Rundblick-Unna » Angriffe auf NRW-Polizisten verdoppelt – zu 80 % von Linksradikalen: Warnung vor Relativierungen

Angriffe auf NRW-Polizisten verdoppelt – zu 80 % von Linksradikalen: Warnung vor Relativierungen

Gegen rechtsradikale Gewalt und Fremdenhass kündigt das Innenministerium entschlossenes Vorgehen an und stockt die Gelder dafür um 3 Mio. Euro auf (wir berichteten). Doch ebenso wird linke Gewalt zunehmend zum Problem.

Bundesweit überstiegen die Zahlen linksautonomer Übergriffe im Jahr 2015 noch knapp die rechtsradikalen Delikte. Und  in  NRW schnellte besonders die Gewalttätigkeit Linksautonomer gegen Polizeibeamte hoch: 1194 Mal wurden Polizisten im vorigen Jahr von Gewalttätern attackiert, die dem linken Spektrum zugerechnet werden. Das berichtet die Rheinische Post (rp online) und beruft sich dabei auf eine Anfrage der FDP-Landtagsfraktion.

Den 1194 Attacken Linksradikaler gegen Polizeibeamte standen 316 Angriffe durch Rechtsradikale gegenüber. „Damit werden rund 80 Prozent aller politisch motivierten Straften gegen Polizisten von Linksradikalen verübt“, stellt die Zeitung fest.

Mit den insgesamt 1510 Straftaten gegen Polizisten hat sich die Zahl dieser Übergriffe im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. 2014 waren es noch 740 Straftaten.

Diese besorgniserregenden Zahlen gehen aus der Antwort von Innenminister Jäger (SPD) auf die Anfrage der NRW-FDP hervor.

„Die Landesregierung muss endlich wach werden und entschlossen nicht nur gegen Rechte, sondern konsequent gegen alle Extremisten im Land vorgehen“, fordert laut dem rp-Bericht der NRW-Innenexperte Marc Lürbke (FDP). Dies sei bisher nicht erkennbar. „NRW darf auch auf dem linken Auge nicht blind sein.“

Auch die Deutsche Polizeigewerkschaft veralngt ein härteres Durchgreifen gegen politisch motivierte Straftäter. „Es kann nicht sein, dass wir auf Demonstration von linken Chaoten angegangen werden und uns anschließend noch dafür rechtfertigen müssen, dass wir uns gewehrt haben.“  Und FDP-Innenexperte Lürbke macht deutlich, dass linksautonome Gewalttaten keinesfalls durch einen „vermeintlich moralisch höheren Zweck“ legitimiert würden, den Linke gerne anführten: Dass der Kampf gegen vermeintliche oder tatsächliche Nazis alles erlaube.

ausrufe

Relativierung von Gewalttaten kommen sowohl von rechter wie linker Seite vor!

Beispiele für Relativierungen von Rechts:

Auf dem rechten Onlineportal „Dortmund Echo“ findet jede polizeilich berichtete Straftat, die durch Migranten verübt bzw. wo die Tatverdächtigen als Nichtdeutsche beschrieben werden, breiten Raum und wird in ihrem Wahrheitsgehalt nicht angezweifelt. Sind die Täter/Verdächtigen hingegen Deutsche, finden auch gravierende Vorfälle (wie z. B. die Messerattacke in der Galeria Kaufhof vorige Woche) meist noch nicht einmal Erwähnung. Und Berichte über Angriffe gegen Migranten durch (vermutliche oder erwiesenene) Rechtsradikale werden entweder komplett angezweifelt oder als „Propaganda“/“Abteilung Stimmungsmache“ kritisiert.

So z. B., als die Polizei vor einigen Monaten von einem Angriff gegen Migranten durch Täter aus dem rechten Spektrum berichtete; oder vorige Woche, als es hieß,  ein Schwarzafrikaner sei in Dorstfeld mit einem Gürtel bedroht worden. Beide Berichte finden sich auch hier auf RB.

Beispiele für Relativierungen von Links:

Das Blog „linksunten.indymedia“ sieht nichts dabei, Personen mit vollen Adressen und Telefonnummern bzw. Autokennzeichen öffentlich als „rechte Hetzer“ anzuprangern und sich mit Gewalttaten gegen als solche ausgemachte „Rassisten“ öffentlich zu rühmen. So fanden sich sämtliche Bundesparteitagsteilnehmer der AfD namentlich mit Anschriften, Telefonnummern sowie Mailadressen öffentlich im Netz wieder, verbunden mit mehr oder weniger offenen Aufrufen, gegen diese Personen vorzugehen.

