Rundblick-Unna » Aggressive Gruppe schlägt und tritt 16Jährigen krankenhausreif – 7 Festnahmen, Hauptgewalttäter war auf Bewährung frei

Aggressive Gruppe schlägt und tritt 16Jährigen krankenhausreif – 7 Festnahmen, Hauptgewalttäter war auf Bewährung frei

Mit sieben Festnahmen – davon sechs vorläufig – endete Samstagabend ein brutaler Angriff mit gefährlicher Körperverletzung in der Dortmunder Innenstadt. Ein 16Jähriger wurde von einer aggressiven Gruppe regelrecht krankenhausreif geprügelt und -getreten, ein Teleskop-Schlagstock kam zum Einsatz. Die Beteiligten sich alle zwischen 16 und 19 Jahren. Der gewalttätige Haupttäter (18) war auf Bewährung auf freiem Fuß und hatte fast 1 Promille intus.

Wie die Polizei berichtet, begegneten der 16Jährige und seine 17jährige Begleiterin dem Angreifer- einem 18-jährigen Dortmunder -auf der Kampstraße / Katharinenstraße. Der Ältere soll das Pärchen zunächst provoziert und dann auf den 16-Jährigen eingeschlagen haben. Sofort rannten sechs weitere Tatverdächtige herbei und malträtierten gemeinsam den 16-Jährigen mit Schlägen, Tritten und einem Schlagstock.

Das 17-jährige junge Mädchen versuchte zu helfen, wurde aber selber auch von Schlägen getroffen. Zeugen verständigten derweil die Polizei. Diese rannten den flüchtenden Tätern hinterher, erwischten sie an einem nahe gelegenen Einkaufszentrum. Hier erfolgten sechs Festnahmen plus eine weitere nach Widerstands gegen die Polizeibeamten im Grafenhof. Sechs aus der Gruppe (16-19) wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen – Personalienfeststellung und erkennungsdienstliche Behandlung – wieder entlassen.

Der 18-Jährige, der sich heftig gegen seine Festnahme gewehrt und auch den Schlagstock bei sich hatte, wurde ins Polizeigewahrsam verfrachtet. „Er ist bereits hinreichend wegen diverser Gewaltdelikte in Erscheinung getreten, verurteilt worden und derzeit auf Bewährung“, notiert die Polizei. „Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von fast 1 Promille.“

Der 16-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht.

Kommentare (15)

  • Degirb Gnoleic via Facebook

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    Warum hatte der Haupttäter denn n o c h Bewährung ??? Das kann doch kein normaler mensch mehr verstehen …. :-(

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  • Andreas Jour via Facebook

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    Abgesehen von einer oftmals viel zu laschen Judikative:
    Reif sein zum Wählen mit 16, reif für den Führerschein mit 17, aber voll strafmündig erst ab 21… Finde den Fehler…

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  • Marc Weber via Facebook

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    In den USA würden alle einsitzen. Unser Rechtssystem muss reformiert werden!

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  • Ulrike Berckhoff via Facebook

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    Ohne Worte!!!!!???????????????

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  • M.Feldmann

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    Wer den Offenbarungseid beim Gerichtsvollzieher nicht freiwillig ablegt, kommt in den Knast. Aber wer als Straftäter wiederholt auffällt, läuft trotzdem frei rum.
    Was für eine Gerechtigkeit soll das sein? Sind Geldschulden wichtiger als Menschen? I

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  • Dinse

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    Gute Besserung dem 16- Jährigen. Ich hoffe, dass die Schläger empfindliche Strafen bekommen.

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  • Sven Arnt via Facebook

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    Jugendstrafrecht, Erziehung vor Strafe. Hat bei dem Haupttäter ganz offensichtlich nicht funktioniert. Ist ja leider häufiger so. Hoffe den Verletzen geht es bald besser. Bitte erwarte jetzt keiner, dass die Truppe hier schnell einen strafrechtlich konsequenten Schuss vor den Bug bekommt. Auch bei denen wird das JGG zur Anwendung kommen.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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    • Sven Arnt via Facebook

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      Also damit das nicht falsch verstanden wird, natürlich muss man Jugendliche irgendwie strafrechtlich anders behandeln. Ganz klar. Allerdings bin ich durchaus der Meinung, dass dabei grade am Anfang einer „Karriere“ sehr viel Konsequenz und vor allem auch eine zeitlich sehr enge Verbindung zwischen Tat und Strafe da sein muss. Auch Strafen erziehen übrigens. Wenn es dann zu solchen Gewaltexzessen kommt, dann muss der Rechtsstaat unmissverständlich klar machen, dass das in keinster Weise toleriert wird. Da sehre ich Bewährung nicht als adäquates Mittel an. Natürlich auch Arrest und dann eine sehr engmaschige Arbeit mit diesen Jugendlichen. Dazu muss man dann bereit sein, in die entsprechenden Stellen bei der Sozialarbeit im und nach dem Knast zu investieren.

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  • Lisa Weidehoff via Facebook

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    Michael Grobosch ??

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