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250000 € von Unna, 40000 € von Kamen: Werkstatt im Kreis Unna bleibt abgesichert

Die Werkstatt im Kreis Unna wird weiter ihren wichtigen Bildungsauftrag erfüllen können. 250 000 Euro stellt Kämmerer Karl-Gustav Mölle im Nachtragshaushalt der Kreisstadt Unna wieder für die kreisweit tätige Qualifizierungseinrichtung zur Verfügung, die sich vornehmlich um Jugendliche mit schlechter beruflicher Perspektive kümmert.

Damit stockt die Kreisstadt ihren Sockelbetrag von einer Viertelmillion im Jahr wieder um jene zusätzliche Viertelmillion auf, die wegen der Haushaltssicherung Anfang 2015 gekappt worden waren.

40 000 € hat die Nachbarstadt Kamen zugesichert, die sich damit nach vielen Jahren wieder neu mit einem jährlichen freiwilligen Zuschuss in die Mitfinanzierung der Werkstatt einklinkt. Auch mit Bergkamen sei man im Gespräch, berichtete Bürgermeister Werner Kolter am Abend in der Ratssitzung; er sei zuversichtlich, dass die Nordbergstadt ebenfalls wieder freiwillig zur Werkstatt zuzahlen wird. Denn ihr Standort ist zwar Unna, doch 15 % der Teilnehmer kommen  aus Kamen und Bergkamen, berichtete Geschäftsführer Herbert Dörmann unlängst im Rundblick-Interview.

Herbert Dörmann Werkstatt Unna (2)

Werkstatt-Geschäftsführer Herbert Dörmann.

Lünen und Selm zahlen jeweils 200 000 € im Jahr zu, Fröndenberg, Bönen und Holzwickede zusammen 127 000 €, Schwerte 100 000 €. Ja, und Unna eben bisher 500 000 € – und jetzt wieder. Vorbehaltlich der Zustimmung der Unnaer Ratsfraktionen beim Beschließen des Nachtragshaushalts. Doch davon ist auszugehen.

Die kommunalen Zuschüsse machen allerdings nur 5 % der Gesamtsummen aus, die die Werkstatt  für die benachteiligten Zielgruppen einsetzt. Jährlich beantragt die Qualifizierungseinrichtung zudem Fördermittel aus der EU in einer Größenordnung von 1,5 % Mio. €.

Das Interview mit Herbert Dörmann: http://rundblick-unna.de/fuer-die-werkstatt-wird-es-eine-loesung-geben-ich-bin-mir-absolut-sicher-interview-mit-herbert-doermann/

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