbunt-Verein in Verruf gebracht haben. Und dass jetzt sogar der Staatschutz ermittelt. Wir distanzieren uns von jeglicher Gewalt. Das möchte ich noch einmal ganz deutlich sagen.“

Recht deutlich spricht gleichzeitig auch eine Passantin (eine Frau aus Unna) den Senioren Mut zu, die gerade ihre Plakate einrollen: „Schade, dass Sie so wenige sind.“

Seniorendemo

Nächsten Mittwoch um dieselbe Zeit wird wieder Kurs genommen gegen Merkels Politik, wieder von 16 bis 18 Uhr am Anfang der Schwerter Fußgängerzone. Vielleicht mit, vielleicht diesmal auch wieder ohne „kunterbunte“ Begleiterscheinung.

Refugees Welcome

Schriftzug an einer Häuserwand in der Schwerter Fußgängerzone.

 

 

Kommentare (49)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Es regt natürlich Diskussionen an und solange es Gewaltlos von Statten geht kann man ja die Meinungen austauschen.

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  • Hans-Ulrich Voß via Facebook

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    Das hätte ich nie geglaubt: Das die Antifa einmal die Politik eines CDU-Bundeskanzlers – bzw. Kanzlerin – verteidigen würde. :)

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  • Hans-Ulrich Voß via Facebook

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    Das hätte ich nie geglaubt: Das die Antifa einmal die Politik eines CDU-Bundeskanzlers – bzw. Kanzlerin – verteidigen würde. :)

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  • Sven Arnt via Facebook

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    Schöner Bericht?. Da kann sich dann jeder sein Bild von der Situation machen. Bestimmtes Verhalten: Keine Namen, keine Fotos und etwas eindimensionale Weltbilder sprechen da aus meiner Sicht schon für sich. Aber solange man Protest friedlich äußerst ist das ja auch alles in Ordnung. Ganz nachvollziehen kann ich das allerdings nicht mit der Anonymität.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Der Wunsch nach Anonymität wurde mit Selbstschutz begründet, Sven Arnt, wohingegen die Älteren im Gegenteil erklärten: „Öffentlichkeit ist für uns der beste Schutz.“

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    • Sven Arnt via Facebook

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      Ja, das hört man aus der linken, wie auch rechten Szene ja immer wieder. Steht ja auch im Artikel. Das ist auch ein Grund, warum die Jusos das Vermummungsverbot kippen wollen. Ich halte die Darstellung für deutlich überzogen. In Einzelfällen mag das berechtigt sein, aber grade bei solch einer „Demo“ absolute Wichtigtuerei. Und mal by the way, beide extemen politischen Gesinnungen verfolgen, bedrohen und greifen sich gegenseitig an. Da werden von beiden Lagern fleißig Fotos gemacht und im Internet getauscht. In der Folge kommt es dann zu entsprechenden Aktionen. Da ist dann halt das Haus beschmiert, Reifen zerstochen und was noch alles. Genau deshalb finde ich beide Lager absolut inakzeptabel, weil das keine politische Auseinandersetzung darstellt, sondern (etwas krass formuliert) Terror. Da kann übrigens, auch bei beiden Lagern, jeder „Normalo“ ins Fadenkreuz geraten, wenn er zum politischen Feind erklärt wird oder auch nur eine „falsche“ Meinung vertritt. Alles selbstgemachte Probleme. Ich finde, wenn man eine politische Meinung hat, dann sollte man auch den Mut haben diese offen zu vertreten und in der Lage sein, mit Argumenten dafür einzutreten. In der Demokratie findet man dann Mehrheiten oder halt auch nicht. Das hat man dann zu akzeptieren.

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    • Sven Arnt via Facebook

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      Übrigens hier am Smartphone kann ich irgendwie nicht direkt auf eure Posts antworten. Komisch?.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      :-O ? Hmhh.. mal beobachten, würde mein Hausarzt sagen…

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    • Sven Arnt via Facebook

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    😛 Ja, Hans-Ulrich Voß, das wirkte schon ziemlich schräg…

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  • Daniela Biermann via Facebook

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    Leere Phrasen der Linken und gestotterte auswendig gelernte Parolen
    gepaart mit Feigheit.So kennt man sie die guten Afas. ..nichts neues.Respekt an die Senioren.

