Rundblick-Unna » 437.000 € Fördergeld: „Windmühle“ Fröndenberg wird Integrationszentrum – Grundschulturnhalle in wenigen Wochen wieder frei

437.000 € Fördergeld: „Windmühle“ Fröndenberg wird Integrationszentrum – Grundschulturnhalle in wenigen Wochen wieder frei

Fröndenbergs „Windmühle“ wird Integrationszentrum – und die Turnhalle der Gemeinschaftsgrundschule steht in wenigen Wochen wieder für den Schulsport zur Verfügung; sie wird als Flüchtlingsunterkunft nicht länger gebraucht. Noch vor Ostern gleich zwei erfreuliche Nachrichten für die Stadt und ihre Flüchtlingsarbeit.

Mit dem Integrationszentrum auf dem Mühlenberg geht es in Rekordzeit voran. Keine vier Wochen nach Bewerbungsschluss und drei Wochen nach dem Ratsbeschluss bekam die Stadt heute den Bescheid über die Fördersumme des Landes – rund 437 000 Euro sind bewilligt. Parallel dazu steht seit dieser Woche fest: Die Turnhalle der Gemeinschaftsgrundschule, die seit November als Flüchtlingsunterkunft dient, wird in wenigen Wochen wieder frei sein. Sie wird als Unterbringung nicht mehr benötigt.

Beides berichtete uns Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe heute Nachmittag am Rande der Eröffnung der neuen „Tafel“-Zentrale in Unna. „Das sind gute Nachrichten vor Ostern“, freute er sich.

Die Summe für den Ausbau der „Windmühle“ stellt das Land NRW aus dem Sonderprogramm „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ zur Verfügung. Genau 436.720 € sind es, freute sich auch die CDU-Vorsitzende Sibylle Weber, die die frohe Kunde zeitgleich von ihrer Landtagsabgeordneten Ina Scharrenbach erhielt.

Das Jugendzentrum „Windmühle“ auf dem Mühlenberg wird vom Kreis betrieben. Eigentümerin ist jedoch die Stadt Fröndenberg, die zu den Ausbaukosten 20 Prozent zuschießt, sagt Bürgermeister Rebbe. Wichtig ist: „Die Windmühle bleibt Jugendzentrum“, betont Rebbe. Der etablierte Jugendtreff wird mit der Fördersumme des Landes und dem Zuschuss der Stadt so aus- und umgebaut, dass die Haupt- und Ehrenamtlichen in Fröndenberg (so formuliert es Sibylle Weber) „bei ihrem Ringen um schnelle und vollständige Integration der Neuankömmlinge bestmögliche Bedingungen vorfinden.“

Wann die Bauarbeiter loslegen, hängt davon ab, wie schnell das Land die Summe überweist. Rebbe zeigte sich heute überrascht darüber, dass der Bewilligungsbescheid so schnell vorliegt: „Dass wir noch vor Ostern Bescheid bekommen würden, hätte ich nicht gedacht.“

Gemeinschaftsgrundschule Fröndenberg

Ebenfalls schneller als gedacht wird die Grundschulturnhalle an der Friedhofsstraße nicht mehr als Asyl-Notunterkunft benötigt werden, erklärt das Stadtoberhaupt sichtlich erleichtert. „Ich bin damals davon ausgegangen, dass wir die Turnhalle mindestens bis zum Spätsommer noch brauchen. Jetzt können wir sie der Schule und den Vereinen wieder deutlich früher zu Verfügung stellen.“ Derzeit sind noch um die 50 Asylbewerber in der Turnhalle untergebracht, für sie werden andere Unterbringungen gefunden. Anschließend muss die Turnhalle noch rückgebaut und ein wenig renoviert werden. „Aber ein neuer Hallenboden war sowieso fällig“, sagt Rebbe.

Mit dem künftigen Integrationszentrum auf dem Mühlenberg und der neuen Unterkunft im früheren kirchlichen Tagungshaus „Oase“ Stentrop (mit rund 100 Plätzen) sieht Fröndenbergs Bürgermeister die Stadt in der Zuwanderungsfrage momentan gut aufgestellt. Dass wieder erneute Zuweisungen kommen, damit rechnet er gewiss. „Momentan herrscht Stopp, aber davon dürfen wir uns nicht täuschen lassen. Das kann sich täglich wieder ändern.“

 Geld aus dem Integrations-Fördertopf bekommen übrigens auch Kamen und Lünen: In Kamen wird das Freizeitzentrum Lüner Höhe saniert und für Integrationszwecke erweitert – stolze 1,5 Mio. Euro gibt’s dafür. Und Lünen kann 140.000 Euro für das Gemeinschaftshaus in Alstedde erwarten. In ganz NRW hatte sich etwa jede zweite Stadt um die Fördergelder beworben.

Oase Stentrop

Umbau zur Unterkunft ist im Gange: das frühere kirchliche Tagungshaus „Oase“ Stentrop.

Kommentare (16)

  • Rundblick Unna via Facebook

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    Geld aus dem Integrations-Fördertopf bekommen übrigens auch Kamen und Lünen: In Kamen wird das Freizeitzentrum Lüner Höhe saniert und für Integrationszwecke erweitert – stolze 1,5 Mio. Euro gibt’s dafür. Und Lünen kann 140.000 Euro für das Gemeinschaftshaus in Alstedde erwarten. In ganz NRW hatte sich etwa jede zweite Stadt um die Fördergelder beworben.

