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AfD-Parteitag Werl: 6 Journalisten flogen raus – NRW-Wahl als „Blaupause“ für den Bund

Beim – zunächst nichtöffentlichen – Landesparteitag der AfD in der Werler Stadthalle waren gestern ab mittags Pressevertreter zugelassen. Sechs flogen raus, berichten Kollegen des Westfälischen Anzeigers (WA online), einer von ihnen durfte am Nachmittag wieder hinein. „Er trug ein Armband mit der Aufschrift ,Refugees Welcome´“, berichtet der WA-Reporter. Nach Diskussionen mit der AfD-Jugendorganisation und der Security sei er wieder zugelassen worden.

Das Ergebnis der Landtagswahl im kommenden Mai bezeichnete AfD-Chefin Frauke Petry vor den NRW-Delegierten als „Blaupause für die Bundestagswahl“ vier Monate später. Fast 20 Prozent der derzeit ca. 23.000 AfD-Mitglieder seien in NRW beheimatet. Bei den aktuell prognostizierten 12 Prozent für die AfD im größten Bundesland sieht Petry „noch Luft nach oben“. Das Landesstudio des WDR titelte seinen ersten Bericht vom Parteitag: „Mit der AfD zurück ins Gestern“.


Als politische Eckpunkte wurden auf dem Landesparteitag in Unnas Nachbarstadt z. B. formuliert:

Ausbaustopp für Windkraftanlagen.

Weitere Nutzung der Braunkohle als verlässlicher fossiler Energielieferant.

Volksentscheide erleichtern.

Weg mit dem „Turbo-Abi“ (Abitur nach 8 Jahren / G8) und Rückkehr zu G9.

Schluss mit der Inklusion (Kinder mit Beeinträchtigungen / Behinderungen lernen in normalen Regelschulklassen), statt dessen wieder eine Stärkung der Förderschulen.

Keine schrankenlose Religionsfreiheit: Verbot vom Kopftuch am Arbeitsplatz.

(Quelle hierzu: WA online)

Frauke Petry

Frauke Petry (oben) kehrte zu diesem Parteitag in heimatliche Gefilde zurück: Sie wuchs in Bergkamen auf und ging dort auch zum Gymnasium. Ihr frührer Lehrer Heinrich Peuckmann hatte seiner ehemaligen Schülerin vor einigen Monaten einen sehr kritischen und kontrovers diskutierten öffentlichen Facebookpost gewidmet, der landesweit durch die Medien ging.

http://rundblick-unna.de/bergkamen-wo-frauke-petry-zum-gymnasium-ging-ihr-frueherer-lehrer-heinrich-peuckmann-wirft-afd-chefin-luege-und-schaebigkeit-vor/

(Foto: AfD NRW)

Kommentare (30)

  • Chrissy Westh via Facebook

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    mit Deren EckPunkten …. lässt zu wünschen übrig!

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  • Marco Jedschat

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    Die Eckpunkte sind ein Grund mehr, diese Partei nicht zu wählen. Nicht das sie nur einfallslos wären und sinnfrei, sondern die AFD führt uns alle ins tiefe Mittelalter zurück.

    Es bleibt abzuwarten und zu hoffen, dass die anderen Parteien den richtigen Weg und die richtigen Worte finden sich mit der AFD und dieses Parteiprogramm auseinander zusetzen.

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    • Chrissy Westh via Facebook

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      genau das meinte ich damit. Danke Marco Jedschat.

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    • Silvia Rinke via Facebook

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      Ich persönlich bin gespannt, auf welches Echo die bildungspolitischen Forderungen stoßen. Eine Abschaffung des Turbo-Abis z. B. oder eine Beendigung der Inklusion zumindest in der bisherigen Form werden ja durchaus auch von Eltern teils vehement gefordert.

