Rundblick-Unna » Albanische Einbrecher zu teils mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

Albanische Einbrecher zu teils mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

Monatelang verübten sie bandenmäßige Wohnungseinbrüche vom Sauerland bis ins westliche Ruhrgebiet, stahlen Geld, Schmuck, Elektrogeräte. Dafür fahren sie jetzt ein. Das Landgericht Hagen hat gestern sechs albanische Asylbewerber zu Haftstrafen bis zu vier Jahren verurteilt. Die überörtlich agierende Bande war Anfang Januar in einer Flüchtlingsunterkunft im Märkischen Kreis gefasst worden, wo sie sich zeitweilig aufhielt (wir berichteten).

Die Schäden, die die Bande bei ihren Beutezügen anrichtete, bewegten sich im fünstelligen Bereich. Alleine im Januar und Dezember sollen die Männer in zwei Dutzend Wohnungen eingebrochen sein, vom Märkischen Kreis über das Sauerland und östliche Ruhrgebiet bis tief in den Westen – ihr Radius war weit gesteckt.

Zur „Einsatzzentrale“ bzw. Unterschlupfort hatten sich die Kriminellen ein Asylheim in Plettenberg ausgesucht.

Dabei waren die Albaner eigentlich verschiedenen Unterkünften im gesamten Bundesgebiet zugeteilt. Faktisch hielten sie sich jedoch meistens bei Bekannten in anderen Einrichtungen auf, ohne dort gemeldet zu sein.

Auf die Spur der Bande führten Hinweise der Polizei in Flensburg. Dort war im November einer der Albaner festgenommen worden, worauf sich einige Bandenmitglieder mit einem Pkw in den  hiesigen Raum absetzten. Dieser Wagen wurde dann auf einen Mittäter umgemeldet, der hier ordnungsgemäß angemeldet war.

Nach umfangreichen Observationen gelang dann in mehreren Zugriffen das Zerschlagen der Bande: Zwei Einbrecher wurden unmittelbar nach einem Wohnungseinbruch in einem Waldstück gefasst, am 6. Januar wurde dann der gesamte Komplex der Flüchtlingsunterkunft in Plettenberg von der Polizei umstellt. Die gesuchten Verdächtigen wurden zusammen in einem Zimmer vorgefunden – sofort klickten die Handschellen. Bei den anschließenden Durchsuchungen wurde Diebesgut aus Einbrüchen gefunden. 

Kommentare (6)

Kommentieren