Rundblick-Unna » 46 Prozent mehr Altersarmut im Kreis – Experte: „Geld in die Hand nehmen!“

46 Prozent mehr Altersarmut im Kreis – Experte: „Geld in die Hand nehmen!“

Alarmierende Prognosen für den Kreis Unna: Im Zeitraum von 2003 bis 2021 gibt es an die 50 Prozent mehr Altersarmut. Das heißt: Menschen, die von ihrer kargen Rente nicht leben können, zusätzlich Sozialleistungen beziehen und/oder zur Tafel gehen müssen, um über die Runden zu kommen. Eine wachsende Zahl der Tafel-Kunden im Kreis sind Ältere. Mit dieser besorgniserregenden Tendenz befasste sich jetzt die Kreisseniorenkonferenz in Werne.

Delegierte aus kreisweit 25 Seniorenbeiräten und -Organisationen setzten sich mit den Schwerpunkten Altersarmut und Rente auseinander. Dr. Rudolf Martens, Leiter der Forschungsstelle beim Paritätischen Gesamtverband in Berlin (im Bild), stellte Forschungsergebnisse zur „Entwicklung der Altersarmut in Deutschland bis 2021“ vor; und diese verheißen nichts Gutes.

Seit 2003 hat Armut im Alter deutlich zugenommen. Im Kreis Unna um 46 Prozent – das ist zwar noch unter dem Schnitt von Schnitt von NRW (61 Prozent!) und von Westdeutschland (54 Prozent), aber gleichwohl alarmierend. Um zunehmende Verarmung im Alter zu stoppen, müsse Geld in die Hand genommen werden, betonte Dr. Martens. Diskutiert würden bereits kurzfristige Maßnahme wie die Erhöhung der Altersgrundsicherung, hinzugesellen müssten sich langfristige Reformen in der Renten- und Einkommenspolitik.

Die nächste Kreisseniorenkonferenz ist für den 8. März 2016 in Unna geplant. Ob sich bis dahin schon etwas Grundlegendes getan hat an der Reformfront gegen Altersarmut, wird sich zeigen.

 

Kommentare (19)

  • Rolf Simon via Facebook

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    Durch immer mehr Jobs auf Niedriglohnsektor, werden wir die steigende Altersarmut nicht verhindern können.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Ja, Rolf Simon, parallel zur Altersarmut wächst seit Jahren z. B. die Leiharbeit.

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    • Rolf Simon via Facebook

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      Und viele Menschen treibt es in die Schwarzarbeit, mit dem die Unternehmerschaft schwer zu kämpfen hat. Deutschland zerstört sich schon lange selbst. Wenn man überlegt, dass das Ordnungsamt vom Kreis Unna ( bekämpfung der Schwarzarbeit ) nicht mehr alle Hinweise nachgeht, wenn die Arbeiten unter Anlage B audeführt werden. Ich kann da einige Beispiele geben. Auch die Tageszeitungen, sin voller Schwararbeitangebote. Ich habe mal gekäpft als Keinunternehmer. Ich erde im Rentenalter das Haus 7verkaufen und das Land verlassen. ?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Rolf Simon – :-/

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    • Rolf Simon via Facebook

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      Meine Zukunft liegt schon lange nicht meht in der BRD. Nur, muss ich noch noch einiges bewor ich gehe noch abwicke und da Zielort steht sch fest. Ein Freund aus der DomRep hat mich eingeladen, der dort eine Familie und ein Haus hat. Natürlich erst einmal zum schnuppern 😉

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Dazu fällt uns ein: „Weglaufen ist auch keine Lösung“ – offenbar zuweilen schon…

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    • Rolf Simon via Facebook

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      Noch einmal eine Herausforderung annehmen ich nicht eweglaufen. Was soll ich in einem Land, in dem ich micht wirklich ausleben kann und nur Vorschriften kaputt gehe. Mit 2 unterbrechungen, hanbe ich mehr oder weniger gut einen kleinen Handwerksbetrieb geleitet. Die Hürden sind in Deutschland einfach zu hoch. 😉

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    • Rolf Simon via Facebook

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      23 Jahre war ich sebständing. Die WFG, sollte keine Unternehmensgründer in die Armut schicken.

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  • Hanno

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    Da sollte der Bund mal kräftig die Renten hochsetzen, damit man davon leben kann. Sind doch jetzt auch Milliarden für Flüchtlinge da.

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Das sind die Folgen der europäischen Sparpolitik, Sparen am falschen Ende. Da hat man ein halbes Jahrhundert ehrlich gearbeitet und seine Beiträge eingezahlt um dann jetzt, wo man zum Rentenempfänger wird, gekürzt zu werden. Definitiv der falsche Weg.

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  • Mör Ti via Facebook

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    Wir schaffen das! Frau Merkel hilft! Ganz bestimmt!

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  • Stefan Werner

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    Das ist die Kehrseite des angeblichen Merkelschen Jobwunders. Diese Dame fördert und fordert nur Leiharbeit, Werkvertragsschwindel unsd sonstige Formen der Ausbeutung. Es wäre für mich ein kleiner Trost, wenn die Altersarmut auch die strammen CDU-Rentner trifft, die diesen Mist auch noch schönreden….aber die haben ja meist laue, überbezahlte Pöstchen gehabt, weit vom Schuss, fern der (Arbeits)Realität und haben ihre Renten und Pensionen im Sack…

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    • Wierumer

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      weit ab der (Arbeits) Realität ist doch ausgerechnet unsere Frau A. Nales. Kenne mich in der Politik nicht so aus aber ich glaube dass sie einer anderen Partei angehört als der CDU. Man könnte das so fortführen mit Gabriel etc. Aber diese Misere ist nicht (oder doch) allein parteipolitisch begründet. Diese in der Bundesrepuplik unfähigste Regierung aller Zeiten agiert doch in allen wichtigen Fragen weit ab der Realität. Ausserdem ist mir nicht so ganz schlüssig was das Rentnerdasein mit einem Parteibuch zu tun hat, es sei denn man war in der SPD, CDU,CSU und mittlerweile auch bei den Grünen.

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  • Stefan Werner

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    Stimmt, SPD, CDU, CSU, Grüne egal, die tun sich alle nichts bei der Ausplünderung der arbeitenden Bevölkerung. Aber die unangefochtene „Königin“ dieser ganzen „Bande“ ist nun mal Merkel, und angeblich finden die alle ganz toll. Seltsam nur, ich kenne keinen davon….

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  • Markus Antonius

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    Die Lösung lautet: weniger Steuern und Sozialabgaben. Dann kann jeder selbst vorsorgen. Und wer das nicht tut, muss schauen wo er bleibt. Bitte nicht noch ein Fördertopf, aus dem das Prekariat durchgefüttert wird.
    Und wenn wir schon dabei sind: mir ist die Subventionierung jedes Flüchtlings lieber als das Durchfüttern der Hartzer.

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  • Stefan Werner

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    Das kann man nicht so pauschal sehen, Markus Antonius! Es gibt bei beiden Gruppierungen „Solche“ und „Solche“! Und mit meinem Geld sollten nur diejenigen aus beiden Gruppen durchgefütttert werden, die es verdient haben!

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