Rundblick-Unna » 30Jähriger beklaute fast 30 Mal meist Senioren als „falscher Wasserwerker“ – Beutewert 30 000 €

30Jähriger beklaute fast 30 Mal meist Senioren als „falscher Wasserwerker“ – Beutewert 30 000 €

Die 30 war seine Zahl. Fast 30 Mal beklaute ein 30Jähriger skrupellos ältere Menschen und kassierte sie um insgesamt fast 30 000 Euro ab. Jetzt schnappten endlich die Handschellen. Der Serientäter aus Dortmund wird vor allem verdächtigt, sich mehrmals als falscher Wasserwerker ausgegeben und Senioren in ihrer eigenen Wohnung bestohlen zu haben. Alle Taten beging er zwischen Februar und Mai dieses Jahres.

Da es kein perfektes Verbrechen gibt, also auch kein perfektes Serienverbrechen, passierte dem Betrüger und Dieb bei einer einzigen Aktion ein dummer Fehler – mit Folgen. Mit einer erbeuteten EC-Karte hob er an einem Geldautomaten Bargeld ab – und wurde dabei von einer Überwachungskamera gefilmt. So gelangten die Ermittler an ein Foto des bereits polizeibekannten Mannes. Im Zuge der weiteren Ermittlungen konnten die Beamtinnen und Beamten ihm 29 Taten zuordnen – darunter übrigens auch einzelne Verkehrsdelikte.

Der überwiegende Teil der Taten betrifft jedoch den „Wasserwerker-Trick“. Der Betrüger ging jedes Mal sehr ähnlich vor. Er schellte an den Türen seiner späteren Opfer und gab sich als Mitarbeiter der Stadt- oder Wasserwerke aus. Es habe einen Rohrbruch in der Nachbarschaft gegeben, erzählte er seinem – meist älteren – Gegenüber. Er müsse nun Wasserleitungen oder Heizungen überprüfen. Dazu müsse der Bewohner oder die Bewohnerin im Badezimmer das Wasser laufen lassen, bis er die Überprüfungen abgeschlossen habe.

Dass der Mann mitnichten irgendetwas überprüfte, sondern statt dessen die Wohnung auf den Kopf stellte und Bargeld, Schmuck und EC-Karten erbeutete, bemerkten die Opfer oft erst, als der angebliche Stadtbedienstete schon längst wieder über alle Berge war.

Mitte Juli konnten die Ermittler den Mann schließlich stellen. Die Handschellen klickten. Was folgte, waren umfangreiche Ermittlungen. Die Taten, die dem Mann bislang zuzuordnen sind, geschahen im gesamten Dortmunder Stadtgebiet – mit leichter Häufung im Westen. Die entstandene Schadenssumme schätzen die Beamten auf ca. 30.000 Euro.

Der 30-Jährige sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern weiterhin an.

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