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Aktion beendet: 900 Unterschriften gegen Marktsperrung in Fröndenberg

Insgesamt sind es nun knapp 900 Unterschriften geworden – gegen die Idee, Fröndenbergs Markt für Autos komplett zu sperren. 900 sagen Nein zu einem autofreien Marktplatz.

Wie berichtet, hatte der Werbering dazu in den Sommerferien emsig mit Listen geworben.  Am heutigen Mittwoch soll der dicke Papierpacken dem Bürgermeister übergeben werden.

Kein Autoverkehr also mehr auf dem Marktplatz, und die Karl-Wildschütz-Straße soll zur Sackgasse werden. Bedeutet: schlechtere Erreichbarkeit der dortigen Geschäfte, Apotheken und Arztpraxen. Die Komplettsperrung ist  eine von mehreren Neugestaltungsideen, die vor den Sommerferien in der Gesamtschule vorgestellt wurden und über die die Politik zu beraten und zu beschließen hat.

Den Marktplatz komplett zur autofreien Verweilzone rückzubauen, mit Sitzgelegenheiten und Ruheoasen, dieser Variante könne und werde der Rat nicht zustimmen. Dessen zeigte sich Wolfgang Hüttner für die Werbegemeinschaft in den Sommerferien zuversichtlich. „Die Frequenz von Passanten ist sehr gering. Um da was lukrativ zu gestalten, müsste man sehr viel Geld in die Hand nehmen.“

Frö Marktplatz

Kontraproduktiv wäre eine Komplettverbannung von Autoverkehr aus Fröndenbergs „guter Stube“ ohnehin aus Sicht der Geschäftsleute. Deren Kunden können bisher buchstäblich bis vor die Ladentür fahren. Das müsse auch weiterhin möglich sein, beharrt Wolfgang Hüttner für sein Gremium.

„Wer bei Rafalczik z. B. Fleischplatten bestellt hat, will sie nicht zu Fuß quer durch die Stadt zu seinem Auto schleppen, das irgendwo weiter weg geparkt ist. Dasselbe gilt für Paketablieferung in Susannes Laden. Es muss möglich sein, für solche Zwecke weiterhin kurz vor dem Geschäft vorzufahren.“

Wobei die Betonung auf „kurz“ liegt, weshalb der Werbering einer anderen Variante der Marktneugestaltung zustimmt: „Die vier Parkplätze auf dem Marktplatz sollten als Kurzzeitparkplätze ausgewiesen werden. Parkdauer 15 bis 30 Minuten.“ Zudem ist der Werbering mit dem Vorschlag einverstanden, dass der Markt an den Einfahrten Schwellen zur Temporeduzierung bekommt, so dass klar wird: Langsam fahren. Im Schritttempo rollen. Auch die Paketdienste sollen weiterhin „von oben“ auf kurzem Weg auf den Marktplatz fahren dürfen. „Mit diesen Kompromissen könnten wir uns anfreunden“, macht Wolfgang Hüttner deutlich.

Für die Politik wird die Entscheidungsfindung damit nicht einfach. Denn das Innenstadtkonzept der Stadt geht derzeit von einer Sperrung des Marktes aus. „Sonst dürfte wohl die umfassende Wassergestaltung nicht funktionieren“, machte Gerd Greczka (CDU) deutlich. Dass die Händler und andere keine Sperrung wollten, könne er ebenfalls nachvollziehen. „Hoffen wir, dass sich am Ende alles zum Guten wendet. Die Beratungen haben begonnen.“

 

 

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