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      • Marco Jedschat

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        Die Diskution im Falle der Inkussion hat gerade erst mal begonnen. Über das Pro und Kontra muss eine Gesellschaftliche Diskussion beginnen, doch gleich die Abschaffung zu fordern halte ich persönlich für verfrüht. Bin ein Beführworter der Inkussion, weil ich es für eine gute und richtige Notwendigkeit erachte. Solche Menschen wieder in die Isolation der Sonderschulen abzuschieben sind Maßnahmen, die nicht mehr zeitgemäß, pädagogisch unsinnig und menschenunwürdig erachte. Zumal alle Kinder von der Inkussion profiltieren.

        Das die Inkussion Zeit braucht, Geld kostet ( für Umbauten der Schulen etc.), ist mir bewusst. Jedoch kann ich mich nur wiederholen, dass ich die Inkussion für gut und richtig halte.

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        • Silvia Rinke via Facebook

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          Die Inklusion an sich ist ein sehr guter und sinnvoller Gedanke, es fehlt jedoch – und hier spreche ich aus eigener Erfahrung aus meiner Schule – eklatant an allem An Raumausstattung, Personal, an Geld, Geld und nochmal Geld. Und die Landesregierung lässt keine Anstalten erkennen, daran nennenswert etwas zu ändern. Aus guten Gründen melden Eltern derzeit ihre Kinder wieder haufenweise an Förderschulen „zurück“ an. Darüber wurde in den letzten Monaten häufig berichtet.

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          • Marco Jedschat

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            Frau Rinke von der Meinung und Einschätzung der Inkussion sind wir gar nicht so weit voneinander entfernt. Das mit den Kosten, Personal etc. habe ich ja auch in meinem Beitrag angemerkt.

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            • Silvia Rinke via Facebook

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              Ja, Herr Jedschat, aus Ihrem Beitrag klingt jedoch die Gewissheit heraus, dass die völlig unzureichende Ausstattung in jedweder Art zeitnah noch einem angemessenen Konzept weicht. Ebenso sehen Sie die Inklusion noch „am Anfang“. Ich sehe ernüchtert, dass längst Tatsachen geschaffen wurden, indem jetzt auch im Kreis Unna Förderschulen geschlossen werden, obwohl längst zahlreiche „inkludierte“ Kinder wieder von ihren ernüchterten und gefrusteten Eltern von den Regelschulen abgemeldet werden. Und Frau Löhrmann verkauft das als Erfolgszug der Inklusion. Es müsste alles zurück auf Start und neu konzipiert werden. So wie es jetzt läuft, funktioniert es (das weiß ich aus Kollegenkreisen) nur an ausgewählten und speziell geförderten Vorzeigeschulen.

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              • Marco Jedschat

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                @Rinke Die Politik hat aus meiner Sicht einen herausstehenden Fehler gemacht und zwar, dass alles zu schnell ohne wirklichen Master Plan voran getrieben wurde. Ohne die Schulgebäude Situation zu berücksichtigen, ohne den Personal mehr Bedarf abzudecken oder die Kosten der Inkussion zu berücksichtigen. Nur alles zu 100% auf +- 0 zurückzusetzen wird nicht möglich sein, man muss nun wohl oder übel alles so nehmen wie es ist und das beste daraus machen.

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                • Silvia Rinke via Facebook

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                  Marco Jedschat: Wenn wir dieses „beste“ auf sehr bescheidenem Niveau definieren, treffen wir uns auf demselben Nenner.

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            • Hans-Otto Dinse

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              MJ:
              Wenn Sie gelernt haben wie Inklusion geschrieben wird, werden Sie vielleicht auch verstehen, warum diese Schulform für normal begabte Kinder nicht geeignet ist.

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              • Marco Jedschat

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                Da hat die AFD Parteischule ja doch was gebracht bei ihnen Herr Dinse =)

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    • Dinse

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      Das passt doch MJ. Dann treffen wir uns dort mit dem von Ihnen hofierten Islam. Vielleicht werden wir auch zu waschechten Islamisten umerzogen. Dann könnten wir uns ja jetzt miteinander anfreunden.

