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Streit um Freizeitbad-Brache: FLU will Grünoase, SPD will Gewerbe

Den Vorstoß der Freien Liste Unna, das brach liegende Freizeitbadgelände in Unna-Massen zur Erholungs- und Grünoase umzugestalten, stößt nicht auf Zustimmung der SPD. Sie will kleinteiliges Gewerbe und evtl. ein Lebensmittelgeschäft im westlichen Stadtteil ansiedeln.

„Die Verwaltung wird beauftragt, die Flächen des ehemaligen Freizeitbades in Unna-Massen zu überplanen. Ziel soll es sein, die Grundstücke einer kleinteiligen gewerblichen Nutzung zuzuführen. Dabei ist zu prüfen, ob und inwieweit Flächen für den Lebensmitteleinzelhandel zur Verfügung gestellt werden können“, schreibt die SPD-Fraktion in ihren Anträgen zum Doppelhaushaltsentwurf 2017/18.  „Die Vermarktung der Flächen sollte in enger Zusammenarbeit mit der WFG bzw. der WBU erfolgen.“ Also mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Unna und den Wirtschaftsbetrieben als 100prozentiger Tochter der Kreisstadt Unna.

Doch Gewerbe geht dort ebenso wenig wie Wohnbebauung, widerspricht die FLU energisch. „Erhebliche Lärmimmissionen durch den Flughafen Dortmund oder die Beeinträchtigung der unmittelbar angrenzenden Bewohner durch ein Gewerbegebiet sprechen gegen eine solche Nutzung. Gegen Einzelhandel spräche unser Einzelhandelskonzept, welches an dieser Stelle nur eine Verkaufsfläche unter 700 qm zuließe. Wir haben also weiterhin die Wahl zwischen immer neuen Diskussionen ohne konsensfähige Lösung oder eine ökologisch wertvolle Entwicklung des Geländes als multifunktionale Grünfläche mit Aufenthalts- und Freizeitqualität. Eine solche Lösung beinhaltete zudem noch die zumindest theoretisch weiterbestehende Option, dass Gelände irgendwann wieder als Badstandort nutzen zu können.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, wir erinnern an unseren oben genannten Antrag und erwarten, dass auch dieser Vorschlag konkret in die weiteren Entwicklungsüberlegungen im Rahmen der laufenden Haushaltsberatungen einbezogen wird.“

Die CDU ihrerseits  hatte schon im Januar beantragt, für das Gebiet des ehemaligen Freizeitbades mit der Überplanung zu beginnen und die Vermarktung vorzubereiten. Diese Forderung erneuert die Union in ihren Vorschlägen zum neuen Haushalt. Konkrete Aussagen zur Nutzung finden sich in dem neuerlichen Antrag der CDU nicht.

Die Gedanken und Vorschläge der FLU zum Freizeitbad:

http://rundblick-unna.de/von-schulgarten-bis-hundewiese-flu-will-freizeitbadflaeche-fuer-erholung-neugestalten/

 

Kommentare (5)

  • Elke Schmidt

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    So so. Damit ist also klar, dass Bürgermeister Kolter sein Versprechen an die Massener Bürger nicht einhalten möchte.

    Kein !! Freizeitbad mehr.

    Was für ein Gewerbe eigentlich ?! Ich lese immer nur, welche Firmen aus Unna abhauen und die Leerstände in der Fuzo werden nicht gefüllt. Keine Firmen = keine Flächen erforderlich. Und alles zubetonieren kann auch keine Lösung sein.

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    • Silvia Rinke

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      Hallo Elke Schmidt, eine Antwort für dich über Facebook dazu:

      Martina Tsatsoulis: Ich glaube nicht wirklich daran das ernsthaft noch ein Freibad, auch nicht irgendwann, für Massen in Planung war.
      Selbst eine wage Hoffnung hatte ich nie!

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      • Elke Schmidt

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        Mit anderen Worten: Herr Kolter hat den Bürgern nicht die Wahrheit gesagt, weil er nicht dran glaubte ? Dann hätte er das schon vor 6 Jahren klar stellen können.

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        • Silvia Rinke

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          Noch eine Anwort von Martina Tsatsoulis:

          Martina Tsatsoulis – Elke Schmidt: Vielleicht hat er damals daran geglaubt!
          Aber nachdem die/wir Massener damals keinen Verein wie das Bornekampbad zustande bekommen haben, war für mich das Dingen gestorben!
          Damals hätte es ja Zuschüsse gegeben!
          Und das jetzt bitte nicht als Vorwurf an irgend jemanden sehen, ich hatte auch weder die Zeit noch den Elan mich zu engagieren!
          So ein Verein ist verdammt viel Arbeit und geht nicht mal so eben!

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  • Helmut Brune

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    Der dahinterliegende Gedanke ist natürlich: Gewerbe bringt Geld ein. Ein Lebensmittelgeschäft? Wie soll das denn bestehen können, bei der Konkurrenz der Supermärkte? Zur Zeit meiner Oma ging das noch aber doch heute nicht mehr. Ein Freizeitbad, daß den heutigen Ansprüchen entspricht oder gar ein Wellnesszentrum mit viel Grün drumrum würde da doch viel besser passen.

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