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10Jährige sexuell belästigt? Elsebad-Leitung erstattet Anzeige: „Erster Vorfall in 19 Jahren Bürgerbad“

Im Elsebad in Schwerte-Ergste soll am Samstag, 27. August, ein 10jähriges Mädchen von einem erwachsenen Mann sexuell belästigt worden sein. Auf ihrer Facebookseite macht die Geschäftsleitung des Bades den Fall publik und bezieht Stellung: „Es ist das erste Mal in den 19 Betriebsjahren des Bürgerbades, dass ein derartiger Vorfall bekannt wird.
Die Eltern des Kindes verzichteten auf eine Anzeige gegen den Mann. Das hat die Geschäftsleitung des Elsebades aber jetzt selbst getan.
Das Mädchen und seine Mutter, schreiben die Badbetreiber, hätten sich kurz nach dem Vorfall an den Schwimmmeister Moh Ansari gewandt. „Zusammen haben sie versucht, den Mann zu identifizieren; das gelang in der Situation zunächst nicht eindeutig, im Nachhinein konnte der mutmaßliche Täter aber doch klar benannt werden.“
Ihm gegenüber sei unverzüglich ein Hausverbot ausgesprochen worden. „Die Familie des Mädchens verzichtete aber ausdrücklich darauf, eine Anzeige gegen den Mann zu stellen“, schreibt die Badleitung. „Die Mutter sagte dazu auch, dass aus ihrer Sicht seitens des Elsebades alles Notwendige schnell und richtig getan wurde; sie habe auch weiterhin keine Bedenken, dass ihre Tochter ins Elsebad geht.“
Doch die Geschäftsleitung wollte es damit nicht bewenden lassen. Sie zeigte den Tatverdächtigen selbst an.  Nun ermittelt die Polizei gegen den mutmaßlichen Täter.
Geschäftsführerin Annette Wild bedauert den Vorfall auf Facebook sehr: „Wir tun alles, damit unsere Gäste, insbesondere die Kinder, im Elsebad sicher sind.“ Sie appelliert deshalb auch an alle Badegäste, sich umgehend an einen der Mitarbeiter des Elsebades im weißen oder roten T-Shirt zu wenden, wenn sie etwas Auffälliges bemerken oder sich unwohl fühlen.“
Auf der Facebookseite des Elsebades wird der Vorfall neben zornigen Äußerungen auch kritisch kommentiert. Laut einem Zeitungsbericht habe die Mutter gegenüber der Polizei erklärt, das Kind sei im Wasser beim Schwimmen lediglich berührt worden, schreibt eine Userin: Die Geschichte werde jetzt im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsthema „hochgespielt“.
Bei dem Mann handelt sich um einen iranischen Staatsbürger.
(Fotorechte: Elsebad Schwerte)

 facebook logo
Christiane Kramer Also die Mutter verstehe ich auch nicht…wenn einer mein Kind anpackt, gehört der bestraft!!! Da warte ich doch nicht bis- oder ob es ein anderer tut!!!

Mich Ael Vielleicht hat es etwas mit der ungesetzmäßigen Grenzöffnung zu tun, die Angela Merkel im Alleingang zu verantworten hat ?
Peter Köhler Wollen die Gutmenschen wieder kleinreden und relativieren? Gott was sind das für Typen?

Ingo Jensch Ich verstehe die Mutter nicht.

Susanne Appelstiel Respekt an die Badleitung!

Kommentare (5)

  • Dagobert

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    Ich glaube kaum , dass man von einer „zufälligen Berührung“ reden kann. In den Ruhrnachrichten wird berichtet, dass der Typ wollte, dass das Kind sich „auf seine Schoß setzt“. Wenn ein kleines Kind die Situation als unangenehm empfindet, darf man auch diesem Kind glauben, alles andere wäre unfair gegenüber dem Kind. Ich finde es sehr traurig, wenn im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsthema versuchter Kindesmissbrauch „heruntergespielt“ wird.

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    • Silvia Rinke

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      Die Leitung des Bades zeigt mit ihrer Anzeige ja eine klare Linie.

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    • Dagobert

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      Soweit ich weiß, erfolgte die Anzeige leider erst einige Tage nach der Tat und nachdem der Aufschrei im Netz „zu laut“ wurde. Wenn ich erfahre, dass sich ein Sittenstrolch im Freibad herumtreibt, erwarte ich eine sofortige Reaktion(auch damit andere Kinder geschützt werden !). Die Erteilung eines Hausverbotes fand mit der gleichzeitigen Information statt, dass keine eindeutige Identifikation stattgefunden hat. Wenn man den Kerl identifiziert hat, muss auch die strafrechtliche Ermittlung und Bestrafung erfolgen. Wenn man ihn nicht eindeutig identifizieren kann, ist ein Hausverbot rechtswidrig. Die „Runterspiel“-Variante ist wesentlich wahrscheinlicher als die „Hochspiel“-Theorie.

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  • fürst

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    So einer Mutter, wie hier beschrieben, traue ich auch zu, ihr Kind für sexuelle „Spielchen“ anderen zu überlassen. Ihr geht das „Gutmenschentum“ über das Wohl ihres Kindes und auch anderer Kinder, weil sie den „Gefährder“ zu schützen versuchte. – Im Übrigen schließe ich mich den Komm. von Dagobert an. Die Herunterspielerei durch Verallgemeinerung geht doch schon mit der Formulierung los „Erster Vorfall in 19 Jahren Bürgerbad“. Ich glaube diese Behauptung nicht. Der erste publik gewordene, nicht mehr zu unterdrückende Vorfall, das mag sein.

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    • Wunderlich

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      Mein lieber Scholli, Fürst,
      da läuft aber ne Menge schief, was deine Synapsenschaltung angeht.
      Wie kommt man auf dermaßen verquerte Ideen.
      Dir traue ich eins nicht zu … eine anständige Art.

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