Der Organisator der Schwerter „Mini-Senioren-Demo“ gegen Angela Merkels Politik wurde als „rassistischer Hetzer“ angepragert und fand nach einer Kundgebung seinen Autoreifen zerstochen vor. Im Blog war eigens die Automarke nebst Pkw-Kennzeichen genannt.

Kommentare (37)

  • Martin Pausch via Facebook

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    Sind „Linksradikale“ Linke? Auch heute der Angriff auf Sahra Wagenknecht, dass sind für mich keine Linke, sondern schlicht und einfach Verbrecher.

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  • Dagobert

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    Beispiel für Relativierung durch unsere Regierung: Derartige Fakten kommen immer nur „auf Anfrage“(oder gar nicht) ans Licht.

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  • fürst

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    „…Den 1194 Attacken Linksradikaler gegen Polizeibeamte standen 316 Angriffe durch Rechtsradikale gegenüber. …“

    Bei Linksradikalen spricht man von „Attacken“, bei Rechtsradikalen von „Angriffen“.

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article155643518/Linke-Gewalttaten-werden-notorisch-verharmlost.html

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    • Silvia Rinke

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      DIESE Wortwahl war von uns nun wirklich ganz und gar zufällig, fürst. Du kannst Angriff und Attacke beliebig zwischen rechts und links vertauschen. Gruß von der Redaktion.

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      • fürst

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        Dem RUNDBLICK glaube ich die Zufälligkeit, Silvia Rinke.
        Ich tausche die Begriffe gedanklich aus.

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        • Rundblick Unna via Facebook

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          Okay. :-) Die tun sich beide nichts.

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          • fürst

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            Richtig.
            Aber in meinem persönlichen Empfinden wirkt „Attacke“ harmloser als „Angriff“, trotz gleicher Wortbedeutung.

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  • Werner Maag

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    Wegen dieser Aussagen übrigens wurde Frau Wagenknecht von der Antifa mit der Torte angegriffen:

    http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/wagenknecht-merkels-asylpolitik-fuehrt-zu-voelligem-staatsversagen-a1299009.html

    Gemessen an dem, was Sie dort von sich gibt scheint sie mir der derezti einzige Realpolitiker in ihrer Traumtänzerpartei zu sein.

    Ach ja: So harmlos ist das übrigens garnicht, eine in der Öffentlichkeit stehende Person zu „torten“, denn hinter der so lustigen Aufmachung der zuckersüßen Tat versteckt sich nichts anderes als eine unterschwellige Drohung, die da lautet: „Wenn wir wollen, kommen wir an Dich heran und kriegen Dich! Pass bloss auf, was Du in Zukunft sagst, sonst kommen wir wieder und bestrafen Dich!“

    Der Weg von der hervorgeholten Torte (Wagenknecht) zum hervorgeholten Messer (Lafontaine, Rieker) ist zwar schon ein Stück auseinander, aber im Prinzip ist die Einschüchterungswirkung dieselbe, denn wer weiss, ob es das nächste mal bei der Torte bleibt?

    Die andere Wirkung ist, daß der Getortete lächerlich und verächtlich gemacht und auch als Mensch herabgewürdigt werden soll. Frau Wagenknecht soll als Witzfigur mit Torte im Gesicht rumstehen und somit auch das, wofür sie politisch steht.

    Das alles für die Generation Twitter und ein paar geile kleine Bilder für die Tagesschau?
    Wie erbärmlich und feige!

    (Und das schreibe ich, obwohl ich mit der Partei „Die Linke“ rein garnichts anfangen kann)

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  • Dinse Hans-Otto

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    Die korrekten Zahlen werden wir erst nach einem Regierungswechsel erfahren, bzw die AfD so stark in den Parlamenten vertreten ist, dass über Anfragen und Untersuchungsausschüsse
    Klarheit geschaffen werden kann.

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  • Michael Schild via Facebook

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    Diese 80% von links sind zu 100% von der Regierung zumindest teilfinanziert! Auch in Unna gibt es keine ‚Berührungsängste‘ der Kirche und der Blockparteien mit der linksradikalen Antifa! Das wird dann auch noch als ‚Lehrstück der Demokratie‘ beschönigt!

