Rundblick-Unna » 3,5 Jahre Haft nach Messer-Attacke in Asylheim

3,5 Jahre Haft nach Messer-Attacke in Asylheim

Er stürzte sich blind vor Eifersucht mit einem Messer auf einen 23jährigen Landsmann und verletzte ihn lebensgefährlich. Dafür muss ein 27jähriger Asylbewerber aus Syrien jetzt für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis.

Das Landgericht Dortmund sprach heute das Urteil über den Mann, der in jener Januarnacht in einer Unterkunft im Dortmunder Süden einen Mitbewohner fast umbrachte. Wir berichteten über diesen Fall.

Der Streit in dem Asylheim in Brünninghausen war gegen  3.40 Uhr ausgebrochen. Das Tatmotiv war Eifersucht – der 27Jährige hatte in jener Nacht entdeckt, dass seine Frau ein Verhältnis mit dem Jüngeren hatte. Der 23Jährige erlitt schlimmste Verletzungen. Eine Notoperation rettete sein Leben.

Bei der Verhandlung gestand der Angeklagte die Tat. Das Strafmaß blieb mit dreieinhalb Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung hinter dem Antrag der Staatsanwaltschaft zurück. Sie hatte  wegen versuchten Totschlags fünfeinhalb Jahre Haft gefordert.

Kommentare (36)

  • Re Gina via Facebook

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    was ist eigentlich, wenn sein Asylantrag während der Haftzeit abgelehnt wird ? Bleibt er dann trotzdem in Haft ? Oder wird er abgeschoben ? Mit einer derartigen Straftat hat er n.m.M. sein Asyl verwirkt !

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Immer wieder: Er kann nicht abgeschoben werden, weil Syrien Kriegsgebiet ist. Wäre das nicht der Fall, könnte er mit diesem Urteil (nötig sind mindestens 3 Jahre ohne Bewährung) abgeschoben werden. Doch besteht dagegen Klagemöglichkeit. Wir leben eben in einem Rechtsstaat.

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    • Re Gina via Facebook

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      ok, Danke…..Anmerkung : Wir leben leider in einen sehr merkwürdigen Rechtsstaat, dieser nicht (immer) gerecht ist.

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      • fürst

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        „Antrag
        abgelehnt!
        Asylbewerber, die diesen Bescheid vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bekommen, können dagegen klagen.“ (BILD)
        Nach meiner Kenntnis unterstützen die GRÜNEN bei den Klagen!

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Manche Entscheidungen und Regelungen muten befremdlich an, ja, Re Gina.

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    • Heiko Blitz via Facebook

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      Schön, dass die nicht abgeschoben werden, weil ihnen dort was passieren könnte, im Gegenzug wir aber kaum noch auf die Strasse gehen können, weil uns dann was passiert.

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    • Andrea Zinsenhofer via Facebook

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      Ganz ehrlich: es ist mir ziemlich egal, was mit so jemanden in seiner Heimat passiert. Straffällig geworden, Chance vertan. Punkt!

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    • Stefanus Maxus via Facebook

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      Re Gina Na ja, Rechtsstaat, da stelle ich mir was anderes drunter vor…

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      • fürst

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        Das gesunde Volksempfinden bleibt völlig auf der Strecke.

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    • Tim Traute via Facebook

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      „Wir leben in einem Rechtsstaat“ Ja is richtig nur leider nicht die eigenen Bürger. Die bekommen die volle härte zu spüren und denen wird alles aus dem Portmonnaie gezogen was da ist . Kommt man allerdings nicht von hier , ja dann wirkt der Rechtsstaat und man bekommt alles was man braucht !

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    • Miguel Santana via Facebook

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      Rundblick Unna Korrekt mit der Abschiebung, aber ich denke mal das er nicht per Direktflug hier gelandet ist. Wenn nein dann ist er über ein sicheren Drittstaat gekommen und dorthin ist eine Abschiebung möglich.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Miguel Santana – ja, das stimmt. Dafür reicht diese Haftstrafe aus. Danke für den Zusatz.

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    • Greta Berger via Facebook

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      Aber welches Land laesst einen kriminellen Typ freiwillig einreisen???
      Wenn sich schon Magstaaten vehement wehren ihre eigenen Leute zurückzunehmen!