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      • Marco Jedschat

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        Herr Dinse ich weiss ja, dass sie jede Gelegenheit nutzen Aufmerksamkeit zu bekommen. Über Ihre Aktionen wird hier im Rb und anderswo regelmäßig Berichtet und sie sind auch als fleißiger und spitzfindiger Kommentator hier bekannt und berüchtigt.

        Worüber ich mich jedoch nocht nicht ganz schlüssig bin ist, was mich von beiden am meisten anwidert oder ob beides gleichermaßen die selbe Wirkung auf mich ausübt.

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        • Dinse Hans-Otto

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          Ich bin mir sicher, beides gleichermaßen.

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          • Marco Jedschat

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            Ja da mögen sie recht haben Herr Dinse.

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  • Werner Maag

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    „trug ein Armband mit der Aufschrift ,Refugees Welcome´“

    Unvoreingenommenheit oder eine ausgewogener Berichterstattung ist von so einem nicht zu erwarten. Es ist ein Unterschied, ob ein Müllmann oder Klempner während der Berufsausübung ein BvB T-Shirt trägt, oder ob ein Journalist oder eine Lehrerin mit „Flüchtlinge willkommen“, oder „Bomber Harris – Do it again“ T-Shirt bei der Arbeit rumrennt.

    Warum schaffen es weite Teile der Presse immer noch nicht einfach nur zu schildern, was passierte, was gesagt und beschlossen wurde? Warum muss immer alles gewertet werden, oder den aus ihrer Sicht dummen und unmündigen Bürgern als Kommentar getarnte Meinungsmache untergeschoben werden?

    Gut, daß die Delegierten die Presse reingelassen haben. Das muss die AfD aushalten und das gehört sich so in einer Demokratie – finde ich.

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  • Markus Krabe via Facebook

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    Ich glaube nicht das die Wähler der AfD das Wahlprogramm interessiert sondern die sind es leid von den etablierten Parteien verarscht zu werden!!

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  • Michael Schild via Facebook

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    Dieses Journalist, um den es im wesentlichen geht, ist ein bekennender Antifant! Bei der AfD-Demo in Unna hat er in seinem filmischen Bericht die AfD-Unterstützer unverfälscht abgefilmt, die Blockierer und Störer der Antifa jedoch verfremdet und damit geschützt. Das abfilmen der AfD-Delegierten sowie das leaken der AfD-Adressdaten über ‚Indymedia‘ hat Methode und soll AfDler identifizierbar machen und damit einschüchtern! ‚Hausbesuche‘ sind schon angekündigt!

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    • fürst

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      Jener „Journalist“ ist ein Antifa-Aktivist!
      Die AfD sollte den Jounalisten keine Zulassung und damit „Munition“ bieten, die erfahrungsgemäß oder gar erkennbar gegen sie sind, bzw. den gleichgeschalteten Medien zugehören, von denen also keine ausgewogene Berichterstattung zu erwarten ist.

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      • Marco Jedschat

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        @fürst Da kann man nur hoffen, dass die AFD Liste der Gut und Böse Journalisten immer auf dem neusten Stand ist.

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    • Hans-Otto Dinse

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      Dann wurde er wegen seiner unlauteren Arbeitsweise des Saales verwiesen und nicht wegen des Armbandes.

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  • Michael Schild via Facebook

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    Wir sitzen übrigens immer noch an der Programmatik… Dauert noch!

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  • Edu Hart via Facebook

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    Da gründet sich eine neue Partei, formuliert ihr erstes Programm und schon erscheinen die Schariafreunde zum zerpflücken.
    Einfach checken wo die größte Schnittmenge vorliegt. Da wählen. Und dann die Koalitionsverträge abwarten.

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  • Hans-Otto Dinse

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    Ich habe mit den MA der Security gesprochen. Ihnen ist nichts bekannt, dass eine Person wegen eines solchen Armbandes unsere Veranstaltung verlassen musste.

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