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  • Daniela Biermann via Facebook

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    Unfassbar. ..ich lach mich schlapp

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  • fürst

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    Ich glaube, daß die „kunterbunte Kinderschar“ lediglich einen ihr gegebenen Auftrag erfüllt.
    „Laufburschen“. Interessat wäre, zu wissen, wer sie vorschickt.

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  • Hans-Otto Dinse

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    Zitat: „Das, was Herr Dinse auf Facebook verbreitet, ist schon anders gelagert als das, was er hier auf seinen Demos kundtut.“ „Das sei schon sehr rechts und fremdenfeindlich“. „Von Seiten wie Netzplanet z. B. wird viel geteilt.“
    Lieber junger Mann mit der grauen Wollmütze.
    Erstens habe ich mal auf meinem Rechner nachgeschaut und finde nichts vom Netzplanet, den ich im Übrigen gar nicht kenne.
    Zweitens, junger Mann, geht Sie das einen Scheißdreck an (mir fiel beim besten Willen kein anderes treffenderes Wort ein), auf welchen Seiten ich mir meine Informationen zusammensuche.
    3. In der DDR wurden die, die über Informationen verfügten, die nicht von der Staatspresse stammten, als RIAS (Rundfunk im amerikanischen Sektor) Hörer stigmatisiert und verfolgt. Sind wir schon wieder soweit? Wollen Sie sich wirklich mit denen gemein machen? Ich ringe mühsam nach Worten, um meine Empörung einigermaßen im Griff zu behalten. Ich erlaube mir zu sagen „Schämen Sie sich“!
    Meine Empörung über dieses Statement von Ihnen ist unfassbar groß.
    Nicht das, was ich bei der Demo sage, sondern das, was ich zu Hause u.U. mache ist für Sie ausreichender Grund unsere Demo zu stören.
    Jetzt auch noch die „Gedankenpolizei“! Sie verkörpern für mich „Big Brother“ in Reinstkultur! Dann bleiben Sie lieber bei dem was Sie vorher gemacht haben. Das war ehrlicher. (Sie wissen was ich meine)

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    • Chris Block via Facebook

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      Nunja, ich kann die Darstellung von „Ronny“ schon nachvollziehen. Wir sind nicht mehr in der DDR nein aber heutzutage sind wir nunmal sehr transparent und sind wir mal ehrlich, würde jemand sein Profil bei Facebook voller Hakenkreuze haben und…würden sie diesem immer noch freundlich lächelnd die Hand reichen? Also ich persönlich wäre da abgeneigt. Selbstverständlich ist dies ein grotesker vergleich aber ich denke sie wissen auf was ich hinaus will. Übrigens ist auf ihrer Facebook Seite deutlich sichtbar, dass sie etwas von der Seite „Netzplant“ gepostet haben. Soweit dazu, einen schönen Abend noch! Eine Anregung noch, schnappen sie sich doch mal diesen Wollmützenträger und reden sie mit diesem. Würde mich freuen von einem Ergebnis zu hören!

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      • Dinse

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        Tatsächlich grotesk. Ohne Nazikeule funktioniert schon gar nichts mehr. Sie kennen meine FB Seite wohl besser als ich. Sind wir befreundet? Ach nein, ich hab ja alles öffentlich. Glaub ich zumindest. Überlegen Sie mal warum. Vielleicht darf ich ja auch mal ihre Seite sehen?

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        • Sven Arnt via Facebook

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          Wen meinen Sie denn jetzt? Und wer hat denn nun die Nazikeule geschwungen? Ganz ehrlich, jetzt bin ich etwas verwirrt.

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  • Carsten

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    Wieso steht denn da nichts von dem Schild “ Der Krieg in Syrien ist vorbei. Die Abschiebung der Flüchtlinge kann beginnen? Oder von dem bunt gekleideten, hellgelben Smiley, der das bunte „Kein Mensch ist illegal“-Herz-Plakat gehalten hat? Passt ersteres nicht in das friedliche „Nur gegen Merkel“- und zweiteres nicht in das „schwarz gekleidete Jugendliche“-Bild? Das hier hat nur wenig mit Berichterstattung zu tun und ist sicher auch kein „Journalismus“. Traurig so was…

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    • Sven Arnt via Facebook

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      Verstehe ehrlich gesagt nicht wo dein Problem liegt Carsten. Das ist doch n völlig unaufgeregter Bericht, in dem vor allem die Seite der Gegendemonstranten sehr ausführlich ihre Sicht der Dinge schildern konnte. Zumindest die zwei, die getraut haben mit der Presse zu sprechen. Jetzt mal ernsthaft, was soll da jetzt der aufgeregte Post?

