Rundblick-Unna » AfD-Kreischef Michael Schild auf Platz 25 für NRW-Wahl – Eklat auf Wahlversammlung

AfD-Kreischef Michael Schild auf Platz 25 für NRW-Wahl – Eklat auf Wahlversammlung

Ca. 11 Prozent der Wählerstimmen – dann ist der Unnaer Kreisvorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Michael Schild, ab Mai Mitglied des Landtags NRW. Nach einem, so schrieb Schild als kurzes Ergebnis der Landeswahlversammlung der AfD NRW, „regelrechtem Wahlkrimi“ wurde er auf Platz 25 der Landesliste zum NRW-Landtag 2017 gewählt.

Die Wahlversammlung in Rheda-Wiedenbrück an diesem Wochenende gipfelte allerdings in einem Eklat. Wegen des Verdachts auf Manipulationen bei der Listenwahl kam es bei dem Parteitreffen zum offenen Schlagabtausch. Vorstandsmitglied David Eckert, u. a. für den AfD-Wahlkampf zuständig, trat zurück. „Teile des Landesvorstands hätten Öl ins Feuer gegossen und die Spaltung vertieft“, zitiert ihn der WDR. „Wir haben kollektiv versagt.“ Unter den Delegierten brachen hitzige Wortgefechte aus. Ein Antrag, sämtliche Listenplätze neu zu wählen, blieb erfolglos. „Der Machtkampf der Bundespartei findet in NRW statt“, wird Landeschef Marcus Pretzell im WDR zitiert.

Michael Schild selbst kommentierte den Verlauf der Versammlung gegenüber unserer Redaktion mit einem ersten knappen Statement:Eine demokratische Partei, deren Basis hochallergisch auf Absprachen reagiert.“

Nach diesem Wahl-Eklat fielen die ersten Reaktionen auf Michael Schilds Listenplatz gespalten aus: Die 11 Prozent werden sowohl unverdrossen für „absolut erreichbar“ gehalten wie aber auch schwer angezweifelt. „Nach den Vorkomnissen der letzten Tage glaube ich an maximal 8% in NRW“, kommentierte ein Mitglied ernüchtert. „Die Wähler werden uns abstrafen für den Klüngel. Genau das wollte keiner sehen bei uns sehen. Das wird erheblich mehr schaden als „Schießbefehl“, „Boateng“ etc.“

Kommentare (15)

  • Wunderlich

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    Gut gemacht … und überdeutlich die Unfähigkeit dieser Partei gezeigt.
    Weiter so.

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    • Silvia Rinke

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      Hallo Wunderlich, Antworten auf Facebook:

      Freddy Vogt Geanuso wie bei allen Parteien am Anfang. Es sind eben alles nur Menschen. Und solche Fehler zeigen im Endeffekt wie man es besser machen wird

      Thomas Gragen
      Dummheit auch noch schönreden

      Freddy Vogt Schlimm ist nur das bei der AfD alles breitgetreten wird und bei den anderen wrd es schön unter der Decke gehalten

      Rundblick Unna (sia) Unter der Decke gehalten? Man erinnere sich an „Rent a Sozi“…. !

      Freddy Vogt OK das war ja auch noch ein paar Hausnummern höher

      Thomas Gragen Immer so wie man es braucht.


      Rundblick Unna
      Freddy Vogt , ach so – na dann. Vielleicht dann lieber ein paar Hausnummern niedriger? Die SPD Unna und ihre Skandalcausa Risadelli? Oder wäre das wiederum zu popelig?

      Freddy Vogt
      Diese ganzen Sachen wurden aber nict so ausgeschlachtet wie dieses bei der AfD. Und dazu hat der Landeswahlleiter bisher nichts auszusetzen

      Rundblick Unna
      Das wird die SPD entschieden anders sehen, aber mögest du glauben, was du glauben möchtest, Freddy Vogt. Einen anregenden Diskussionsabend wünschen wir noch.

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  • Helmut Brune

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    Da zeigt sich wieder: Ganz Gleich welche Partei, es geht ums Pöstchen schieben.

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  • Silvia Rinke

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    Weitere Kommentare auf unserer Facebookseite:

    Stefanus Maxus Die AFDler müssen sich wohl erst mal gründlich sortieren. Eine Alternative zu dem sonstigen Parteigeklüngel und Pöstchenschieben sollte genau diese Dinge gerade eben tunlichst unterlassen.

    Freddy Vogt Es gibt da auch nur Menshen. So ist das. Aber Fehler lassen sich zum Glück immer korrigieren

    Stefanus Maxus
    Freddy Vogt Na ich hoffe das mal! Ich möchte nicht weiter von der grossen Staatsratsvorsitzenden und ihren grünen Khmer in ein Deutsch-Nordkorea geführt werden…

    Freddy Vogt Ich auch nicht

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  • Markus Antonius

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    Nicht das ich die AfD wählen würde, aber die anderen Parteien sind doch nicht besser. Die SPD Unna ist doch der lokale Beweis. Und die stellt sich keineswegs geschickter an.

