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Aggressive Telekom-Werber nerven Unnaer mit „Hausbesuchen“

Heute ein neuer Vertrag – oder morgen kein Internet mehr. Aggressive Telekom-Werber ziehen in den letzten Tagen von Tür zu Tür in Unna und nerven manch unverhofft „Beglückte“ gewaltig.
Sie tragen schwarze Jacken mit weißem Telekom-Logo. Und sie versuchen ziemlich aggressiv,  Festnetzverträge der Telekom zu verkaufen. Mit unverhohlenen Drohungen wie: Wenn Sie nicht unterschreiben, kappen wir Ihren Internetanschluss.
 „Mein Mann hat neulich abends einen rausgeworfen“, berichtete uns eine Leserin von der Massener Straße empört. „Die klingeln und drohen dir an: Wenn du keinen Anschluss bei der Telekom nimmst, wirst du vom Kabel abgeklemmt.“
Auch an der Kleistraße und am Dienstagabend an der Körnerstraße wurden die Werber schon gesichtet. Ihre Drohungen sind natürlich haltlos. Diese Telekomwerber haben gleichwohl schon in anderen deutschen Städten mit ihren fragwürdigen Methoden für Ärger gesorgt und sind deshalb auch der Polizei bekannt.
Denn viele Bürger, bei denen diese Werber anklingeln, fürchte, dass es sich um Trickdiebe handeln könnte, die mit dubiosen Begründungen in die Wohnungen gelangen wollen. Die Verwechslungsgefahr mit solchen Betrügern – die es ja tatsächlich auch schon gab und gibt – sind groß. Daher der wichtigste Rat der Polizei und der Verbraucherzentrale: Niemals einen Fremden ins Haus lassen, schon gar nicht, wenn er abends unangemeldet vor der Haustür steht. Freundlich (oder auch nicht so freundlich) „Nein, danke“ sagen und sofort eine Beschwerdemail an die Telekom schreiben.
Die Werber sind bei einer Marketingagentur aus NRW beschäftigt. Sie können sich mit einem Ausweis und einem Autorisierungsschreiben der Telekom ausweisen. Auf seiner Homepage bekennt sich das Unternehmen offen zu seinen „ehrgeizigen Vertriebszielen“ – die die Werber offenbar mit allen Mitteln zu erreichen versuchen. So geben Mitarbeiter vor, sie seien gekommen, um den Internet-Router zu überprüfen. Oder: „Wir müssen ein Glasfaserkabel checken.“
Offenbar nur ein Vorwand, damit sie nicht an der Haustür gleich abgewimmelt werden. Und wenn sie dann in der Wohnung sind, wird´s unangenehm. Dann gehen sie häufig nicht mehr freiwillig ohne Unterschrift, sondern müssen (wie im Fall unserer Leserin von der Massener Straße) hochkant rausgeworfen werden. Es geht darum, Verträge zu verkaufen. Mit grenzwertigen Mitteln.
Mancherorts riefen die rabiaten Methoden der ungebetenen Besucher bereits die Polizei auf den Plan: Die „Augsburger Allgemeine“ berichtete im November umfangreich über die fragwürdigen Methoden der Agentur. Die Polizei benannte in dem Bericht das eigentliche Problem: Die Werber nutzen dieselben Tricks wie Betrüger, um in Wohnungen zu kommen. Und dann machen sie lange Finger. Auch im Kreis Unna und den angrenzenden Kreisen und Städten gab es schon Fälle, in denen sich Kriminelle als  Telekom-Mitarbeiter tarnten.
Die Polizei hat die Marketingagentur deshalb schon wiederholt zu seriöserem Werberverhalten aufgefordert,  damit es nicht weiter zu Verwechslungen kommt. Doch offenbar ist das nicht vollständig angekommen…

Klipp und klar der Rat: Niemals Fremde einfach in die Wohnung lassen, schon gar nicht abends und unangemeldet. Seriöse Unternehmen fallen niemals mit der Tür ins Haus. Sie kündigen ihr Kommen an: Entweder per Post(einwurf) und/oder (wie die Zählerableser der Stadtwerke) über die Presse.