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      • Hans-Otto Dinse

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        „Waffenstillstand in Syrien, die Rückkehr der Flüchtlinge kann beginnen.“
        „Rückkehr“ nicht „Abschiebung“ stand auf dem Transparent. Ein Transparent muss zwangsläufig eine verkürzte Aussage geben. Diese musste man im Zusammenhang mit meiner Rede sehen, die Sie ja hoffentlich gehört haben, lieber Carsten. Dort habe ich weitreichende Unterstützung für den Wiederaufbau Syriens, durch unsere Regierung, gefordert! Syrien wieder aufzubauen, die Heimat der Flüchtlinge, ist die Aufgabe, nicht Niedriglohnsklave in Deutschland zu sein.

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        • Sven Arnt via Facebook

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          Wobei, Herr Dinse, Frieden und ein echter Waffenstillstand in Syrien noch in weiter Ferne sind. Es mag ja ihre Meinung sein, sie fußt in diesem Fall aber nicht auf der Realität. Ihre Rede kenne ich ja nun nicht, aber diese Aussage, ob verkürzt oder nicht, ist meiner Meinung nach tatsächlich ziemlich grenzwertig bzw. Unsinn. Ansonsten gebe ich Ihnen recht, dass es viel sinnvoller ist, wenn die EU oder von mir aus Deutschland dann im Rahmen eines „Marshallplans“ später hilft Syrien eine vernünftigen Start zu geben, als auf Biegen und Brechen zu versuchen die Menschen hier einzugliedern. Das wird aber letztlich stark davon abhängen, wie lange die Menschen hier sein werden.

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          • Dinse

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            Bürgerkriegsflüchtlinge 2 bis 3 Jahre. Es gibt große Gebiete in Syrien, in denen es keinen Krieg gibt. Nicht gab und nicht gibt. Allerdings besteht dort die Gefahr zum Militärdienst eingezogen zu werden.Trotz allem fordere ich auch keine sofortige Rückkehr, sondern die Vorbereitung darauf.

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        • Daniela Biermann via Facebook

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          Herr Arnt. ..das ist ja teil des Problems. .das diese Menschen viel zu lange hierbleiben. Trotz abgelehnter Anträgen meistens bis zu 2 Jahren.Und hat man sie dann endlich erfasst um sie abzuschieben sind sie verschwunden. Um dann unter einem neuen Namen wieder einzufallen. ..ähm zu flüchten. ..vor was auch immer…

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        • Rundblick Unna via Facebook

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          @Sven Arnt, @Hans-Otto Dinse: Ja, über solche Fragen kann und soll man diskutieren, und diese Position ist gewiss angreifbar. Aber nochmal – es ging ja im Kern darum, ob solche Meinungsäußerungen „rassistisch“ und „Hetze“ sind. Und auch bei dieser Positionierung können wir da nichts erkennen.

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        • Daniela Biermann via Facebook

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          @Rundblick????

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        • Sven Arnt via Facebook

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          Ja Rundblick, das ist mir schon klar. Ich will das hier auch garnicht ausbreiten. Herr Dinse vertritt seinen Standpunkt hier ja auch sehr ausschweifend, da gibt es halt mal das eine oder andere, was ich so nicht stehen lassen kann. Rassismus oder Hetze sieht für mich auch anders aus. Der Inflationäre Umgang mit bestimmten Begrifflichkeiten beider Lager und die daraus resultierende Unfähigkeit, wichtige Themen noch in einer sachlichen Auseinandersetzung zu einem Ergebnis zu bringen…einem Kompromiss, nervt eh schon gewaltig. Im Grunde ist diese mini Demo, die Reaktionen darauf und die Auseinandersetzung hier bei FB tatsächlich das beste Beispiel für dieses Problem.

