Rundblick-Unna » 18 % mehr Wohnungseinbrüche in NRW – Jäger: „Südosteuropäische Banden, die schwer zu fassen sind“

18 % mehr Wohnungseinbrüche in NRW – Jäger: „Südosteuropäische Banden, die schwer zu fassen sind“

18 Prozent plus. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist nicht nur gefühlt in die Höhe geschnellt. Die Täter: ein „völler neuer Typ, der schwer zu fassen ist“, sagt NRW-Innenminister Jäger. Konkret: Es sind professionell organisierte Banden, meist aus Osteuropa.

Während die Kriminalitätsstatistik für den Kreis Unna am Montag (14. 3.) nach Kommunen aufgeschlüsselt vorgestellt wird, präsentierte der NRW-Minister heute schon die landesweiten Zahlen. Mit diesen stellt sich Jäger laut CDU-Kritik „ein verheerendes Zeugnis“ aus. Über 62.000 Mal schlugen Einbrecher im Jahr 2015 zu, das ist ein Sprung von 18,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Zahl der Straftaten insgesamt stieg lediglich um ein Prozent. Damit stagniert sie freilich auf hohem Niveau – 1,51 Millionen Straftaten wurden landesweit registriert, jede Zweite aber auch aufgeklärt. Doch bei den Wohnungseinbrüchen dümpelt die Aufklärungsquote bei unter 14 Prozent. 

Die NRW-CDU schlug dem SPD-Innenminister dies Statistik als schallende Klatsche um die Ohren. Unter Ralf Jägers Ädide seien die Wohnungseinbrüche binnen fünf Jahren um 39 Prozent in die Höhe geschossen – bei gleichzeitiger unterdurchschnittlicher Aufklärungsquote. Der gescholtene Minister macht vor allem international operierende mobile Einbrecherbanden aus Südosteuropa für den Anstieg verantwortlich. „Die Ermittlungen sind aufwändig und anspruchsvoll“, sagte Jäger. „Das sind Profis: straff organisiert und bestens vernetzt. Nicht selten bestehen Familienbande.“

Kommentare (16)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Man kann diese Ergebnisse als Fakten hinnehmen. Deutlich ist jedoch, dass hier, seitens der Bundesregierung gehandelt werden muss. Es muss einfach mehr Polizei her. Natürlich kostet das Geld. Das kann man aber zurückverdienen, indem man das Gehalt der Funktionäre absenkt und bei erfolgreicher Bekämpfung die Gewinne der Versicherungen mit einbezieht in die Kosten, die mehr Polizei mitbringt.

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  • Hans Kammler via Facebook

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    Man müsste einfach die Grenzen schließen.

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  • Joachim Radermacher via Facebook

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    Sagenhaft, es wird wie die Wasserstände von Rhein und Ruhr vermeldet.Typisches Bürokratenverhalten. Fehlt nur noch der.Zusatz: die Einbrüche erreichten Rekordhoehe. Warum ist die Exekutive nicht cleverer als die raeuberischen Banden? Doch nicht etwa ein Organisationsfehler?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Ja, Joachim Radermacher, viel mehr als einen nüchternen Sachstandsbericht hatte Herr Jäger heute zumindest offiziell nicht zu bieten… man fragt sich, welche Gegenrezepte der Landrat als Chef der hiesigen Polizeibehörde am Montag noch nachliefern will…

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    • Joachim Radermacher via Facebook

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      Da kann man gespannt sein. Nach Köln ist die Häufung von Staatsversagen sehr deutlich geworden.

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  • Mike

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    Die Banden gibt es nun seit Jahren, nichts Neues. Fakt hingegen ist das die Polizei immer mehr andere Aufgaben bekommt und schlicht zu wenig Personal da ist. In anderen Berichten heute kritisierte er gar seine eigenen Beamte :-( Das Ding ist aber, der Fachkraftmangel ist an oberster Position IMHO

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      @Mike, er kritisiert sein eigenes überlastetes Personal? Ein größeres Armutszeugnis kann er sich ja kaum ausstellen. Draufdreschen wird die Motivation der Truppe vermutlich rapide steigern… ja ne, is klar.. :-/

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      • Mike

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        Ja er kritisiert quasi die Ermittlungsmethoden die seiner Meinung nach nicht ausreichend an die neue Lage angepasst sind. Die Kripobeamten sagen da klar anderes und sprechen alle von deutlichst unterbesetzt, quasi nur noch Verbrechen verwalten anstelle zu bekämpfen, ich denke Sven weiß da mehr wie es mit der Personaldecke aussieht

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  • Markus Antonius

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    Man muß auch mal schauen, wer da heute noch zur Polente geht. Wäre spannend, den Durchschnitts-IQ von Einbrechern und Polizisten miteinander zu vergleichen. Die Bezahlung ist schlecht, aber die meisten der Typen sind noch zu gut bezahlt.

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  • Markus Krabe via Facebook

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    Oh da habe ic mich aber verschätzt ich hatte mit 50 % gerechnet ! Aber das neue Jahr bringt mich in die richtige Richtung 😉

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  • Stefanus Maxus via Facebook

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    Aktuelle Kamera des WDR heute abend: ….Minister Jäger wünscht sich die Mithilfe des Bürgers dergestalt, dass die Bürger ihre Häuser besser sichern. Aha! Der saubere Herr Minister kriegt seinen Job nicht gebacken und der Bürger soll dann eine Schweinekohle für Sicherungseinrichtungen und Alarmanlagen ausgeben!!! Dann sollte der Bürger aber im Gegenzug auch die Ganoven kräftig verwemsen dürfen, ohne bestraft zu werden. Wäre doch ein faires Geschäft oder nicht?

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  • fürst

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    „Familienbande“ – wie zutreffend.
    Nette „Großfamilien“, die unsere Polizeien da heranwachsen und gewähren (NoGoAreas) lassen.

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  • fürst

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    Um Volk und Bürger „mundtot“ zu machen, ist aber genug Polizei(-macht) da:
    http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/razzia-gegen-rechte-internet-hetze-schwerpunkt-in-dortmund-id11641107.html

    Volk und Bürger „mundtot“ machen!

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  • Ananda Gotam Kaur via Facebook

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    Wenn man nachts auf der Autobahn unterwegs ist, ist man fast unter Rumänen, Polen, Tschechen und sonstigen Transportern und Fahrzeugen allein. Grenzkontrollen wären hier sinnvoll. :-)

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