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    • fürst

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      Davon bin auch ich überzeugt, Michael Schild.
      Ich empfinde die linksradikale Antifa als SchutzStaffel des AltparteienKartells und der Kirchen, die als „Asylindustrieverband“ politische und wirtschaftliche Ziele zuwider dem Wohle des deutschen Volkes verfolgen.

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    • Dagobert

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      Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die Kirche sich aus der Politik raushalten sollte, aber letztendlich hat mir die klare Position der Kirche in Unna gegenüber der AfD wirklich weitergeholfen. Nach meinem Kirchenaustritt habe ich erstmals gemerkt, wie viele tausend Euro im Jahr ich der Kirche für einen derartigen Unsinn zur Verfügung gestellt habe. Viele meiner Kollegen werden folgen und auch austreten.

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      • Thomas Gragen via Facebook

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        Gute Reise. Alles wird Gut.

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      • Dagobert

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        Mit „folgen“ meinte ich, dass meine Kollegen auch aus der Kirche austreten werden. Ein Kirchenaustritt hat nun wirklich nichts mit einer „Reise“ zu tun. Ich finde es immer wieder sehr,sehr traurig, wenn Sie die deutsche Sprache und gesellschaftliche Zusammenhänge nur eingeschränkt begreifen, Herr Gragen.

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      • fürst

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        Seit der offenkundigen einseitigen Einmischung der Kirche in Unna, empfinde ich Ekel und Abscheu vor der Kirche, der ich schon vor Jahren meinen Austritt erklärte.
        Kirche ist das grundsätzliche Geschäft mit der Angst der Menschen vor dem Tod!
        Kirche ist das aktuelle Geschäft mit der „Asylindustrie“.
        Auch für Kirchen gibt es keine Ewigkeitsgarantie!

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  • Thomas Gragen via Facebook

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    Glauben Sie wirklich das die Kirche Linke Gewalttäter schützen würde? Ich finde das diese Gestalten die auch nur Singen und Klatschen in der Schule hatten , die volle Härte des Gesetzes zur spüren bekommen müssten. Unsere Polizei ist doch der ärmste Wicht in unserem System. Da müssen sie rechte Spinner schützen die mit hetzerischen Parolen durch unsere Straßen ziehen und die sogenannte Antifa auf der anderen Seite möchte gerne die rechten verprügeln.
    Und dazwischen die Polizei.
    Lasst beide Seiten auf ein großes Feld sich die Köpfe einschlagen und am Ende sammelt die Polizei alle ein. Aber zu behaupten die Antifa wird vom Staat bezahlt ist jawohl der größte Schwachsinn.
    Vielleicht vorher mal das Gehirn einschalten bevor man so etwas schreibt.

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    • fürst

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      Dagobert sagte es schon zutreffend,
      daß Sie „…gesellschaftliche Zusammenhänge nur eingeschränkt begreifen, Herr Gragen.“
      Wenn den linken Gestalten der staatliche Nährboden entzogen wird, sind sie es, die verprügelt werden. Vorsoglich: verbal gemeint.

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    • Dagobert

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      Bei dem „Hirn einschalten vor Schreiben“ gebe ich Ihnen zu 100 % Recht ! Ich habe als Quelle bewusst das linke „Antifainfoblatt“ gewählt, damit sie die Informationen zur Finanzierung der Antifa sozusagen aus erster Hand erhalten und mir keine „Stimmungsmache“ vorwerfen können:
      https://www.antifainfoblatt.de/artikel/antifa-bewegung
      Die Antifa bezeichnet es im Text als „staatlichen Geldsegen“= mein und Ihr Geld(falls Sie Steuern zahlen sollten).

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  • Günther Klumpp

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    Wir sind uns hier doch einig im Widerstand gegen alle Gewalt, oder Herr Dinse?: https://www.youtube.com/watch?v=I4LU65ZRSwk

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  • Dagobert

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    An dieser Stelle muss ich mich bei Ihnen,lieber Herr Klumpp, für die Links zum „Domradio“ in der vorherigen AfD-Diskussion herzlichst bedanken. Sie haben erheblich zur Meinungsbildung bei mir (und anderen) gegenüber der Kirche beigetragen. Von den nun gesparten mehreren Tausend Euro Kirchensteuer im Jahr werde ich einen Teil der AfD spenden.

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