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        • Daniela Biermann via Facebook

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          Rundblick und Durchblick. .sehr selten in der Presse heutzutage

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        • Sven Arnt via Facebook

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          Daniela Biermann es trifft aber halt nicht auf alle Menschen zu, dass sie „einfach verschwunden sind“ oder generell keinen rechtlich einwandfreien Aufenthaltsstatus bekommen. Wie alles im Leben, es gibt nicht nur schwarz und weiß. Auch hier nicht. Vielleicht grade in diesem Bereich nicht. Natürlich dauern die Verfahren zu lange, das ist für beide Seiten absolut unbefriedigend. Es gibt und wird immer Menschen geben, die ganz sicher länger als 2 oder 3 Jahre bleiben werden. Ich denke da ist es schon sinnvoll, die Rahmenbedingungen für ein vernünftiges Miteinander zu schaffen. Das es auch Fälle gibt, grade wenn es um Kriminalität geht, wo wir uns hart und konsequent zeigen müssen, da muss man nicht drüber reden.

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        • Rundblick Unna via Facebook

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          Sven Arnt – man kann es auch deutlicher ausdrücken. Das alles ist eine ziemliche Groteske.

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        • Sven Arnt via Facebook

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      @Carsten: Die von uns gesehenen Schilder sind auf mehreren Fotos abgebildet, auf unsere mehrfachen Fragen an die Gegendemonstranten nach den genauen Kritikpunkten an der Demo kamen genau die von uns zitierten Argumente und sonst keine. Ja, das mag traurig sein, aber so ist es. Schönen Abend.

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    • Daniela Biermann via Facebook

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      Wenn es so war…dann war es eben so…..

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    @Hans Meier: gelöscht. Auch du bepöbelst hier niemanden als rassistisch.

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Liebe Kommentarschreiber. wir freuen uns auch hier wieder über die rege Diskussion. Wir lassen bekanntlich auch Kommentare unter Pseudonymen zu. Das bedeutet aber nicht, dass wir damit anonymen (und auch uns selbst unbekannten) Schreibern Gelegenheit bieten, aus der Deckung heraus heftigste (!) persönliche Angriffe gegen andere – hier namentlich auftretende – Personen zu unternehmen und Informationen über sie weiterzuverbreiten, die zuvor im Internet über sie zusammengesucht wurden. So etwas bitte Auge in Auge im fairen Austausch. Danke.

    Antworten

  • Martin Juretzek via Facebook

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    Der „Ronny“ , der sich nicht traut seinen Namen Preis zu geben , aus Angst vor den Rechten , vertritt aber eine Ideologie , die harmlose Senioren öffentich im Internet denuziert . Jede Art von Extremismus gehört bekämpft , dazu gehört diese Linke Stimmungsmache absolut dazu . Respekt an Fam. Dinse , die sich von dieser Stimmungsmache nicht beeinflussen lassen !

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  • Mi Ch Ael We via Facebook

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    1:0 für die Rentner die Arsch in der Hose haben !

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  • Peter Köhler via Facebook

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    Ein schöner Bericht, der die Stimmung vor Ort gut einfängt. Mein Eindruck. Was ich nicht so gut fand, dass dieser junge mann von den Kunterbunten/Schwarzen was auch immer, seine Meinung so unkommentiert darüber auslassen konnte, was Herr Dinse auf seiner Facebookseite macht. Dies hatte für mich nichts mit der Demo zu tun und ich empfinde es auch als unfair gegenüber Herrn Dinse, dass dieser Bunt oder Schwarzgekleidete junge Mann hier solche Behauptungen aufstellen konnte. Aber wenn einem die Argumente ausgehen, dann kommt sowas. Das kennt man ja von den Linken. Ansonsten ist das meine erste Kritik an der Berichterstattung des rundblick.