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    • Re Gina via Facebook

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      Das wird hier sowieso immer schlimmer.

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  • Christiane Kramer via Facebook

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    Für die gleiche Tat wurde für den Täter, welcher Frau Recker (Bürgermeisterin von Köln) attackiert hatte, LEBENSLÄNGLICH von der Staatsanwaltschaft gefordert!!! Es war ein deutscher Täter! Warum solche unterschiedlichen Urteile ???

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Christiane Kramer: Die Tat von Köln wurde von der Staatsanwaltschaft als versuchter Mord gewertet. In diesem Fall wollte sie fünfeinhalb Jahre wegen versuchten Totschlags erreichen. Die Richter haben aber auf fahrlässige Tötung entschieden. Das macht Riesenunterschiede im Strafmaß aus.

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    • Christiane Kramer via Facebook

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      Und was der Syrer mit seiner Frau gemacht hat war Kuschelsex ??? Oder auch versuchter Mord?! Und nach meinem Kenntnisstand wurde im Fall Recker lebenslänglich gefordert.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Mit welcher Frau? Dieser Verurteilte hier hat einen Landsmann aus Eifersucht mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Wir berichten hier lediglich über das Urteil. Die Wertung überlassen wir anderen.

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    • Christiane Kramer via Facebook

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      Sorry ich meinte auch die Attacke auf den Landsmann, nicht auf seine Frau. Das ändert aber nichts an der unterschiedlichen Beurteilung.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Die Gerichte haben Ermessensspielraum, der sich Außenstehenden zuweilen nicht erschließt. Da stimmen wir zu.

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    • Dagobert

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      Das erinnerte mich an zwei Fälle von Brandstiftung in Flüchtlingsheimen:
      Flüchtlingsheim (Messe Düsseldorf/10.000.000 € Schaden) mit darin schlafenden Flüchtlingen in Brand gesteckt( von Nordafrikaner):Anklage wegen Brandstiftung.
      Flüchtlingsheim mit darin schlafenden Flüchtlingen in Brand gesteckt( von Deutschem): Anklage wegen Brandstiftung und versuchten Mordes. Subjektiv hatte ich schon mehrmals das Gefühl, dass unsere Richter mit zweierlei Maß messen.

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    • Miguel Santana via Facebook

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      Rundblick Unna Dieser Ermessensspielraum ist fast durchgängig für Außenstehende nicht zu verstehen…..

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  • Andy Fischer via Facebook

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    Versuchter Mord 3,5 Jahre?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Gelesen, Andy Fischer?

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    • Andy Fischer via Facebook

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      Wenn jemand mit einem Messer auf einen einsticht hat er nicht unbedingt den Plan Luftlöcher wegen Asthmaverbesserung zu erstellen.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Ob auf versuchten Mord, versuchten Totschlag oder fahrlässige Körperverletzung erkannt wird, entscheiden die Gerichte.

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      • fürst

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        Ja, das entscheiden sie Gerichte,
        nach rechtlichen Kriterien mit viel Beurteilungsspielraum/Ermessen.
        Und genau da setzen m.E. die politischen Vorgaben/idividuellen politischen Einstellungen ein.
        So wohl kommt es zu den von Dagobert richtigerweise genannten unterschiedlichen Maßen.

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        • fürst

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          Bitte jetzt nicht damit kommen:
          Unabhängigkeit der Gerichte, der Richter und Richterinnen.
          „Wes‘ Brot ich ess‘ des‘ Lied ich sing'“

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    • Andy Fischer via Facebook

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      Die Rechtssprechung in diesem Land ist ja auch so eine Sache. :)

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    • Miguel Santana via Facebook

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      Rundblick Unna Oder diverse Gutachter beurteilen den Täter. Gott sei Dank vertun die sich ja nie……. oder doch? Mmmmh, jetzt wo ich es schreibe kommen mir doch Zweifel… 😛

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Tja, vor Gericht und auf hoher See… wie das so ist.

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  • Sascha Herrmann via Facebook

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    Hätte er mal lieber Kinder sexuell belästigt…dafür gibt´s Bewährung, trotz Wiederholungstat…und man wird als 34 jähriger vor dem Jugendgericht verhandelt….

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