Da unsere automatische Verlinkung auf Facebook momentan Störungen hat, laufen die dortigen Kommentare nicht ein. Wir veröffentlichen sie daher übergangsweise hier:

ÜBER FACEBOOK kommentiert Karsten Pfützner:

Mir berichtete vor kurzem ein Kunde aus Massen-Nord, dass ihm die Telekom dort einen schnellen Internetzugang verkaufen wollte. In Massen-Nord, Kessebüren und dem größten Teil von Billmerich haben die Stadtwerke zusammen mit der Helinet ausgebaut. Hier kann die Telekom technisch gar kein schnelles Internet anbieten. Vor einem Vertragsabschluss in diesen Gebieten kann man eigentlich nur warnen, zumindest wenn man einen schnellen Internetzugang benötigt. Fragen dazu beantworte ich gern unter karsten.pfuetzner@sw-unna.de

Nejla Topaloğlu Mittwoch abend 20.00 Uhr stand einer auch bei mir , trotz das Ich Telekomm bin wollte er mir schnelleres Internet anbieten , war aber generft als ich gesagt habe kein Intresse ! Wortlos weitergegangen ..

 

Ette Van Rainbow Bei mir waren die auch ganz schnell von tür zu tür… da man sie laut und bestimmend sprechen hörte bemerkte ich sie schon als sie bei den Nachbarn klingelten… dann kamen sie auch zu mir zeigten mir sofort ihren ausweiss und wollten mir ein super Angebot für 44 euro im monat andrehen… daraufhin sagte ich ihnen das ich momentan die hälfte davon zahle und ich mit meiner leitung super zufrieden bin und das auch nicht einsehe so viel geld für internet und Telefon zu zahlen. .. danach wurde mir auch gesagt das ich bald keinen anschluss mehr haben werde… dann musst ich lachen und sagte ihm das ich mein anschluss sehr wohl behalte und wenn eine eine Änderung im kompletten haus vorgenommen werden sollte und ich dies mitmachen müsse müsste er sich an meinen vermiter wenden. .. ich hab mit seinem haus nichts zu tun… bin ja nur mieter und verwickelte in eine Diskussion… daraufhin ging er und war nicht mal mehr bereit mir Informationsmaterial auszuhändigen. ..

Monika Seitz Huhmann
Monika Seitz Huhmann nach euren mails hier hab ich meinen jetzigen Anbieter kontaktiert…Sie waren ja auch bei mir..Habe eigentlich nur einen Schufaauskunftsantag unterschrieben…DACHTE ICH….Der Auftrag zum Anbieterwechsel liegt noch hier….Bei O2..wurde mir die übernahme bestätigt….Glückwunsch zum neuem Telekomkunden.

 

Kommentare (11)

  • Mike

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    Die Firma Ranger Marketing war bei mir auch schon mit ihrer Drückerkolone.
    Was ich gerne wissen würde, woher sie wussten welchen Anbieter ich habe ? Woher bekommen sie die Daten ?
    Ich habe nachdem die Firma bei mir an der Tür aufgetaucht ist mit zwei Mann mich massiv bei der Telekom beschwert, Reaktion dort war nur wurde an Ranger Marketing weitergegeben. Die Telekom weiss sehr genau welch unlautere Methoden die Firma einsetzt und wie die Leute von diesen Vertrieblern belogen werden mit falschen Aussagen. Es ist ja alleine schon die Dreistigkeit, daß sich die Mitarbeiter einer fremden Firma als Telekommitarbeiter ausgeben. Die Telekom weiss das alles, sie macht aber nichts dagegen, anscheinend läuft das Provisionsgeschäft mit ihrem Partner Ranger Marketing zu gut.
    Mich hat die Telekom komplett als Kunden verloren wie auch zahlreiche Nachbarn die davon mitbekommen hatten bzw. auch Besuche hatten, eine Firma wie die Telekom die trotz zahlreichster Beschwerden ihren Partner weitermachen lässt braucht man nicht.

