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„Am Anschlag“: Als 3. Kommune im Kreis schickt auch Kamen S.O.S. nach Arnsberg

Vollständig überlastet mit der Unterbringung von Flüchtlingen. Die dritte Stadt im Kreis Unna hat einen „Brandbrief“ an die Bezirksregierung Arnsberg geschickt; Kamen ist damit dem Beispiel von Holzwickede und  Schwerte gefolgt. Man sei „am Anschlag“.

Der unablässige Strom neu zugewiesener Asylsuchender bringt jetzt auch die Sesekestadt an ihr Limit. Die Unterbringungsmöglichkeiten sind erschöpft, neue Wohncontainer oder Traglufthallen zu bekommen ist mittlerweile mit wochenlangen Wartefristen verbunden. Doch wohin so lange mit neuen Flüchtlingen?

Das weiß auch Schwerte nicht mehr, wo zu Wochenbeginn die nächste Turnhalle als Flüchtlingsquartier „beschlagnahmt“ werden musste. Sieben Vereine nutzten bis dahin die Westhofener Sporthalle.

Schwertes Stadtverwaltung bat die Bezirksregierung in seinem Schreiben dringend um eine Atempause und eine Aussetzung weiterer Flüchtlingszuweisungen. Grund: Die Stadt kommt mit dem Herrichten der Unterkünfte nicht mehr nach. Handwerksbetriebe in der gesamten Umgebung haben kaum noch freie Kapazitäten, schrieb Winkler.

Eine kurze Zuweisungspause von einer Woche hat Arnsberg der Ruhrstadt und auch Holzwickede eingeräumt. Allerdings heißt aufgeschoben nicht aufgehoben: Beide Kommunen müssen ihren Anteil an Zuweisungen nachholen.

Für Kamen schätzt Kämmerer Jörg Mösgen die Gesamtzahl der Flüchtlinge inzwischen auf an die 400 ein – nicht eingerechnet die Notunterkunft in der früheren Polizeistation in Südkamen. Gegenüber dem Onlineportal Kamen.web gibt sich das Rathaus derzeit ratlos.  „Das Einzige, was wir wissen, ist, dass die Zuweisungszahlen, die uns erreichen, überborden und wir nicht mehr wissen, wie wir das händeln sollen. Wir sind am Anschlag“, zitiert das Onlinemedium den SPD-Bürgermeister Hermann Hupe.

Das frühere Seniorenheim Haus Christophorus nahe am Freibad hat die Stadt wie berichtet zur Flüchtlingsunterbringung gekauft; es ist schon wieder komplett gefüllt. Feldbetten sind derzeit überall ausverkauft, Container haben mehrere Monate Lieferzeit.

Laut WDR-Meldung konnten in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Wochen 20 Städte keine Flüchtlinge mehr aufnehmen.

 

 

Kommentare (16)

  • Stefan Hinke via Facebook

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    Katharina Schoppa

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  • Susanne Appelstiel via Facebook

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    War doch klar :-(

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  • Monika Boenigk via Facebook

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    Am besten ihr schickt sie zu Frau Merkel….

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Die Lage spitzt sich zu. Sie wird auf Dauer unhaltbar werden. Andererseits höre ich die ersten Geschichten von Asylbewerbern, die freiwillig zurück in ihre Heimat kehren wollen.

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Zur Verteilungspraxis meldet der WDR eben Folgendes: „Die Verteilung von Flüchtlingen wird in NRW neu organisiert. In Zukunft werden die vier Städte Köln, Düsseldorf, Dortmund und Essen zu Drehscheiben für ankommende Sonderzüge. Darauf haben sich die Städte bei Gesprächen mit der Landesregierung geeinigt…Derzeit teilen sich Düsseldorf und Köln diese Aufgabe. Dortmund hatte sich zuletzt geweigert, die Drehscheibenfunktion wieder zu übernehmen, und gefordert, die Last auf mehr Schultern zu verteilen. Nach dem neuen Konzept soll ab Mitte Dezember verfahren werden.“

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    • Petter Uhlenbusch

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      … mir wir bang und bänger…

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      • Petter Uhlenbusch

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        pleas give me an r…
        … das macht die Aufregung… :-)

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  • Wutbürger Fürst

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    „….Für Kamen schätzt Kämmerer Jörg Mösgen die Gesamtzahl der Flüchtlinge inzwischen auf an die 400 sein – nicht eingerechnet die Notunterkunft in der früheren Polizeistation in Südkamen….“ – Er „schätzt“!!!!!!! Mangels genauer Zahlen, wird geschätzt!

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  • Petter Uhlenbusch

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    Eines weiß ich mit Gewißheit … den Verantwortlichen, die dieses Horro-Szenario zu verantworten haben wird man da nie vergessen… irgendwann werden auch die dafür gerade stehen müssen…

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    • Stefanus Maxus via Facebook

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      Stehen oder…..(darf man nicht schreiben, aber denken)

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      • Petter Uhlenbusch

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        jau, stimmt. Danke für den Hinweis.!

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      • Wutbürger Fürst

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        „…(darf man nicht schreiben, aber denken)…“

        „Wort-Verbote“, wie beschämend für eine angebliche Demokratie!

        Allahuakbar!

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  • Petter Uhlenbusch

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    Merkel, Altmeier, Gabriel, Özdemir & Co, wir danken euch!

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    • Wutbürger Fürst

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      Leute, schaut Nachrichten auf N-TV! Paris – Islamistische Anschläge.
      DAS blüht uns, denn sie wurden auch uns ins Land geholt.

      Und jetzt läuft das Merkel-Gesülze.

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  • Stefanus Maxus via Facebook

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    Brandbriefe schreiben? Nanana, das sind ja böööse Nazis!

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  • Cora

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    Freitag 13. 11. 23 Uhr Nachrichten, Paris, Fußball. Putin will uns nichts.

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