    Antworten

    • Rundblick Unna via Facebook

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      Hallo Peter Köhler, danke für deine Einschätzung. Ich versuche dir kurz das Problem bei diesem Bericht zu erklären: Mir lag daran, die Stimmung vor Ort authentisch einzufangen und die Beweggründe BEIDER Seiten zumindest skizzenhaft abzubilden. Da sich nun aber unsere Gesprächspartner aus der Gruppe der Gegendemonstranten nicht namentlich äußern wollten – von einer Ausnahme abgsehen – blieb mir nur die Wahl zwischen anonymisierten Zitaten und gezwungener Einseitigkeit. Der Vorwurf kam ja nichtsdestoweniger trotzdem noch; überdies anonym. Ich bin in meiner Einschätzung zu dem Schluss gekommen, dass unsere Leser kritisch genug mit deartigen Zitaten umgehen können, zumal Herr Dinse hier ja selbst auch mitkommentiert. Dies nur zur Erklärung. Die Kritik kann ich durchaus nachvollziehen. VG S. Rinke

      Antworten

    • Peter Köhler via Facebook

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      Danke für deine nette Antwort :) Ich finde es ist dir auch sehr gut gelungen die Stimmung zu beschreiben. Besonders gelungen finde ich das Foto wo sich unsere Freizeitrevoluzzer von hinten zeigen. Mann, das sind echte Helden. Warum kommt mir diese Truppe soviel trauriger vor als die Mini-Senioren-Demo?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Peter Köhler – der direkte Vergleich spricht tatsächlich für sich, wir lassen das ansonsten hier mal unkommentiert und akzeptieren es so, wiie es ist.

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  • Heinz Müller via Facebook

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    Oh mein gott, meinen diese jugendlichen das ernst?! Was ist das bitte für ein ungebildeter haufen von wohlstandskindern. Ihr seid „links“ aus lifestylgründen und mangelnder bildung, anders kann ich mir diese unreflekierten aussagen nicht erklären. Wenn ihr doch gerne alles und jeden hier haben wollt, fragt doch mama und papa, ob ihr auch eine familie in eurem zimmer aufnehmen könnt. Vorher solltet ihr aber nicht pauschal bestimmen, dass wir hier als autochrone völker in europa für die neuankömmlinge, eure geflüchteten, platz machen und unsere häuser teilen! Was ihr leider nicht berücksichtigt: auch eure zunkunft wurde verspielt, auch ihr werdet noch vor herrausforderung gestellt werden auf euren wohlstand im namen der humanität verzichten zu müssen. Ihr seid wirklich nur staatlich verblödete kinder, und damit so nützlich für dieses staatliche konstrukt.

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  • Hans-Otto Dinse

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    Herr Köhler, mit der FB Bemerkung dieses jungen Mannes entlarvt sich die Truppe ja selbst. Sie zerreissen Stück für Stück ihrer vorgeblichen moralischen Überlegenheit und zum Vorschein kommt ihre Demokratiefeindlichkeit. Gut so! Aus dieser Gruppe heraus werde ich auch ständig beim Vornamen gerufen, wohl scheinbar um ihre Verachtung uns gegenüber zum Ausdruck zu bringen. Sie besitzen nicht mal dieses Mindestmaß an Anstand! Den Vogel schoss bei der letzten Demo ein Jugendlicher ab, der sich so nah als möglich in unserer Nähe postierte um einen Furz loszuwerden, wofür er dann von den Mädchen als Held gefeiert wurde. Haben Sie eine Ahnung wo solche Erziehung gedeiht?

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    • Heinz Müller via Facebook

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      Was für kinder.

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    • Peter Köhler via Facebook

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      Herr Dinse! Ich finde diese Jugendlichen auch schrecklich. Für mich hat dieses Verhalten auch nichts mehr mit politischer Auseinandersetzung zu tun. Auch wurde da bei der Erziehung wohl einiges versäumt. Ich finde es aber sehr gut, dass Sie mit ihrer Mini-Demo gegen die Asylpolitik demonstrieren und standhaft bleiben. Leider sind viele wohl zu faul oder auch zu feige sich dazu zustellen. Ich finde es auch unerträglich wie Gegner der Asylpolitik diffamiert werden. Ob die etablierten Parteien, Kirchen oder Pro-Asylorganisationen. Diese Leute hetzen was das Zeug hält und schaffen so auch eine Stimmung, die Anschläge auf AFD und Pegida mitverursacht. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese bunt-schwarze Truppe sich der Unterstützung durch die ebengenannten Organisationen sicher ist. Sie fühlen sich wohl als Superhelden der moralischen Überlegenheit. In Wirklichkeit sind es fehlgeleitete Kinder. Aber wozu solche Kinder fähig sind hat man ja gesehen.

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  • Heinz Müller via Facebook

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    Treu-doofe systemlinge.

