Rundblick-Unna » 471 Nordafrikaner zum Asylantrag „getragen“ – Jäger sieht baldige Ausweisung – 5 tauchten ab

471 Nordafrikaner zum Asylantrag „getragen“ – Jäger sieht baldige Ausweisung – 5 tauchten ab

Nach der Großrazzia in 33 Flüchtlingsunterkünften in NRW (darunter auch die Zeltstadt Bergkamen) zieht Innenminister Ralf Jäger (SPD) ein zufriedenes Fazit. Die Aktion, bei der ausschließlich Personen aus Marokko und Algerien überprüft wurden, sei ein Erfolg gewesen, gab der Minister bei seiner Bilanz bekannt.

Für Unverständnis sorgte das Aussparen der Großstadt Dortmund aus den flächendeckenden Kontrollen. Eine Erklärung, wieso dort keine Unterkünfte überprüft wurden, gab es nicht.

Kein Interesse an einem Asylantrag

Insgesamt wurden 491 Marokkaner und Algerier kontrolliert. Fast alle – 471 – wurden mit Bussen in verschiedene BAMF-Außenstellen gebracht, wo sie einen Asylantrag stellen konnten. „Wir haben ihnen die Chance gegeben, einen Asylantrag zu stellen“, wird Jäger im WDR zitiert.

Der Sender fährt fort: „Die Worte sind ironisch gemeint, denn überprüft wurden nur solche Flüchtlinge, die aus eigenem Antrieb keinen Asylantrag gestellt hatten und entsprechende Termine hatten verstreichen lassen. Auf diese Weise wollten sie ihren Aufenthalt in Deutschland verlängern, mutmaßt Jäger.“ Denn Asylbegehrende aus Algerien und Marokko haben nur eine sehr geringe Chance auf Anerkennung.  Sie haben deshalb, so Jäger, erst gar kein Interesse, überhaupt ins Asylverfahren einzutreten.

Fünf Personen tauchten unter

Die Asylverfahren gegen die 471 Algerier und Marokkaner sollen sehr zügig in den nächsten Tagen abgeschlossen sein und die Personen dann ausgewiesen werden. 15 weigerten, einen Antrag zu stellen. Sie wurden biometrisch erfasst und müssen Deutschland wohl verlassen. Gegen vier dieser Männer lagen offene Haftbefehle vor, fünf weitere tauchten noch auf dem Weg zur Antragstellung ab.

Kommentare (20)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Meinetwegen, können die alle zurück.

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Zur Erklärung: Die Betreffenden hatten wegen der faktischen Aussichtslosigkeit erst gar keine Asylanträge gestellt, die entsprechenden Termine verstreichen lassen. Denn die Anerkennungschancen sind für Algerier und Marokkaner sehr gering.

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  • Christiane Kramer via Facebook

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    Die Frage bleibt doch auch – wovon leben diese Menschen dann hier? Keine Anträge, keine Unterstützung weder für wohnen, noch für essen und trinken etc…. Wovon ?…

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    • Axel Schrader via Facebook

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      Klauen, Dealen…so richtig arm sieht keiner aus wenn ich in bergkamen vorbei fahre

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Christiane Kramer – da sie in Unterkünften leben, werden sie dort natürlich auch versorgt. Hier ein Absatz aus einem ausführlichen Bericht von Spiegel online: „Laut Gesetz müssen alle Asylbewerber während ihrer ersten Monate in Deutschland, üblicherweise sind es bis zu drei Monate, in zentralen Erstaufnahmeeinrichtungen bleiben. Dort wird ihnen der „notwendige Bedarf“ in Form von Unterkunft, Kleidung und Gemeinschaftsverpflegung gestellt. Zusätzlich bekommen Flüchtlinge ein Taschengeld in bar ausgezahlt, für eine volljährige Einzelperson sind das 143 Euro im Monat.“

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      • fürst

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        Renommierte Marken-Sportschuhe und Marken-Sportkleidung scheint in der Grundversorgung enthalten zu sein.

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    • Christiane Kramer via Facebook

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      Rundblick Unna …wenn man aber doch nicht weis wer alles in der Unterkunft ist, woher soll man wissen wieviel Essen herausgegeben werden müssen? Und wieviel Geld der Verteiler bei sich haben muss? Wie kann es überhaupt sein, das Taschengeld an Leute gezahlt wird, die gar keine Anträge gestellt haben, ja eigentlich gar nicht da sind….. Ob mein Chef auch mal Gehälter zahlt an Mitarbeiter die gar nicht da sind ????

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Christiane Kramer – all solche Fragen stellen wir uns häufig auch. :-/ Aber da all diese Menschen in den kontrollierten Unterkünften untergebracht waren, sind sie dort auch versorgt worden. Sie waren ja auch in diesen Unterkünften registriert, haben aber nur ihre Termine für den Asylantrag immer wieder verstreichen lassen. Dann gab´s einen neuen Termin, der wieder verstrich, und so fort..

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    • Axel Schrader via Facebook

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      1 Termin verstreichen lassen und raus…meine Meinung dazu…außer wichtige gründe: Bettlägerigkeit

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  • Mike

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    Wenn sie keinen Antrag gestellt haben, ist doch klar warum sie hier sind !

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  • Franz-Josef Bals via Facebook

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    Ob die Wirklich schnell abgeschoben werden?

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  • Markus Gröger via Facebook

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    Alles raus und Ruhe

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  • Marc Weber via Facebook

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    Schade das es die DDR nicht mehr gibt , dann könnte man Merkel abschieben .

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