    Also ganz wichtig, wenn jemand tatsächlich von der Telekom kommt kann sich dieser als Telekommitarbeiter ausweisen ! Es darf kein Ranger Marketing auf dem Ausweis stehen. Wichtig, Ranger Marketing ist Telekom Partner, sie dürfen aber nicht als Telekommitarbeiter auftreten noch sich als Telekom ausgeben, sie müssen sich mit Ranger Marketing erkenntlich geben als Telekom Vertriebspartner ! Wenn sie einem Formulare vorlegen, sobald dort das Wort Partner auftaucht, Finger weg. Die Polizei kann leider nichts machen solange die Telekom keine Schritte gegen ihren Partner einleitet wegen falscher Verwendung von Firmenzeichen und Firmenamen der Telekom und dem Betrug sich als Telekommitarbeiter auszugeben was sie nicht sind.

    Wer sich für Telekomprodukte interessiert bitte über die Telekomhomepage bestellen oder zum Telekomladen gehen oder zu einem seriösen Vermittler !

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  • Richard

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    Mike, anscheinend weißt du nicht das selbst der Telekomladen in der Stadt auch nur ein Subunternehmer ist der sich im Namen der Telekom darstellen darf. Die Leute dort arbeiten genau so auf Provision wie die Türbesucher. Die Telekom beschäftigt hauptsächlich nur noch Techniker im Außendienst (also von den Mitarbeiter die man sieht) welche an den Kästen arbeiten.

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    • Mike

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      Doch, das ist bekannt, daß die T-Punkte durch Subunternehmer betrieben werden inzwischen, jedoch kann man dort von einem „seriösen“ Geschäft ausgehen und man geht dort eben hin mit dem Vorsatz selber etwas kaufen zu wollen und nicht man wird mit dubiosen Begründungen an der Tür unter Druck gesetzt. Die Türgeschäfte der Firma Ranger Marketing sind sehr dubios, eine Suche mit dem Namen ergibt hunderte von Treffern zu Beschwerden über diese Firma. Die Telekom selber interessiert das leider nicht solange wohl noch mehr Aufträge reinkommen als Beschwerden.

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  • wutbürger fürst

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    In der Südstadt, um die Falkstraße herum, ist neuerlich Highspeed-Internet möglich. Wie in zuvor per Post zugestellten Prospekten -leider sehr klein- angekündigt, sollen Berater dazu auch Hausbesuche machen. Entsprechend erhielt ich gestern „Besuch“. Vor der Haustür abgewickelt, aber völlig seriös und, kaum zu glauben, fachlich kompetent. – Achtung also vor Verwechslungen! Es scheinen auch seriöse Telekom-Werber unterwegs zu sein, zumindest anlaßbezogen im o.g. Bereich.

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    • Mike

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      So einen Zettel hatten wir auch und auch die beiden Typen an der Tür von Rangermarketing sagten es wäre nun Highspeed-Internet möglich. Hier muss man extrem aufpassen, in Unna-Süd, südlich der B1 gibt es seit Jahren wie gehabt nur DSL bis 16 Mbit/s von der Telekom. Der Bereich wird laut Telekom selber nicht mit VDSL aufgerüstet derzeit. Der Ausbau letztes Jahr war nur im Bereich nördlich der B1 Richtung Innenstadt, d.h. z.B. die Falkstr. ist zweigeteilt.
      Den aktuellen Ausbaustatus kann man auf der Telekom Webseite einsehen und auch eine Verfügbarkeitsprüfung machen !
      Alle die an die Tür kommen und keine Verfügbarkeitsprüfung Online mit ihrem Laptop anbieten kann ich nur raten Finger weg, ansonsten unterschreibt man wie einer unser Nachbarn einen Vertrag für VDSL bis 100 Mbit/s, bekommt nach der Verfügbarkeitsprüfung aber nur z.B. bis 16 Mbit/s geliefert wobei bei ihm die tatsächliche Rate bei 6 Mbit/s liegt, zwar dann auch zu dem Preis von 16 Mbit/s, aber man bindet sich für 2 Jahre und hat eben kein VDSL was versprochen und beworben wird als Highspeed mit 50-100 Mbit/s.

