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200 Flüchtlinge in ehemalige Grundschule Bönen

Der Kreis stellt die ehemalige Ermeling-Grundschule in Bönen als Notunterkunft für rund 200 Flüchtlinge bereit. Landrat Michael Makiolla reagiert damit auf ein kurzfristiges Amtshilfeersuchen der Bezirksregierung Arnsberg von Mittwoch dieser Woche (30. 9.).

Die Gemeinde Bönen stellte das leer stehende Gebäude nach Anfrage aus dem Kreishaus gestern zur Verfügung. Die Betreuung übernimmt das Deutsche Rote Kreuz (DRK), Kreisverband Unna. Die anfallenden Kosten trägt das Land.

Neue Trainingsplätze für Sportgruppen schon gefunden

Neben der Politik in Bönen wurden auch die in der Turnhalle in Lenningsen trainierenden Sportgruppen informiert. Für sie wurden bereits von der Gemeinde und dem Gemeindesportbund Trainingsmöglichkeiten an anderer Stelle gefunden. Auch die Geräte sind schon abtransportiert. Eine Infoveranstaltung für die Bürger ist für Montag, 5. Oktober, vorgesehen.

Deutsches Rotes Kreuz übernimmt die Betreuung

Das DRK sorgt rund um die Uhr für Betreuung und stellt die Versorgung sicher. So wird z.B. das Essen aus der Küche in der Notunterkunft in Kamen angeliefert, da in Bönen der Platz fehlt. Ein Sicherheitsdienst ist über das DRK ebenfalls organisiert.

Landrat Michael Makiolla dankte gestern nicht nur Politik und Verwaltung für die Unterstützung, sondern auch den zumeist ehrenamtlichen Helfern für ihre Einsatzbereitschaft.

„Die Unterstützung der Bezirksregierung Arnsberg bei der Unterbringung der nach NRW kommenden Flüchtlinge ist für den Kreis als Beitrag zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe ebenso selbstverständlich wie erprobt“, unterstreicht Landrat Makiolla.

Kreis erledigt fürs Land bereits Registrierung der Flüchtlinge

Bereits seit Juli registriert der Kreis im Auftrag und auf Kosten der Landesregierung Flüchtlinge in der größten Erstaufnahmeeinrichtung im Land – in Unna-Massen. Insgesamt sind im Kreisgebiet mehr als 4.000 Flüchtlinge untergebracht. Darunter rund 1.000 in der Zeltstadt in Selm-Bork. Die Zahl der in Unna-Massen zu registrierenden Flüchtlinge liegt bei etwa 6.000.

Anlaufstellen für freiwillige Helfer und Spenden

Ehrenamtliche Helfer können sich beim DRK über die Internetseite www.team-westfalen.de melden. Kleiderspenden können in der Notunterkunft in Kamen, Dortmunder Allee 6, abgegeben werden, da in Bönen Lagerfläche fehlt. Sinnvoll ist Winterbekleidung in den kleineren Kleidergrößen. Willkommen ist auch intaktes Outdoor-Spielzeug wie z. B. Roller oder Fahrräder.

Kommentare (5)

  • Freddy Vogt

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    Es wird immer schlimmer. Was bitte soll Lenningsen mit 200 Flüchtlingen??

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Die Bürger sind am Montag zu einem Info-Abend eingeladen, Freddy Vogt, diese Möglichkeit sollten alle, die Befürchtungen haben, in jedem Fall wahrnehmen.

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      • Fürst

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        Die Möglichkeit wahrzunehmen heißt m.E., Zeit verschwenden. Denn natürlich wird dargestellt werden, daß objektiv keinerlei Befürchtungen jedweder Art begründet sind. Alles liegt nur im persönlichen Empfinden der (mündigen????) Bürger begründet.

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  • Fürst

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    Aktueller „Welt“ Medienbericht: „Die Gemeinde Eschbach kündigt einer Mieterin die Wohnung – für Flüchtlinge. Unmöglich, findet die Frau. Unvermeidlich, sagt der Bürgermeister. Der Fall zeigt, wie verzwickt der Kampf um Wohnraum ist.“

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  • Michael Schild via Facebook

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    Wie immer schnell und über die Köpfe der Anwohner hinweg! Obrigkeitsstaat Deutschland!

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