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Angeblich Schüsse auf Bruder – Statt dessen Missbrauch des Notrufs

Ein Mann soll seinen Bruder erschossen haben – und verschanzte sich danach in seiner Wohnung. In Hamm-Herringen lief am Sonntagnachmittag ein Großeinsatz von Polizei und SEK. Mit völlig überraschendem Ende: Offenbar lag schäbiger Missbrauch des Notrufs vor.

Nach ersten polizeilichen Informationen hatte sich ein Mann in seiner Wohnung verbarrikadiert, der möglicherweise zuvor auf seinen Bruder geschossen hatte. Augenzeugen berichteten von einem Großaufgebot von Kripo, Feuerwehr und Rettungsdienst auf dem Parkplatz des Combi Verbrauchermarkts in Herringen. Der Mann soll um kurz nach 14 Uhr aus eigenem Antrieb die Polizei angerufen haben. Er sei im Besitz einer scharfen Schusswaffe und habe damit seinen Bruder getroffen. Er werde aber sein Haus nicht verlassen.

Daraufhin rückten sofort mehrere Polizei- und Rettungswagen sowie Feuerwehr und Kripo zu dem Wohnhaus aus, die SEK aus Dortmund war ebenfalls kurz danach vor Ort.

UPDATE 18 Uhr:

Der Einsatz ist beendet – mit einem unerwarteten Ende: Es gibt weder einen Verletzten noch mitnichten einen Toten – und auch keinen Schützen: Statt dessen lag offenbar ein schäbiger Missbrauch des Notrufs 110 vor. Ein Polizeisprecher teilte gegen 17.15 mit, dass der Einsatz beendet sei – mit dem mysteriösen Ergebnis, dass man in dem Haus lediglich drei Bewohner antraf, die alle weder eine Waffe hatten noch verletzt waren. Alle drei bestritten, die 110 gewählt und den Großeinsatz in Herringen ausgelöst zu haben.

Die Polizei ermittelt nun wegen „böswilliger Alarmierung“.

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