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Achtung – falsche Polizistin ruft an!

Immer wieder neue betrügerische Varianten! Am gestrigen Dienstag bekamen gleich drei ältere Menschen in Hamm Anrufe von einer falschen Polizistin. Die echte Polizei warnt vor dieser Masche!

Die Betrügerin versuchte mit unterschiedlichen Maschen, Auskünfte über finanzielle Verhältnisse der Senioren zu bekommen. Alle Angerufenen haben bisher richtig gehandelt. Sie beendeten das Gespräch und informierte die Polizei.

Erfahrungsgemäß ist mit weiteren Versuchen solcher Betrüger zu rechnen. Das Telefonat sollte sofort beendet werden, sobald der Gesprächspartner Geld fordert. Familiäre oder finanzielle Verhältnisse sollten niemals am Telefon preisgegeben werden. Die Polizei sollte bei verdächtigen Anrufen sofort über den Notruf 110 informiert werden.

Die Dortmunder Polizei warnt zugleich vor einer ähnlichen Betrugsmasche. In den vergangenen Tagen und Wochen meldeten sich immer wieder Betroffene, die Anrufe von angeblichen Polizisten erhalten hatten – offenbar in betrügerischer Absicht.

Wahlweise wussten die Polizisten zu berichten, dass bei festgenommenen Personen oder auch in aufgebrochenen Pkw ein Zettel mit den Personalien der Betroffenen gefunden worden seien. Der Anrufer erkundigte sich in der Folge dann nach Vermögenswerten in der Wohnung. Erfahrungsgemäß ist es Ziel der Betrüger, die Angerufenen davon zu überzeugen, dass sie im Visier von Einbrechern stehen. Aus diesem Grund wird ihnen nahe gelegt, ihr gesamtes Bargeld von der Bank abzuheben und zuhause zu deponieren, wo es sicherer sei. Oft versuchen die Betrüger ihre Opfer anschließend dazu zu bringen, dieses Geld einem angeblichen Mitarbeiter der Polizei zu übergeben oder gar auf ein fremdes Konto zu überweisen.

Die Betrüger gehen bei dieser Masche geschickt vor. Sie generieren häufig durch die Nutzung von unseriösen Internetdiensten eine beliebige Rufnummer, die denen der örtlichen Behörde entspricht. In manchen Fällen erscheint sogar die „110“ im Telefondisplay der potenziellen Opfer.

Glücklicherweise reagierten die Betroffenen der letzten Tage genau richtig: Sie riefen die „echte“ Polizei an und schilderten die Inhalte ihrer dubiosen Anrufe.

Die Polizei warnt:

   - Vergessen Sie niemals: Trickdiebe sind erfinderisch! Informieren
     Sie Seniorinnen und Senioren in Ihrer Familien und besprechen 
     Sie offen die Maschen der Betrüger. (Bei Fragen helfen Ihnen die
     im Opferschutz besonders geschulten Beamtinnen und Beamten der 
     Polizei gerne!) 
   - Seien Sie misstrauisch, wenn Sie jemand am Telefon um Geld 
     bittet! 
   - Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr 
     Gesprächspartner - zum Beispiel ein angeblicher Polizist oder 
     auch Enkel - um Geld von Ihnen bittet! 
   - Sind Sie sich unsicher, ob "echte" Polizeibeamte vor Ihnen 
     stehen oder Sie anrufen, ziehen Sie Nachbarn, Familienangehörige
     oder direkt die Polizei (unter 110) hinzu. Ein Anruf bei der 
     zentralen Vermittlung der Polizei, ob dort zum Beispiel ein 
     "Herr Schwarz" arbeitet, reicht jedoch nicht aus. Fragen Sie 
     konkret nach einem Einsatz/Ermittlungen an Ihrer Adresse. 

Wichtiger Hinweis: Die Polizei wird Sie nie mit der Rufnummer „110“ anrufen.

   - Hinweis, speziell zu dieser Meldung: Selbstverständlich ist es 
     nicht sicherer das Bargeld zu Hause zu lagern. Lassen Sie große 
     Mengen Bargeld sicher bei der Bank liegen. Vermeiden Sie es auch
     mit viel Bargeld in der (Hand-) Tasche unterwegs zu sein! 
   - Übergeben Sie Ihr Geld niemals an Ihnen unbekannte Personen! 
   - Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie einen 
     verdächtigen Anruf erhalten haben - egal, ob sie den Betrug 
     erkannt und aufgelegt haben oder schlimmstenfalls sogar Opfer 
     geworden sind. Und: Erstatten Sie Anzeige!

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