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  • Axel Ehwald via Facebook

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    Völlig unter geht, wie nett doch deutsche Rentnerinnen und Rentner in Schwerte zu Flüchtlingen/Asylbewerbern sind. Im August 2015 mussten Rentnerinnen und Rentner ihre ca. 48 Quadratmeter große Wohnung verlassen und in eine ca. 34 Quadratmeter große Wohnung ziehen, weil die Stadtverwaltung Platz für Flüchtlinge / Asylbewerber benötigte ( hat die Stadtverwaltung Schwerte auch so schriftlich formuliert ) . In diesem Haus wohnen seit ca. Mai 2012 Flüchtlinge / Asylbewerber. Seit ca. Oktober 2013 in der Spitze über 50 Flüchtlinge / Asylbewerber und leider gab es von der Stadtverwaltung in Schwerte keine Informationsveranstaltung für die Nachbarschaft. Die deutschen Rentnerinnen und Rentner ( haben eigene Waschmaschinen ) dürfen anteilig die Stromkosten übernehmen, wenn Flüchtlinge / Asylbewerber die Gemeinschafts – Waschmaschine benutzen usw. usw. . Bis zum 31.12.2015 durften/mussten die deutschen Rentnerinnen und Rentner 14,36 Euro für den Quadratmeter Wohnraum warm bezahlen ( Bausubstanz ca. 1966 und ohne Schwimmbad und Sauna im Keller ). Ab 01.01.2016 dürfen/müssen sie 17,80 Euro ( laut Ratsbeschluss vom 02.12.2015 und beinhaltet nicht immer wirklich auch die Nachtruhe ) bezahlen. Wie die im Rat der Stadt Schwerte vertretenden Parteien abgestimmt haben, ist leider nicht bekannt. Mögliche Begründung, laut der Nachbarschaft brennt 24 Stunden am Tag das Licht im Keller, es muss seit ca. Juni 2014 permanent Sperrmüll dort abgeholt werden, usw. usw. . Die Altersarmut ist auch in Schwerte angekommen ( z. B. kein Weihnachtsgeschenk und Weihnachtsessen 2015. Neue Turnschuhe wären auch mal wieder fällig usw. usw. . ). Mit der Erfahrung seit ca. Mai 2012, beinhaltet Integration natürlich auch die Bereitschaft, sich integrieren zu wollen. Dies kann ich leider nicht immer wirklich auch erkennen. Mal schauen, was der Sachverhalt für Reaktionen in Düsseldorf, Berlin und dem restlichen Bundesgebiet auslöst. Eventuelle Rückfragen bitte an Herrn Carsten Morgenthal ( Leiter Stabsstelle Recht und Öffentlichkeitsarbeit bei der Stadt Schwerte ). Abschließend drängen sich nachfolgende Fragen auf. Ob der sehr geehrte Herr Hauptamtliche Bürgermeister H. Böckelühr ( CDU ) wirklich christlich ist ? Müssen in Schwerte deutsche Rentnerinnen und Rentner die Unterbringung von Flüchtlingen / Asylbewerbern finanzieren ? Wo ist bei den genannten Euro – Beträgen der Bezug zur wirklichen Realität ? Arm durch die Stadtverwaltung und Kommunalpolitik in Schwerte ? Der änhängende Link ist zwar einige Monate alt., aber es hat sich nicht wirklich was verbessert. Natürlich gibt es noch immer Absichtserklärungen und – “ vollmundige Reden “ – von Bürgermeister H. Böckelühr, aber in der Realität ändert sich leider nichts. http://www.myheimat.de/schwerte/politik/dringend-wohnraum-fuer-fluechtlinge-asylbewerber-in-58239-schwerte-hansestadt-an-der-ruhr-gesucht-d2701886.html

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  • Carsten Rieck via Facebook

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    Und auch hier: neben dem Schild „Der Krieg in Syrien ist vorbei. Die Abschiebung kann beginnen!“ hat Herr S. weitere „Nur Anti-Merkel“-Schilder. Wer bei Abschiebung Rückkehr liest findet bei Optikern vielleicht die passende Sehhilfe. Fotos werden aber folgen 😉 https://www.facebook.com/photo.php?fbid=564719953689678&set=pcb.564722730356067&type=3&theater

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