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Angeln an der Marina wird weiter eingeschränkt

Die Marina Rünthe ist eines der attraktivsten Freizeitziele der Region. Das hat Folgen: Immer mehr Menschen möchten sich am Kanal erholen oder ihren Hobbies nachgehen. Das gilt für Bootsführer ebenso wie für Angler. Weil das Miteinander zwischen beiden Gruppen nicht so recht klappt, zieht der Landesfischereiverband Konsequenzen.

Das einvernehmliche Miteinander funktionierte nach anfänglichen Schwierigkeiten viele Jahre gut. Seit Herbst 2014 häufen sich bei der Unteren Fischereibehörde beim Kreis jedoch wieder Beschwerden über Angler, die ihrem Hobby mit vielen Geräten, aber zu wenig Beachtung anderer Interessen nachgingen.

Der Landesfischereiverband Westfalen-Lippe ließ deshalb ab 1. April 2016 bis zum 30. Oktober 2016 den Fischfang im Hafenbereich der Marina und dem dortigen Nordufer nur noch mit einer Handangel zu.

Gereicht hat diese Einschränkung nicht, denn immer mehr Angler von immer weiter weg haben inzwischen den Hafenbereich zum Ziel. „Kontrollen in den letzten Monaten haben gezeigt, dass die Einhaltung der Regelung nur mit großem, von der Unteren Fischereibehörde nicht zu leistenden Aufwand überprüft werden kann“, betont Ferdinand Adam, Leiter des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit und Ordnung beim Kreis.

Der Landesfischereiverband beschränkt die Angelerlaubnis deshalb ab der neuen, am 1. Januar 2017 beginnenden Saison weiter. „Gefischt werden darf im ganzen Jahr dann nur noch mit einer Raubfischrute am Nordufer gegenüber dem Hafenbecken der Marina. Für das Hafenbecken selber wird ein ganzjähriges, vollständiges Angelverbot gelten“, erläutert Dr. Michael Möhlenkamp,der Geschäftsführer des Landesfischereiverbandes Westfalen-Lippe.

Bildzeile: Dr. Michael Möhlenkamp vom Fischereiverband hat die Neuregelungen für Angler mit Ferdinand Adam (2.v.r.) und Nicole Drawe (beide Kreis) und Fischereiberater Michael Prill (l.) abgestimmt. Foto: Constanze Rauert – Kreis Unna

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