Rundblick-Unna » 4 Rechte wollten 5 Linke mit Fahnenstangen verprügeln – 3 polizeibekannte Gewalttäter festgenommen

4 Rechte wollten 5 Linke mit Fahnenstangen verprügeln – 3 polizeibekannte Gewalttäter festgenommen

Gewaltausbruch nach einer PEGIDA-Veranstaltung in Oberhausen. Am Dortmunder Hauptbahnhof wollten gestern Abend vier junge Männer aus der rechten Szene eine 5köpfige Gruppe Linker verprügeln – und dazu setzten sie Fahnenstangen ein. Die Opfer flüchteten in die Bundespolizeiwache. Einsatzkräfte nahmen drei Tatverdächtige vorläufig fest. Alle sind polizeibekannt wegen Gewalt- und Diebstahldelikten.

Gegen 22:30 Uhr wollten vier Männer und eine Frau – 20 bis 37 Jahre alt, alle der linken Szene zuzuordnen – den Dortmunder Hauptbahnhof verlassen. Im Personentunnel hielten sich gleichzeitig vier Angehörige aus dem rechten Spektrum auf – 19-24 Jahre alt, alle aus Dortmund -, die nach eigenen Angaben gerade von der „Bürger gegen den Politik-Wahnsinn“ in Oberhausen zurückgekehrt waren.

Dann ging alles ganz schnell: Als die vier „Rechten“ die fünf „Linken“ entdeckten, rannten sie zielgerichtet auf sie zu. Dabei sollen zwei Angreifer ihre mitgeführten Fahnenstangen zum Schlag ansetzend erhoben haben – 2,40 Meter lang, 1 cm Durchmesser.

Dem beherzten Eingreifen von vier Mitarbeitern der Bahnsicherheit war es zu verdanken, dass nichts Schlimmeres geschah. Sie stellten sich den Angreifern in den Weg, worauf diese von ihren Opfern abließen. Die fünf Angegriffenen verließen fluchtartig den Bahnhof und suchten Schutz bei der nahe gelegenen Bundespolizei. Das Angreiferquartett wollte sich aus dem Staub machen, doch nach einem Zeugenhinweis konnten Bundespolizisten alle vier kurz danach in der abfahrbereiten S 2 vorläufig festnehmen. Dabei wurden auch die Fahnenstangen als Beweismittel beschlagnahmt.

Eine Auswertung der Videoaufzeichnungen aus dem Hauptbahnhof bestätigte weitestgehend die Angaben der Geschädigten und Zeugen. Zum Sachverhalt befragt, verweigerten die Tatverdächtigen jegliche Angaben. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durften sie später die Wache wieder verlassen.

Die Bundespolizei leitet gegen die drei Dortmunder, welche bereits wegen Diebstahls- und Gewaltdelikten polizeibekannt sind, ein Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch ein.

Die weiteren Ermittlungen werden zuständigkeitshalber vom Dortmunder Staatsschutz geführt.

Kommentare (1)

  • Helmut Brune

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    Die „Rechten“ Täter sind also Leute, die in über 70 Jahren gar nichts dazu gelernt haben und einfach auf eine primitive Art randale machen. Landfriedensbruch kann auch heißen, daß die Täter die deutsche Geschichte nicht wirklich kennen. Solche Leute braucht keiner.

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