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Ade, Dr. Stemplewski: „Vater des Sesekeprogramms“ geht in den Ruhestand

Er gilt als „Vater des Sesekeprogramms“, ist Vordenker einer modernen, öffentlichen Wasserwirtschaft und Wegbereiter des Wandels im Neuen Emschertal und an der Lippe. Nun nimmt Dr. Jochen Stemplewski Abschied.

Seit 1992 ist er Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft und Lippeverband, hat den Ehrentitel „Bürger des Ruhrgebiets“. Wenn Dr. Jochen Stemplewski (im Bild li.) nun Ende des Monats seinen 67. Geburtstag feiert, tritt er damit in den Ruhestand.

Großes Lob vom Minister für Flussmanager

Bei der offiziellen Verabschiedung in Dortmund würdigte NRW-Bauminister Michael Groschek Stemplewski als Motor und Gesicht des Emscher-Umbaus. „Er ist ein Flussmanager, der es geschafft hat, ein Jahrhundertprojekt nicht nur über die gesamte Laufzeit dieses Generationenprojekts im Kostenrahmen zu halten, sondern alle Räte in den Städten und im Landtag über einen langen Zeitraum mitzunehmen.“

Ein Kenner der Arbeit in Kommunalverwaltungen

Stemplewski wurde 1949 bei Sprockhövel geboren. Nach dem Studium der Rechts- und Staats-wissenschaften an der Universität Bochum begann er seinen Berufsweg als Richter am Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Von dort wechselte er als Leiter der Haupt-, Personal- und Rechtsabteilung zum Kommunalverband Ruhrgebiet. Als Kreisdirektor ging er in den 1980er Jahren zum Märkischen Kreis, bevor er zum Oberstadtdirektor der Stadt Hamm gewählt wurde.

Chef von Deutschlands größtem Abwasserentsorger

Anfang 1992 übernahm er die Aufgabe des Vorstandsvorsitzenden der beiden Wasserwirt-schaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband – gemeinsam sind dies Deutschlands größte Abwasserentsorger. Die Verbände haben unter Stemplewskis Führung erfolgreich den Weg hin zu einem innovativen und nachhaltig arbeitendem Dienstleistungsunternehmen eingeschlagen.

Stemplewski steht nicht t nur für den Wandel im Neuen Emschertal, auch im Gebiet der Lippe hat der scheidende Vorstandsvorsitzende viel bewegt: So wurde unter seiner Führung unter anderem das 500 Millionen Euro schwere Seseke-Programm umgesetzt.

(Foto: Lippeverband)

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