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  • Angie Wolfgang Hinkelbein via Facebook

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    Komisch mann hört nur noch das Geld für Integration der Asylanten da ist ,wie sieht es aus mit Geld für unsere eigene Bürger wie Obdachlose ,Rentner die zu wenig Rente bekommen und damit an der Armutsgrenze leben oder wie wäre mit Geld für unsere eigenen Kinder die in Armut leben .Aber wie immer alles bekommen die Asylanten im Hintern gestopft und das eigene Volk geht wie immer leer aus die dürfen nur mal wieder für die immer mehr bezahlen .Ganz toll wann werden mal Unterkünfte für unsere Obdachlose gebaut ,garnicht das gilt ja nur für Asylanten und nicht für die eigenen Bürger die können ja auf die strasse verrecken

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Dass im Kreis Unna Menschen „auf der Straße verrecken“, bitten wir durch entsprechende Berichte zu belegen. Danke.

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      • fürst

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        Belege für das Gesagte zu erwarten, ist unfair Hinkelbein gegenüber. Offenkundig meinen Angie und Wolfgang H. das sinnbildlich.

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        • Rundblick Unna via Facebook

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          „Unfair“ ist es, @fürst, pauschal platte Behauptungen wie die in den Raum zu werfen, dass im Kreis Unna – um den es hier geht – „Menschen auf der Straße verrecken“. Ob der Schlagabtausch mit „sinnbildlich“ gemeinten Parolen der Ernsthaftigkeit der Diskussion dient bzw. ernst zu nehmen ist, lassen wir hier mal so stehen.

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        • Wunderlich

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          Wirklich unfair, Fürst.
          Einfach so nach Belegen für aufgestellte Behauptungen fragen … das geht gar nicht.
          Hinterher stellt sich noch heraus, dass man da einfach nur Unsinn verbreitet … und wer soll einem dann das Zeug noch glauben?
          *Ironiebutton aus

          Dein Verhalten erinnert mich an bestimmte Führungspersonen einer neu aufkommenden politischen Gruppierung.
          Immer raus mit Behauptungen, aber Fragen dazu als unangemessen hinstellen oder gar nicht beantworten (können).

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    • Angie Wolfgang Hinkelbein via Facebook

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      Alles nur Lug und betrug die Wirklichkeit sieht anders aus das wies ein jeder aber mal hält uns ja für doof und die Bürger wissen ja sowieso nicht was sache ist ,aber da täuscht ihr euch den wir wissen schon lange das wir nur verarscht werden von den Medien und das es euch nur um die Asylanten geht und das ihr da ja ganz große seit das wenn es was für die Asylanten gemacht wird, es sofort in den Medien Wochen lang breit getreten wird aber nur für die Asylanten und nicht wenn es um die eigenen Bürger geht .

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    • Marc Goormann via Facebook

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      Meine Güte Herr Hinkelbein, das eine schließt das andere nicht aus. Ihre Argumentation läßt entweder auf eine grenzenlose Naivität oder aber auf eine böswillige Hetze wider besseres Wissen schließen.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Danke, Marc Goormann – wir haben dazu als Entgegnung auf @fürst auch noch etwas hinzugefügt.

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    • Peter Müller via Facebook

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      Haben Sie sich eigentlich mal über die Situation der, auf der Flucht befindlichen, Menschen informiert? Schauen Sie doch mal bei den vielen ehrenamtlichen Helfern vorbei, reden Sie mit den Menschen die gekommen sind. Dann brauchen Sie auch nicht auf „die Medien“ schimpfen, dann haben Sie selbst ein Bild gemacht. Das es hier in diesem reichen Land Obdachlose gibt, ist schlimm und die Gründe dafür sind vielfältig. Sie können gesellschaftliche und individuelle Ursachen haben und häufig ist es wohl ein Mix daraus. Ich gebe Ihnen recht, wenn Sie schreiben, dass diesen Menschen geholfen werden sollte, aber Sie jetzt dafür zu benutzen um gegen Flüchtlinge Stimmung zu machen, finde ich falsch, unfair und unmenschlich.

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  • Angie Wolfgang Hinkelbein via Facebook

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    Wenn die Leute von unna Rundblick Fernsehen würden dann hätten sie mitbekommen das es auch diese Jahr in Berlin und Umgebung schon obdachlose die auf der Strasse leben durch die Kälte zu Tode kekommen sind und das in Unna genug Kinder und Rentner an der Armutsgrenze leben ,nur das für die Asylanten der Strom bezahlt wird so wie das Internet und die Asylanten das doppelte an Geld vom Staat bekommen als ein Harz 4 Empfängern und ein Rentner der sein Leben lang gearbeitet hat , aber das wird immer bestritten .Aber wenn ein Rentner oder Hartz4 Empfänger kein Strom bezahlen kann weil sie kein Geld übrig haben, dann wird ihnen der Strom einfach abgestellt und keiner bekommt etwas von dem Geld das ausschließlich für Asylanten ihre Interaktionzenttum raus geworfen wird und das ist seitdem die Asylanten hier in Deutschland sind ,denn die können hier leben wir die Herren aber auch nur die denn das ist ja was anderes ald das ein gene Volk ,das nur die steuern zahlen darf aber keine Ansprüche an den Staat haben .Wo ist das denn noch gerecht

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  • Rosemaria

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    Ich wünsche dem Bürgermeister viel Erfolg bei der Verteilung der 50 Flüchtlinge aus
    der Turnhalle Die Turnhalle ist seit dem 12. Februar leer, aber das wird wohl noch nicht
    bei der Stadt angekommen sein.

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