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      • wutbürger fürst

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        Rchtig, Mike, man muß extrem aufpassen. Und richtig auch, daß man VOR Verfügbarkeitsprüfung keinen Vertrag unterschreiben sollte. Ich hatte mal und bezahlte 16 Mbit/s, bekam aber nur maximal 3 Mbit/s und kam dennoch nicht aus dem Vertrag, da die Telekom eine sogenannte vertragliche Rückfalloption (kannte ich bis dahin gar nicht) eingebaut hatte. Diese Rückfalloption nennt sich bei neuen Verträgen RAM (Rate Adaptive Mode) und ermöglicht der Telekom UNTER verkaufter VDSL-Leistung und dennoch „vertragstreu“ zu bleiben (statt 50 der 100 Mbit/s viel weniger).

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  • Christel Heinze

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    Ein klasse Bericht. So erfährt man wenigstens dass die Telekom wirklich diese komischen Werbefuzzys engagiert. Super recherchiert, lieber Rundblick!! Brauchen wir eine Tageszeitung, wenn wir den Rundblick haben? … natürlich nicht!!! ????

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  • petter Uhlenbusch

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    Kann mich auch nur beim Rundblick bedanken! Gestern hatte ich eine Frage zu den dubiosen Haustürgeschäften der Telekom, heute schon ein kompletter und aussagefähiger Artikel online. Klasse!!! … muß ja mal gesagt werden :-)

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    • Silvia Rinke

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      😉 Das hatte sich überschnitten, Petter Uhlenbusch, wir waren bereits in der Recherche. Danke dennoch für den Dank!

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  • Mike

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    @Monika Seitz Huhmann das ist die bekannte Masche der Firma Ranger Marketing mit man müsse sich nur vergewissern ob der Kunde auch Zahlungsfähig ist und man bräuchte daher die vermeintliche „Schufaauskunft“ und alles weitere würde sowieso erst in den nächsten Tagen per Briefpost kommen. Fakt ist, man unterschreibt einen Vertrag / Antrag, man darf nicht vertrauen was sie einem sagen sondern man muss alles genau in Ruhe durchlesen.
    Aber, Haustürgeschäfte kann man widerrufen ! Denn im Zweifelsfall hat man sonst zwei Verträge am Hals, die Restlaufzeit des alten Vertrages und die des neuen Vertrages.

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  • petter Uhlenbusch

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    Aber das ist ja kein Alleinstellungsmerkmal der Telekom.
    In meiner Firma bekomme ich ständig Anrufe von irgendwelchen Leuten, oft mit Berliner Vorwahl-Nummer, die mich z.B. dazu überreden möchten eine Fahrzeug-Werbung auf ein Auto für die Werkstatt-Unna zu buchen. Oder eine sogenannte Schautafel vor irgendeinem Kindergarten in Königsborn… sie würde von der eingenommenen Summe dann Spielteppiche für den KG spenden … ja nee ist klar, für 900€ Sofortzahlung (mit automatisch verlängertem ABO) kann man ne Menge Spielteppiche kaufen 😉 Ich möchte nur jeden warnen sich auf diese (Wuppertaler) Masche einzulassen, das wird teuer.
    Bei der Werksatt Unna habe ich versucht mich telefonisch zu beschweren,
    habe aber leider keine Resonanz erreicht. Auch merkwürdig!
    PS.
    Auch öfter Anrufe von „Polizei-Unna“… möchten sie nicht eine Anzeige
    in unserer neuen Broschüre wider dem Kindesmissbrauch schalten… Nö, möchte ich nicht… Antwort von dem Typen „Ach, dann finden sie so was gut,oder wie?“

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