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Angesäuselter Lorryfahrer fragte leider die Falschen nach dem Weg…

Er war zumindest leicht angeschickert – und das am Steuer eines tonnenschweren Sattelzugs. Insofern war es etwas ungeschickt, ausgerechnet zwei Polizisten nach dem Weg zu fragen… denn die gewieften Verkehrswächter rochen den Braten natürlich, buchstäblich…

Mitten in Dortmund war der 53jährige Hamburger gestern um 11.10 Ujhr mit seinem Sattelzug unterwegs und hatte jede Menge Stress. Vor einer Bahnunterführung musste er sein sperriges Gespann umständlich wenden, weil es nicht durchpasste. Weil er nun nicht weiter wusste, hielt er wenige Meter später an. Plötzlich sichtete zwei Uniformierte –  die gerade dabei waren, einen Unfall aufzunehmen.

Die Polizei, dein Freund und Helfer! So dachte sich der irrfahrende 53Jährige wohl. Er eilte auf die Polizisten zu und fragte sie freudig nach einer alternativen Route jenseits der Bahnunterführung. Denn dort passte er ja nun nicht durch.

Doch die braven Beamten kamen gar nicht dazu, darüber nachzudenken: Denn ein durchdringender Alkoholgeruch schlug ihnen aus der Atemluft des Fragenden entgegen. Sofort ab mit zur Wache. Alkotest: positiv. War klar nach diesem Geruchserlebnis.

Der Hamburger verbrachte den Tag gezwungenermaßen mit Sightseeing in Dortmund. Denn in seinen Lorry ließen ihn die Polizisten natürlich vor kompletter Ausnüchterung nicht wieder steigen. Immerhin hat der Besucher aus dem hohen Norden keine zusätzliche Kosten für eine aufwendige Sicherstellung des Sattelzugs am Hals: Denn glücklicherweise fand sich im Fundus der Dortmunder Polizei eine taffe Beamtin, die die erforderliche Fahrerlaubnis besitzt, um den Lkw für die Zeit bis dahin vorschriftsgemäß abzustellen.

Die Buße für den angesäuselten Lorryfahrer: dreistellige Geldstrafe und vier Wochen Führerscheinsperre.

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