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An plätschernden Wassern: Seseke ist naturnah wieder hergestellt

Wunderbar naturnah plätschert sie wieder durch den Nordkreis: Die Renaturierung der Seseke ist so gut wie beendet. Das meldet heute der Lippeverband.

Als letzter Abschnitt des Großprojekts wurde Ende vorigen Jahres die Mündungsstrecke unmittelbar vor der Lippe angepackt. Jetzt ist auch dort die Gestaltung des Gewässers fertig: Die Sohlschalen sind unter Wasserbausteinen verschwunden.

Der letzte Abschnitt der Seseke vor der Mündung in die Lippe war schon immer technisch geprägt: Betonplatten bildeten die Gewässersohle, die hohen Deiche schützen Lünen nicht nur vor Hochwasser in der Seseke selbst, sondern auch vor einem Rückstau der Lippe in den kleineren Nebenfluss. Hier gab und gibt es kaum Chancen für eine grundlegende Veränderung. Da die Deiche unverzichtbar sind, wäre auch eine Beseitigung der Sohlschalen, welche die Deiche auf der Wasserseite stützen, nicht ohne weiteres machbar gewesen.

Lippeverband entwickelte neues Konzept

Daraus entwickelte der Lippeverband das Konzept, die Sohlschalen im Gewässer zu belassen und darauf eine neue Flusssohle zu legen, die dem ökologischen Leitbild der Seseke ein deutliches Stück näher kommt.

Starke Strömung

Weil gerade im Mündungsbereich in der Seseke eine starke Strömung herrscht, muss die Gewässersohle mit Steinen befestigt werden. Um dies trotz der engen Platzverhältnisse zu bewerkstelligen, wurden in der vergangenen Woche Stahlmatten am Kran in die Seseke abgesenkt, die bereits mit Steinen bepackt waren. Stück für Stück wie ein Puzzle wurden die mit Steinen belegten Matten auf der Gewässersohle platziert. Durch ihr hohes Gewicht können sie auch von der starken Strömung nicht aus ihrer Lage bewegt werden.

Die eigentliche Mündung war bereits in den Wintermonaten – mehrmals durch Hochwasser unterbrochen – neu gestaltet worden. Nun folgt noch der Wegebau, dann ist die neue Sesekemündung fertig.

Seseke Renaturierung

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