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  • Wunderlich

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    Ist doch die Regel bei der AfD … siehe das Vorgehen in anderen Landesverbänden.
    Es passiert das, was anderen Parteien vehement vorgworfen wird. Klüngel pur.
    Realpolitik ist halt etwas anderes, als reines Sprücheklopfen.
    Da kann man schon mal grandios Scheitern.
    Ich verhehlen nicht, dass es mich freut.

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  • Oskar B.

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    Alles Anfangsschwierigkeiten. An sowas erinnern sich natürlich SPD und CDU nicht mehr, weil es schon bei denen ewig her ist. Aber hier und da flackert das bei denen heute noch auf. Wenn dem einen oder anderen die Nase eines Parteikollegen nicht passt, wird gemobbt, was das Zeug hält. Deshalb sollten gerade die sich jetzt zurückhalten mit Häme.

    Und das jetzt auch ein medialer Shitstorm der Medien einsetzt und/oder von Parteifunktionären, liegt daran, dass Wahlen bevorstehen und man befürchtet, an diese Neulinge Stimmen zu verlieren. Was wurde über Linke und Piraten gelästert….

    Und je mehr mit Dreck Richtung AfD geworfen wird, umso mehr lockt man die Rache der Wähler für die Volksparteien.

    Die sind mir übrigens lieber, als das rumgemerkel der CDU oder die filzige SPD.

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  • Oskar B.

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    Ein Beleg für die Angst der Volksparteien vor der AfD:

    http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_79667758/gruene-und-fdp-wollen-alterspraesidenten-gauland-verhindern.html

    Solche Tricks zeigen, wie andere Parteien über den Wählerwillen denken. Der Wählerwille wird mit Füßen getreten, wenn das Ergebnis den Etablierten nicht passt….

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  • Dagobert

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    Ganz ehrlich: Für mich ist so etwas Kleinkram im Vergleich zu den Unverschämtheiten, die sich Rotschwarzgrünlinks geleistet haben und hat keinen Einfluss auf meine Wahlentscheidung. Ich drücke weiter die Daumen, sowohl für Herrn Schild als auch für die AfD. :-)

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  • Werwolf72

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    Und natürlich wird verschwiegen, dass auf den beiden vorherigen Nominierungsparteitagen Stimmen vernichtet und nicht mitgezählt wurden, nicht wahr, Oskar B? Aber man “ macht sich ja die Welt wie sie einem gefällt“ und das so etwas bei der ehrbaren AFD passiert darf natürlich in den Augen der AFD Foristen nicht sein und es wird schnell relativiert und mit dem Finger auf andere Parteien gezeigt. Wahrscheinlich gab es diese Vorfälle auch gar nicht und sie sind nur ein Konstrukt der „gleichgeschalteten Lügenpresse“… ups, dass kann ja dann doch nicht sein, denn sonst hätte herr Meuthen sich ja nicht schon eingeschaltet. Bestimmt geht es auch bei SPD oder CDU Parteitagen nicht immer sauber zu, dass aber Stimmen vernichtet werden, um bestimmte Kandidaten durchzusetzen oder das wie in Bayern die Presse bei einer AFD Versammlung nicht zugelassen wird mit der Begründung “ es könnten dort auch abstruse Meinungen geäußert werden und man wolle nicht, dass das öffentlich würde“ sagt schon einiges über den Zustand dieser Patei aus.

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  • Werwolf72

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    @dagobert: den Artikel habe ich auch verwundert gelesen, allerdings auch bis zum Ende. Es ist ja wohl nicht das erste mal dass das Bundesumweltministerium Spenden an die Clinton Foundation überweist, die Projekte zum Klimaschutz u.a.in Afrika seit Jahren fördert. Wenn es so wäre, dass das Geld nicht zweckgebunden in die Projekte Ostafrikas geflossen sondern in den Clinton Wahlkampf umgeleitet worden isr, so muss das auch vom Autor des Welt Artikels bewiesen werden und dann müssen Konsequenzen her. Ansonsten würde ich empfehlen solche Anschuldigungen ohne Beweise zu unterlassen.

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    • Dagobert

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      Ganz ehrlich, Werwolf 72: Glauben Sie wirklich, dass Clinton für Millionen von Dollar Bäume in Afrika gepflanzt hat ? Das Prinzip von „Geklüngel“ ist, dass dieses „Geklüngel“ nicht nachweisbar sein soll, z.B. durch „Honorarzahlungen“ an den Ehemann:
      http://www.spiegel.de/politik/ausland/hillary-clinton-und-bill-clinton-wikileaks-enthuellt-neue-e-mails-ueber-stiftung-a-1118644.html
      Die Stiftung hat 5,7 % für Wohltätigkeit investiert, der Rest war Selbstbereicherung ! Unser Umweltministerium wird sich rausreden mit „Haben wir nicht gewusst“ oder „ist nicht nachweisbar“. Sie haben Recht: Es müssen Konsequenzen her. Passieren wird aber nichts, genauso wie die Silvester-Übergriffe in Köln keine Konsequenzen für die Täter hatten.

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  • luenne

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    ist doch überall das gleiche kaum ist man auf einem gut bezahlten Posten passiert überhaupt nichts mehr siehe die Linke, FDP, Grüne oder Piraten alle wollten was ändern.
    Aber nachdem sie selber dicke Diäten oder Posten hatten war es Ruckzuck vorbei mit anders sein.

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