Rundblick-Unna » 50 Fröndenberger Kids ab August „auf der Straße“? Eltern kämpfen für rasche neue St. Marien-Kita

50 Fröndenberger Kids ab August „auf der Straße“? Eltern kämpfen für rasche neue St. Marien-Kita

50 Kitakinder drohen ab Sommer „auf der Straße zu stehen“ – fürchtet eine Elterninitiative des St. Marien-Kindergartens Fröndenberg und hat eine Online-Petition „pro Kindergarten St. Marien am Schmallenbach-Haus“ gestartet – plus Unterschriftenaktion konventionell auf Papier. Heute war Übergabe an Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe, im strömenden Regen vor dem Rathaus.

250 Unterschriften vom Elternverein St. Marien, ca. 270 vom Schmallenbachhaus plus über 300 von der Petition.

Die Eltern hoffen, entsprechend Druck auf die Politik auszuüben.

Das Schmallenbach-Haus ist ein Seniorenheim am Hirschberg. Dort plant die Stadt ein neues kleines Wohngebiet mit 14 Häusern – und in die Pläne eingeschlossen ist eben eine neue Kita. Die Verkehrsanbindung soll über die die Von-Nell-Breuning-Straße erfolgen. Unter den Anwohnern regt sich indessen Widerstand: Eine Bürgeriniative fürchtet zu hohes Verkehrsaufkommen in diesem Bereich.

Die neue Kita, die die bisherige von St. Marien ersetzen soll, ist zweigeschossig geplant, 30,50 mal 12,50 Meter in der Größe, für 3, vielleicht 4 Kita-Gruppen.
In der Petititon schreibt die Elterniniative: „Wir setzen uns dafür ein, dass der Kindergarten St. Marien seinen neuen Standtort am Schmallenbach- Haus bekommt und Entscheidungen nicht weiter vertagt werden!“ Denn die Betriebserlaubnis für das Kitagebäude in der Stadtmitte (Auf dem Sodenkamp) erlischt zum 31. Juli 2017. Zuständig dafür ist der Kreis. Steht bis dahin kein neues Kindergartengebäude zur Verfügung, müssten die Kinder in Container umziehen, fürchten die Eltern und früchtet Pfarrer Paul Mandelkow von St. Marien.
 „Mir liegt das Miteinander der Generationen am Herzen. Eine sehr unterstützungswürdige Aktion, damit im Sommer nicht 50 Kindergartenkinder auf der Straße stehen“, schreibt eine Frau, die unterschrieben hat. Eine andere bekräftigt: „Im Interesse der Bewohner wünsche ich mir einen Kindergarten im nahen Umfeld des Schmallenbach-Hauses. Die Nähe von Kindern wirkt beglückend auf Senioren.“
Das Miteinander von Jung und Alt sei für beide Seiten eine Bereicherung, finden viele Unterstützer der Aktion. Die Attraktivität der Arbeitsplätze im Schmallenbach-Haus gewinne ebenfalls durch die Nähe einer Kita.“ Dem entgegen stehen aber die zu befürchtenden Verkehrsprobleme, halten Anwohner entgegen: „Für die Leute, die hier wohnen, wird nichts unternommen. Wo ist der Platz für Parkplätze? Den wird es nicht geben.“ Und insbesondere Mütter, die ihre Kinder brächten oder abholten, würden dann – zwangsläufig – kreuz und quer in der Siedlung parken. Und auch Einfahrten zuparken – „… so wie jedes Jahr, wenn das Schmallenbachhaus sein Fest feiert“, kritisiert ein Anlieger. „Es ist einfach nicht möglich!“
Politisch ist das Thema zunächst aufgeschoben.

Kommentare (1)

  • fürst

    |

    „Hauptsache, Alessio geht es gut“ – und den vielen „Zugereisten“.

    Antworten

Kommentieren